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Silvio Vietta

    January 1, 1941
    Europas Werte
    Das literarische Berlin im 20. Jahrhundert
    UTB - 2842: Der europäische Roman der Moderne
    Lyrik des Expressionismus
    Expressionismus
    Europäische Kulturgeschichte
    • Europäische Kulturgeschichte

      • 478 pages
      • 17 hours of reading

      Griechischer Logos und christlicher Glauben (Pistis) – in ihrer Opposition und auch vielfachen Durchdringung – sind Träger der europäischen Kulturgeschichte und formieren sie bis in die Gegenwart. Dabei artikuliert die europäische Kultur von ihren Anfängen an auch eine kritische Begleitstimme zu den kulturellen Leitkodierungen, die sich vor allem im Medium der Literatur äussert. Die Literatur hat Anteil an den epochalen Leitkodierungen und unterminiert sie zugleich. Das gilt für das griechische Drama sowohl wie auch für die grosse Darstellung der mittelalterlichen Metaphysik durch Dante wie auch die grossen literarischen Texte der Neuzeit. Viettas bahnbrechende Einführung konzentriert sich auf die Formierungs-phasen der europäischen Kulturgeschichte: Das ist die Formierung der Logos-Kodierung und der mit ihr einhergehenden Entmythisierung in der epistéme der griechischen Antike und deren kritischer Brechung im antiken Drama. Es ist die Formierung der christlichen Pistis und der aus ihr entlassenen Kultursysteme. Und es ist die Formierung der Neuzeit durch Prozesse der Säkularisation und der Selbstbegründung eines autonomen wissen-schaftlichen Denkens und der philosophischen und literarischen Subjektivität, des Machtdiskurses der Aufklärung und der Entwicklung einer genuin europäischen, aber heute weltweiten sziento-technologischen Kultur.

      Europäische Kulturgeschichte
      4.0
    • Die Lyrik des Expressionismus eröffnet ein neues Zeitalter der deutschen Literatursprache. Zu den zentralen Themenfeldern der expressionistischen Epoche zwischen 1910 und 1920 gehören: die moderne Großstadt, die Vorahnung und Erfahrung eines Ersten Weltkrieges, die industrielle Arbeitswelt, aber auch die Suche nach politischer und religiöser Neuorientierung sowie nach emotionaler Geborgenheit durch die Poesie und in ihr. Die oft apokalyptische Sprachgewalt der expressionistischen Lyrik ist ein Gradmesser der literarischen Krisenerfahrung der Moderne. Kurze und kompakte Einleitungen führen in die Themenfelder ein. Texte von Georg Simmel, Friedrich Nietzsche, Gustav Landauer, Kurt Pinthus erschließen eingangs den Problemhorizont dieser Epoche. Pluspunkte: Die wichtigsten Gedichte der Epoche nach Themenkreisen zusammengefasst und jeweils kompakt eingeleitet unentbehrlich für Studierende der Germanistik auch für den Schulgebrauch geeignet

      Lyrik des Expressionismus
      4.1
    • Europas Werte

      Geschichte - Konflikte - Perspektiven

      • 395 pages
      • 14 hours of reading

      Werte sind kollektive Leitvorstellungen für unser Denken und Handeln, die von der jeweiligen Kulturgeschichte geprägt sind. Das Buch beleuchtet zentrale Werte der europäischen Kulturgeschichte, die in drei Hauptfamilien unterteilt werden können. Die erste Familie umfasst die europäische Rationalitätskultur, die durch eigenständiges Denken, Wahrheitssuche, Kritik, Demokratie, Toleranz, Freiheit, Individualität, Bildung sowie Rechtssicherheit, Wehrhaftigkeit, Technizität, Macht und Wohlstand gekennzeichnet ist. Die zweite Gruppe umfasst religiöse Werte, darunter die Offenheit für religiöse Erfahrungen und christliche Werte wie Nächstenliebe, soziale Fürsorge, Empathie, Solidarität, Friedfertigkeit und Nachhaltigkeit. Die dritte Familie beinhaltet patriotische Werte wie Muttersprache, Heimat, Vaterland und den späteren Wert der Nation. Menschen, politische Gruppen und historische Epochen werden durch die für sie wichtigen Werte geprägt, die oft in Konflikt miteinander stehen und sich überlagern. Politische Einstellungen und Epochen können daher anhand ihrer Werte-Dominanzen unterschieden werden. In Zeiten des Werte-Zerfalls fordert der Autor eine Balance der Werte und einen europäischen Werte-Patriotismus.

