Dieter Henrich was a preeminent German philosopher whose work delved deeply into the history of philosophy and critical theory. His scholarship focused on classical German philosophy, particularly the legacies of Kant and Hegel, and their impact on modern thought. Henrich's analytical approach and emphasis on careful textual engagement left a significant mark on the academic world. His writings explore fundamental questions of knowledge, ethics, and aesthetics with profound intellectual rigor and originality.
Dieter Henrichs Schriften zur Philosophie Kants setzen internationale Standards in der Kant-Interpretation. Er analysiert Kants Argumentation, klärt unklare Aussagen und beleuchtet philosophische Grundfragen. Die beiden Bände behandeln erkenntnistheoretische und ethische Grundlagen sowie die transzendentale Deduktion. Enthalten sind auch unveröffentlichte Texte und ein Nachwort des Autors.
Das internationale Privat- und Verfahrensrecht entwickelt sich rasant. Seit dem 1.8.2022 gilt die bedeutende Brüssel IIb-VO, die unter anderem die neue Anerkennung europäischer Privatscheidungen einführt. Auch die Europäische Zustellungsverordnung, die seit dem 1.7.2022 in Kraft ist, sowie Fragen zum Anwendungsbereich der EuGüVO (z. B. Ehewohnung, Haushaltsgegenstände, Morgengabe) sind aktuelle Themen. Das bewährte FamRZ-Buch bietet eine zuverlässige und prägnante Orientierung im komplexen Normgefüge von Verordnungen, Staatsverträgen und nationalen Regelungen. In den Bereichen Scheidung, Unterhalt, Güterrecht, Versorgungsausgleich und elterliche Sorge/Umgang führt Henrich die Leser sicher zum gewünschten Ziel. Es richtet sich an (Fach-)Anwälte, Notare, Gerichte, Rechtspfleger und Universitäten. Ein Richter am KG beschreibt es als „ein sehr schönes, hervorragendes Nachschlagewerk“, in dem die Materie übersichtlich und konzentriert zusammengetragen und gezielt erläutert wird.
Untersuchungen zur Vorgeschichte des Idealismus. Tübingen - Jena 1790-1794
1740 pages
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Die Rekonstruktion von Dieter Henrich beleuchtet die entscheidende Phase der Rezeption von Kants Denken, die zur Entstehung des Deutschen Idealismus führte. Sie untersucht die Entwicklungen und neuen philosophischen Entwürfe, die in den beiden Jahrzehnten nach Kants Schaffensperiode entstanden sind. Henrichs Analyse gilt als bedeutender Beitrag zur Philosophiegeschichte und verdeutlicht die außergewöhnliche Kreativität dieser Zeit, die einen Wendepunkt in der philosophischen Landschaft darstellt.
Philosophische Betrachtungen zu einem Satz des Evangelisten Johannes
"Henrichs Betrachtung geht von einem Satz des Johannes aus, der nicht nur eine Eigenschaft der christlichen Lebenspartnerschaft hervorheben soll: Dass sie nämlich in ihrem Kern ohne Furcht um sich wird. An dieses Lebensverstehen schließt sich Johannes‘ Liebes-Theologie an. Henrich aber zeigt, wie sich aus seiner Analyse des Selbstbewusstseins als unhintergehbarem Ausgangspunkt ein rein humanes Verstehen der Liebe gewinnen lässt. Wirkliche Lebensbindungen werden freilich zumeist im Fluktuieren zwischen vielen Verstehensarten geschlossen und erlebt. Die Verfahrensart dieser Begründung wird dann selbst zum Thema der Untersuchung"-- Back cover
Dieter Henrich ist weltweit bekannt als Erforscher des deutschen Idealismus und Philosoph der Subjektivität. In Gesprächen mit Matthias Bormuth und Ulrich von Bülow resümiert er die Stationen seines Wegs zur und in der Philosophie, den Gang seines Denkens sowie die Begegnungen mit Lehrern, Zeitgenossen und Weggefährten. Dazu zählen Hans-Georg Gadamer, Martin Heidegger, Theodor W. Adorno, Hilary Putnam oder auch Sergiu Celibidache und Alexander Mitscherlich, der ihm nach einigen Sitzungen bescheinigte, keine Psychoanalyse zu benötigen
Das Werk bietet eine umfassende Analyse und tiefgehende Betrachtung eines spezifischen Themas, wobei es sowohl theoretische als auch praktische Aspekte beleuchtet. Die Autorin oder der Autor integriert fundierte Forschungsergebnisse und aktuelle Entwicklungen, um den Leserinnen und Lesern wertvolle Einsichten zu vermitteln. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Herausforderungen und Chancen, die mit dem Thema verbunden sind. Durch anschauliche Beispiele und klare Erklärungen wird das Verständnis erleichtert und ein breites Publikum angesprochen.
