Recognized for its cultural significance, this work contributes to the foundational knowledge of civilization. It has been selected by scholars for its importance, highlighting its value in understanding historical and societal contexts.
Krankheiten und Heilmaßnahmen, Einrichtungen des Gesundheitswesens und die Bewertung von Kranksein und Leiden im Weltbild des christlichen und arabischen Mittelalters
Rudolf Virchow begründete als Pionier der modernen Medizin die Zellularpathologie, setzte neue Maßstäbe in der Entzündungslehre und in der Geschwulstforschung. Aber Virchow hat auch als Naturwissenschaftler, Ethnologe, Archäologe und Anthropologe wichtige Beiträge geleistet. Nicht zuletzt war er ein engagierter Politiker: Als liberaler Abgeordneter im Preußischen Landtag wie im Deutschen Reichtstag wirkte er mit an wichtigen sozialen Reformen seiner Zeit und war ein bedeutender Gegenspieler Bismarcks.
Beschrieben wird Ausbildung, Behandlungsmethoden und Arbeitsalltag von Ärzten und anderer Heilberufe wie Hebamme, Apotheker, Bader und Barbier im Mittelalter. Ebenso werden Seuchen und Volkskrankheiten thematisiert. Der Autor geht dabei wird immer von der mittelalterlichen Auffassung von Geburt und Kindheit, Reifung und Sexualität, Sterben und Tod (der Mensch als Teil des göttlichen Heilsplans) aus.
Aspekte und Perspektiven einer vorbeugenden Medizin
317 pages
12 hours of reading
Vor 20 Jahren wurde an der Bezirksarztekammer Nordwürttemberg eine Studienkommission gegründet, die sich mit "Prospektiven Untersuchungen über die Medizin im Jahre 2000" befasste. In den letzten Jahren entstanden aus ihrer Arbeit zahlreiche Publikationen, die breites Interesse weckten, darunter Titel wie "Computer verändern die Medizin" und "Entwicklung moderner Medizin". Die aktuelle Veröffentlichung basiert auf Referaten eines interdisziplinären Kolloquiums am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Heidelberg, das zwischen 1983 und 1986 stattfand und sich mit "Problemen einer präventiven Medizin" beschäftigte. Die präventive Medizin, ein jahrtausendealtes Thema der Heilkunde, geriet im letzten Jahrhundert zunehmend in Vergessenheit, hat jedoch in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewonnen. Angesichts der steigenden chronischen Krankheiten hat sich die naturwissenschaftlich orientierte Medizin wieder intensiv mit Vorbeugung und Nachbehandlung auseinandergesetzt. Die Ärztekammer begrüßt die Veröffentlichung, die neben historischen und zeitkritischen Analysen auch Stimmen aus benachbarten Fachbereichen einbezieht. Ein besonderer Dank gilt den Studenten verschiedener Fakultäten für ihr Interesse an dieser akademischen Veranstaltung, und es wird ein breites Echo für die Publikation gewünscht.
Darstellung der alltäglichen Kultur der Lebensführung und historischer Wege der Gesundheitspädagogik. Ausgangspunkt ist die Frage nach der Lehrbarkeit von Gesundheit. Thematisiert werden: die diätetischen Lehren des klassischen Altertums, die scholastische Gesundheitsschulung des Mittelalters, vernünftige Lebenskunst der Aufklärung und das philosophische Verhältnis zur Gesundheit in der Romantik.