      Europas Werte
      1.0
    • Macht

      Eine kleine Kultur- und Universalgeschichte der Menschheit von den Anfängen bis heute

      • 230 pages
      • 9 hours of reading

      "Der Mensch beginnt, wo er mit Verstand und Sprache ausgestattet ist. Das gibt ihm Macht über die Natur und beflügelt seine Ausbreitung über die Erde. Mit der Macht formiert sich so eine Kulturgeschichte der Menschheit: der Agrarisierung, Bildung von Eigentum, Wehrhaftigkeit, Urbanisierung, Erfindung der Schrift, imperialer Ausweitung der Machtzonen. Dabei fungiert auch die geistige Form der Religion - insbesondere der Monotheismus - als ein Antrieb zur Expansion von Macht. Die heutige Weltgesellschaft der Industrialisierung, Technisierung und Ökonomisierung ist ein Endergebnis dieser langen Geschichte der Machtexpansion der menschlichen Rationalität. Dabei ist Macht ein ambivalenter Begriff. Er umfasst sowohl die militärische und ökonomische Macht, wie die kontrollierende, soziale, vertragliche Form von Macht, von extremer Brutalität bis zur 'Macht der Liebe'. Die Menschheitsgeschichte vollzieht sich - auch zwischen den Geschlechtern - in und zwischen diesem Spektrum -, aber immer in der und als eine Geschichte der Macht. Dabei ist diese Geschichte der Macht gegenüber der Natur wenig nachhaltig gewesen. Entscheidend für die Gegenwart ist: Dass sie nachhaltig wird."--Publisher's description

      Macht
    • Novalis

      Dichter einer neuen Zeit

      • 195 pages
      • 7 hours of reading

      Der romantische Dichter-Denker Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis, verfügte über visionäre Kräfte. Mit ihm vollzieht sich der Umbruch der Kunst als Nachahmung zur modernen Produktionsästhetik.0Novalis prognostizierte die Entwicklung einer modernen 'experimentellen ' Bildkunst und einer modernen Literatur des Sprachspiels. Er steht auch mit seinen Kunstmärchen am Beginn einer modernen Fantasyliteratur.0Vor allem entwickelte Novalis einen freien Begriff von Religion, der den Menschen als Teil der Natur sah, beide aufeinander bezogen als 'integrante Hälften'. Daher bedeutete auch der Tod seiner jungen Geliebten Sophie von Kühn für ihn keine absolute Grenze. 'Der Tod macht nur dem Egoismus ein Ende.' Novalis? Europa-Essay ist ein Meilenstein in der Geschichte zu einem friedlichen, nachhaltigen und neospirituellen Europa gemäß seinem Satz: 'Die vollendete Speculation führt zur Natur zurück.'0Das neue Novalis-Buch des Literatur- und Kulturwissenschaftlers Silvio Vietta führt ein in Biographie und Werke des Novalis und die Ideenwelt der deutschen Frühromantik

      Novalis
    • Die Weltgesellschaft

      Wie die abendländische Rationalität die Welt erobert und verändert hat

      • 240 pages
      • 9 hours of reading

      Die heutige Weltgesellschaft ist ein Produkt der Weltgeschichte. Sie hat sich aus der Geschichte des Abendlandes heraus entwickelt. Insbesondere die Dominanz der abendländischen Kriegstechnik – in der Antike die Phalangenformationen, in der Neuzeit die Feuerwaffen – hat zu einem Konzept von Politik als Welteroberung und Weltmachtsdenken geführt, mithin zu einer Form der Kolonisierung der Welt, aus der die heutige Weltgesellschaft hervorgegangen ist. Die abendländische Rationalitätskultur hat alle Kultursektoren fundamental geprägt in der Form der Geometrisierung des Raumes, der Mathematisierung der Zeit, sowie auch die Sektoren Ästhetik und Gender. Insbesondere aber haben die Erfindung von rationaler Wissenschaft und deren Anwendungstechniken unser Verstehen von ‚Welt‘ sowie den praktischen Umgang mit ihr fundamental geprägt. Die ökonomische Rationalität hat eine ökonomische Nutzung und Ausbeutung in Gang gesetzt, die zur heutigen Krise der technisch-industriellen Gesellschaft geführt hat. Rationalitätsstandards definieren Wohlstand und Armut, bedingen entsprechende Migrationsbewegungen und auch die Fundamentalisierung von Religion als Kompensation. Dieses Buch erkennt in der abendländischen Rationalitätsgeschichte einschließlich ihrer Irrationalismen den roten Leitfaden und das Hauptnarrativ der Weltgeschichte und leitet aus ihr konsequent die Entstehung der heutigen Weltgesellschaft ab.

      Die Weltgesellschaft
    • "Etwas rast um den Erdball ..."