Selbstbewusstsein scheint auf den ersten Blick selbstverständlich, doch bei näherer Betrachtung offenbart es sich als eines der schwierigsten Probleme der Philosophie. Dieter Henrichs Abhandlung „Fichtes ursprüngliche Einsicht“, die vor über fünfzig Jahren erschien, beleuchtet, dass Fichte als erster dieses Problem erfasste und es zum zentralen Thema seines Denkens machte. Der unveränderte Abdruck dieses Textes wird von einer umfangreicheren neuen Folge von Überlegungen begleitet, die Selbstbewusstsein im Rahmen einer philosophischen Grundlegung und die Herausforderungen, die Fichtes Systembildung mit sich brachte, thematisieren. Henrichs Werk kann als Erneuerung von Kants Denkweise betrachtet werden, insbesondere in Bezug auf ein Thema von unbestrittenem philosophischen Gewicht und aus einer Perspektive, die der gegenwärtigen Erfahrungsart entspricht. Die Reflexionen über die Dynamik in Fichtes Systembildungen bieten wertvolle Klärungen. Jürgen Stoltzenberg hebt hervor, dass Henrichs späte Reflexionen für alle, die sich mit klassischer deutscher Philosophie und Fichtes Theorie der Subjektivität beschäftigen, unverzichtbar sind. Manfred Frank betont den Dialog, den Henrich zwischen analytischer und kontinentaler Philosophie über ein zentrales Thema der letzteren geschaffen hat. Jörg Noller sieht in Henrichs neuestem Werk eine vertiefte Auseinandersetzung mit der „Genesis philosophischer Einsichten“ und Fichtes Werk-Werdung.
"Philosophie und Literatur haben eine gemeinsame Geschichte. Die Form, in der ein philosophischer Gedanke mitgeteilt wird, hat stets Bedeutung für seinen Gehalt und Zusammenhang. Dieter Henrich geht in diesem Buch der Entstehung von philosophischen Konzeptionen nach und entwirft damit zugleich das Kernstück einer noch ausstehenden Literaturgeschichte der Philosophie. Im ersten Teil des Buches werden die Entstehung und die Werkidee philosophischer Hauptwerke von Descartes, Kant, Hegel, Wittgenstein und Heidegger analysiert. Oftmals spielen in der Genese solcher Werke exzeptionelle Momente der Einsicht eine wichtige Rolle. In ihnen wird eine Konzeption gefasst, die Grundprobleme des Denkens löst und zugleich eine Orientierung für das Menschenleben erschließt. Der zweite Teil des Buches entfaltet – in kritischer Bezugnahme auf Rorty, Foucault und Quentin Skinner, aber auch auf Hegel – eine alte Frage auf neue Weise: In welchem Sinne müssen philosophische Konzeptionen als Produkte einer Kultur verstanden werden und inwiefern kann von ihnen gesagt werden, dass sie Erkenntnis nicht nur anstreben, sondern wirklich gewinnen? Der Weg zu einer Antwort führt in das Zentrum der Philosophie selbst hinein.
Die Neubearbeitung bringt die Kommentierung des internationalen Verfahrensrechts in Sorgerechtssachen, vor allem bei Kindesentführungen durch Elternteile, auf den neuen Stand. Die Behandlung der Brüssel IIa-Verordnung nimmt besondere Rücksicht auf die bevorstehende Ratifikation des Haager Kinderschutzübereinkommens vom 19.10.1996 durch alle EU-Staaten. Neue Entscheidungen wie die des EuGH vom 27.11.2007 (C-435/06) oder vom 2.4.2009 (C-523/07) und wichtige Literatur werden ausführlich gewürdigt.
Mit dem Leopold-Lucas-Preis des Jahres 2008 wurde Dieter Henrich ausgezeichnet. Seine Untersuchung geht von der Grundsituation des Menschen in einem Leben aus, das er bewusst führen muss. Sie erklärt, was eine Sammlung dieses Lebens bedeutet, wenn jede Hoffnung auf ein anderes Leben ihre Gewissheit verloren hat. Aus dieser Situation ergibt sich ein Gegensatz zwischen der Erfahrung einer unaufhebbaren Bedeutung des endlichen und hinfälligen Lebens und einer nihilistischen Erfahrung, die sich in eine Praxis der Demonstration der Belanglosigkeit des Lebens umwandeln kann. Diese Praxis hat sich in den Vernichtungslagern der SS als übermächtige Institution etabliert. Deren Opfer konnten dennoch auf dem Wege zur Sammlung ihres Lebens von den Zielen dieser Praxis nicht erreicht werden; denn die Sammlung bleibt den Motiven, die sich im Erniedrigungsversuch auswirken, inkommensurabel überlegen. Dieter Henrich entwickelt philosophische Implikationen, die eine solche Sammlung ausmachen. Zudem zeigt er Gründe für die Schwächen der Gedenkkultur in Deutschland auf.
