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Jörg Jarnut

    March 1, 1942 – March 6, 2023
    Bergamo 568 - 1098
    Geschichte der Langobarden
    Erinnerungskultur im Bestattungsritual
    • Erinnerungskultur im Bestattungsritual

      Archäologisch-Historisches Forum

      • 246 pages
      • 9 hours of reading

      Der Umgang mit dem Tod ist ein bedeutendes kulturelles Phänomen, das verschiedene Wissenschaften beschäftigt. Der Tod als zentrales Element menschlichen Daseins stellt die Lebenden vor die Herausforderung, den Verlust eines Mitmenschen zu bewältigen. Kulturen entwickeln unterschiedliche Rituale, Glaubensvorstellungen und Formen des Gedächtnisses, die einem ständigen Wandel unterliegen. Die Analyse dieser Umgangsweisen bietet Einblicke in die sozialen Strukturen der jeweiligen Gemeinschaft und erfordert eine interdisziplinäre Herangehensweise. Der Band basiert auf der dritten internationalen Tagung des ‚Archäologisch-Historischen Forums’ im April 2001 in Paderborn, organisiert vom ‚Institut zur Interdisziplinären Erforschung des Mittelalters und seines Nachwirkens’ in Zusammenarbeit mit dem Museum in der Kaiserpfalz. Die Beiträge, die überarbeitete Vorträge darstellen, stammen von Archäologen und Historikern aus Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Österreich und den USA und präsentieren neue Forschungsergebnisse zu verschiedenen Bestattungsarten und Formen der Memoria in Europa. Auch methodische Fragen werden eingehend behandelt, wobei die zeitliche Spanne von der Völkerwanderungszeit bis zum späten Mittelalter reicht.

      Erinnerungskultur im Bestattungsritual2003
    • Geschichte der Langobarden

      • 163 pages
      • 6 hours of reading

      Eine Geschichte der Langobarden, die nicht unter der Verzerrung einer rein italienischen Perspektive leidet. Jarnut verfolgt in einigen Kapiteln die Charaktere und Mobilität dieses interessanten Volkes (vielleicht in Skandinavien, sicherlich im nördlichen Deutschland sowie im heutigen Böhmen und Ungarn) vor der berühmten italienischen Invasion des 6. Jahrhunderts. Italien teilte die Bestimmungen und Schicksale der Langobarden, denn im Norden, in der „Langobardia“, legten sie die Grundlagen für das „Regnum Italicum“ und für die Kontakte mit anderen germanischen Völkern; im Süden, wo sie länger dominierten, hatten sie enge Kontakte zu den mediterranen Völkern. Ihr Weg zu einer echten lateinisch-germanischen Integration wurde durch die Invasion Karls des Großen unterbrochen. Jarnut behandelt diese Aspekte in Seiten, die auf Erzählung nicht verzichten und nützlicherweise alle grundlegenden Informationen enthalten. Es ist ein Volk, das stark von einer Haltung totaler Migration geprägt ist: Sie expandieren nicht nach Italien (wie es später die Franken im 8. Jahrhundert tun werden), sondern ziehen vollständig dorthin um und hinterlassen nur wenig von sich in den Herkunftsregionen.

      Geschichte der Langobarden1982
      3.9