      • 222 pages
      • 8 hours of reading

      Die jüngst publizierten Schwarzen Hefte Heideggers und auch der Neufund des Heftes von 1945/46 machen deutlich: Heidegger entwickelt hier eine Theorie der Globalisierung. Diese führt er nicht auf eine jüdische Weltverschwörung zurück – da wäre nur eine »Machenschaft« auf eine andere reduziert –, sondern auf die abendländische Kulturgeschichte selbst. Insbesondere der neuzeitliche Siegeszug des »rechnenden Denkens« habe eine Geschichte des Herrschaftsdenkens und des Expansionismus in Gang gesetzt. Darin sieht Heidegger ab 1934 das Dritte Reich wie auch den Bolschewismus und den Kolonialismus Englands und der USA involviert. Heidegger setzt dem entfesselten Herrschaftsdenken auch nach dem Zweiten Weltkrieg – ihrer »Vernutzung der Erde« und »Verrechnung der Welt« –, die Lehre vom »andren Anfang« der Geschichte entgegen: Eine Kulturpraxis der Schonung und Nachhaltigkeit.

      "Etwas rast um den Erdball ..."
    • Rationalität - eine Weltgeschichte

      Europäische Kulturgeschichte und Globalisierung

      • 412 pages
      • 15 hours of reading

      Die Entwicklung der Rationalität ist eine Erfolgsgeschichte. Denn die Rationalität war und ist der Motor der abendländischen Kultur und der Grund dafür, dass sie in der Neuzeit allen anderen Weltkulturen machtpolitisch überlegen ist. Zwischen dem 8. und 6. Jahrhundert v. Chr. formierte sich das logische Denken gleich auf mehreren Feldern: Durch die Erfindung der philosophischen Wissenschaft, die Geometrisierung des Raumes und der Schlachtordnung, die Berechnung der Zeit, durch die Geldwirtschaft und die neuen Organisationsformen des Politischen wurde Rationalität zum Synonym für Fortschritt. Auch die Begriffe Freiheit und Demokratie gehören in diesen Zusammenhang. Silvio Vietta zeichnet diese Erfolgsgeschichte nach, beschreibt aber auch ihre Gefahren und Kurzschlüsse. In der Konsequenz entwickelt er eine ›andere‹, aisthetisch rückgebundene und reflexive Rationalität, die uns aus den gegenwärtigen Krisen herausführen könnte.

      Rationalität - eine Weltgeschichte
    • Das Buch behandelt die philosophische Kritik Martin Heideggers am Nationalsozialismus und an der Technik, insbesondere ab 1936 in seinen Vorträgen und den »Beiträgen zur Philosophie«. Entgegen verbreiteten Thesen hat sich Heidegger nach einer Phase der Falschen politischen Besetzung seiner Philosophie 1933 von der Bewegung gelöst. Er erkennt den Nationalsozialismus zunehmend als eine Erscheinungsform des Nihilismus, der „Seinsverlassenheit“ und des Herrschaftsdenkens des „Willens zur Macht“. Heideggers subtile Kritik des Nationalsozialismus mündet in eine umfassende Auseinandersetzung mit der neuzeitlichen Technologie, die er als Fortsetzung planetarischen Herrschaftsdenkens und der Ausbeutung der Erde durch den Menschen sieht. Seine Spätphilosophie, die er während des 2. Weltkriegs und in der Aufbauphase der Bundesrepublik Deutschland entwickelt, stellt eine radikale Kritik der „machinalen Ökonomie“ des 20. Jahrhunderts dar. Diese Kritik wird durch die Analyse seiner handschriftlichen Originalmanuskripte und bisher unpubliziertem Material herausgearbeitet. So werden Textstufen sichtbar, die Heideggers Denkweg zur Kritik des Nationalsozialismus und zur modernen Technik dokumentieren.

      Heideggers Kritik am Nationalsozialismus und an der Technik
    • Moderne und Mythos

      • 263 pages
      • 10 hours of reading

      Kann die Moderne noch etwas mit dem Mythos anfangen oder hat sie ihn ad acta gelegt? Die Aufklärung hat den Mythos als naive Erzählung entlarvt, doch mit der ästhetischen Moderne in der Romantik und bei Hölderlin beginnt eine Renaissance des Mythos. Die „Neue Mythologie“ bleibt nicht hinter der analytischen Vernunft zurück; sie strebt an, eine umfassendere, aufgeklärtere Vernunft zu sein. So ist die gesamte literarische Moderne bis in die Gegenwart vom Mythos geprägt, der ein elementares menschliches Bedürfnis nach Deutung und Sinn verkörpert. Die Moderne ist daher ein fortwährender Prozess der Arbeit am Mythos, wobei große Literatur in diesem Sinne mythisch bleibt und auf die kontingente Existenz des Menschen verweist. Gleichzeitig beginnt mit Napoleon eine unheilige Überhöhung des sich selbst ermächtigenden Subjekts und seiner Macht, was auch viele weniger bedeutende literarische Werke betrifft. Hier rückt der moderne Mythos in die Nähe der Ideologie. Kritische Literatur reflektiert diesen Prozess der Bildung von Ersatzmythologien. Moderne und Mythos bilden somit eine ambivalente Geschichte, in der die Notwendigkeit des Mythos mit der Geschichte eines „unheiligen“ Missbrauchs in dieser Epoche verbunden ist.

      Moderne und Mythos