Menschen haben ihr Leben aus dem Wissen von sich zu führen. Dieses Selbstbewußtsein im elementaren Sinne läßt sich auf keine andere Tatsache zurückführen. Es ist aber mit zahlreichen intelligenten Leistungen verbunden, die in ihm wie in einem Zentralpunkt miteinander verflochten sind. Darum kann die Philosophie aus dem Selbstverhältnis eine Perspektive auf viele ihrer Grundprobleme gewinnen. Dieter Henrich, der wie kein anderer Philosoph der Gegenwart das Selbstbewußtsein systematisch und historisch zu seinem Leitthema gemacht hat, hat diese grundlegende Fragestellung in seinen Weimarer Vorlesungen entfaltet, die ebenso konzise wie anschaulich ein Spektrum der eröffneten Fragehorizonte entwickeln. Entstanden ist ein Buch, das deutlich werden läßt, inwiefern das Selbstbewußtsein überraschende Perspektiven auf zentrale philosophische Fragen eröffnet, und das wichtige Teilbereiche von Dieter Henrichs Philosophie enthält.
Die Philosophie ist nicht nur eine unter vielen wissenschaftlichen Disziplinen, sondern darüber hinaus, wie die Literatur und die Kunst, entscheidend für das, was die Kultur eines Landes ausmacht. Diese eigentümliche Zwitterstellung der Philosophie ist darin begründet, daß es ihre ureigenste Aufgabe ist, an den Grenzen der Möglichkeit wissenschaftlicher Erkenntnis den Gründen für die Lebensführung des Menschen nachzugehen. Es geht der Philosophie daher immer auch um zentrale Fragen der menschlichen Kultur. Diese notwendig offene Position versieht die Philosophie mit einer besonderen Sensibilität für Veränderungen und Krisen in der Kultur eines Landes. Die Philosophie ist ein analytischer Seismograph. Dieter Henrichs meisterhafte Aufsätze sind Versuche historischer wie systematischer Positionsbestimmungen der Philosophie. Entstanden ist ein Band, der nicht nur die Geschichte der Nachkriegsphilosophie in nuce faßt, sondern auch Schlaglichter auf die Kulturtheorie und die aktuelle Bildungspolitik wirft.
Dieter Henrich hat sich seit den sechziger Jahren darum bemüht, zusammen mit einer Theorie der Subjektivität eine Theorie der Kunst auszuarbeiten. In diesem Band sind Texte zusammengeführt, die Stationen auf diesem Weg und zugleich Orientierungspunkte für die Kunsttheorie in ihrer Durchführung markieren. Am Anfang steht eine Abhandlung über Subjektivität und Kunst , welche die Grundzüge der Theorie entfaltet. Es folgen vier einflußreiche, aber zum Teil noch unveröffentlichte Abhandlungen, die im Anschluß an eine Auslegung der Systematik von Hegels Ästhetik die Grundzüge einer Diagnose der Lage der Kunst in der Moderne ausbilden. Der Band enthält zudem eine Reihe von Essays, unter anderem über Richard Wagner, über Samuel Beckett, über Ernst Gombrich und über einige besondere Aspekte der Grundlagen und der Gehalte einer Theorie der Kunst.
Electrifying when first delivered in 1973, legendary in the years since, Dieter Henrich's lectures on German Idealism were the first contact a major German philosopher had made with an American audience since the onset of World War II. They remain one of the most eloquent explanations and interpretations of classical German philosophy and of the way it relates to the concerns of contemporary philosophy. Thanks to the editorial work of David Pacini, the lectures appear here with annotations linking them to editions of the masterworks of German philosophy as they are now available. Henrich describes the movement that led from Kant to Hegel, beginning with an interpretation of the structure and tensions of Kant's system. He locates the Kantian movement and revival of Spinoza, as sketched by F. H. Jacobi, in the intellectual conditions of the time and in the philosophical motivations of modern thought. Providing extensive analysis of the various versions of Fichte's Science of Knowledge, Henrich brings into view a constellation of problems that illuminate the accomplishments of the founders of Romanticism, Novalis and Friedrich Schlegel, and of the poet Hlderlin's original philosophy. He concludes with an interpretation of the basic design of Hegel's system.
Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche/IPR Einleitung zum IPR, Art 3-6 EGBGB; Anhang zu Art 4 EGBGB: Länderberichte zum Renvoi und zur Unteranknüpfung bei Mehrrechtsstaaten; Anhang zu Art 5 EGBFB: Das internationale Flüchtlingsrecht; Anhang zu Art 6 EGBGB: Vergeltungsrecht
Noch immer bewegen sich die Debatten um die Zukunft Deutschlands vor allem auf tagespolitischer Ebene. Dieser Auseinandersetzung eine praktisch-philosophische Dimension zu geben, ist das Ziel der hier versammelten Arbeiten von Dieter Heinrich. Den Deutschen hat sich nämlich nach vierzig Jahren der Stagnation, so der Autor, eine kaum noch erhoffte Zukunft erschlossen. »Nun muß sie in sehr kurzer Zeit soweit wie möglich gesichert und auf ein Fundament gestellt werden, das sich auf absehbare Zeit hin als tragfähig erweist – als der beste Grund, der in solcher Situation zu erreichen war, und gefeit gegen Fehlentwicklungen, deren Möglichkeit die historische Erfahrung niemand vergessen lassen wird.« Diese Fundamentierung unternimmt der Autor, indem er den Gestaltwandel im Vereinigungsprozeß, den Profilwandel der Nation und die Bewußtseinslage nach der Vereinigung untersucht. Sein Fazit lautet: »Eine republikanische Verfassung und eine im Profil der Nation angelegte Lebenspraxis und Kultur haben die große Freiheitsaussicht, in der einen Republik Deutschland zusammengeführt zu werden.«
»Ihrem eigentlichen Begriff nach hat sich die Philosophie auf die Verwirrung des Lebens einzulassen … Das eigentliche Bemühen und die Denkanstrengungen der Philosophie gehen dann aber weiter darauf, all das, was sich im Leben und in den Verständigungen, die in es eingreifen, verwirrt und verfehlt, aufzunehmen und über seine Implikationen und Möglichkeiten aufzuklären, um es sodann zusammenzuführen in einem aus Gedanken klar gewordenen Konzept von einem möglichen Leben.« Diese beiden Aussagen von Dieter Henrich beschreiben in nuce die Charakteristika der hier vorgelegten Arbeiten: zum einen sind es »Interventionen«, Einmischungen in die die Gegenwart bewegenden Fragen; zum anderen bieten sie Konzepte, sowohl als Konzeptionen für das Denken wie auch als Erkundungen für die Möglichkeiten eines bewußten Lebens in der Moderne und unter den Bedrohungen unserer Zeit.
Der Größe von Hölderlins Dichtung entspricht sein Rang als Philosoph »Andenken«, eines seiner vollkommensten Gedichte, wird als Werk und zugleich als Dokument von Hölderlins Denken erschlossen.
Die folgenden Texte betreffen allesamt die Theorieversuche über Selbstverhältnisse, welche die klassische deutsche Philosophie entwickelt hat. Sie gehen auch allesamt darauf aus, diese Theorieversuche aus ihren Prämissen neu aufzubauen und ihre Begründungen nicht allein von den Argumenten abhängig sein zu lassen, die sich in den Werken der klassischen Philosophie finden.
Fluchtlinien legen fest, in welcher Ordnung Gebäude aufgeführt werden müßten, damit sie zusammenstimmen und Raum für die Bewegung des Lebens öffnen. ›Fluchtlinien‹ kann man auch die Wege nennen, auf denen sich Menschen vor einer Bedrohung, die sie nicht aushaken können, zu retten versuchen. Die in diesem Band enthaltenen Texte Dieter Henrichs, die alle im Jahr 1981 entstanden sind, wollen Grundzüge einer Gedankenfolge gewinnen, mit der philosophisches Denken in Übereinstimmung mit bewußtem Leben m der Gegenwart kommen kann und mit der sich die theoretischen Ausflüchte meiden lassen, die dieses Leben in Verstellungen zwingen.
In diesem bereits klassischen Band zeigt Dieter Henrich, was es heißt, das Ganze von Hegels Denken durch präzise Einzelstudien zu erschließen. Nicht der philosophiegeschichtliche Überblick, sondern die genaue Analyse historischer Konstellationen und die schrittweise Rekonstruktion zentraler Argumente erweisen sich hier als Königsweg zum Verständnis des Philosophen. Dabei führt Henrich auf folgenreiche Weise begriffliche Mittel der angloamerikanischen analytischen Philosophie in die Interpretation Hegels ein und antizipiert die Ansätze seiner eigenen späteren großen Projekte zur Konstellationsforschung. Die Neuausgabe mit einem neuen Nachwort des Autors macht die mehrfach aufgelegten, nun aber lange vergriffenen Studien wieder zugänglich. Zwischen Hölderlin und Marx, zwischen Hegels Tübinger Anfängen und der Ausarbeitung des Systems eröffnen sie Zugänge zu Hegels Texten und ihren Kontexten, die wegweisend bleiben. Bei aller historischen Akribie verlieren sie doch niemals ihre eigentliche Absicht aus den Augen: deutlich werden zu lassen, »was eigentlich vorgeht in Hegels Denken«.