Die Militärstrategie Deutschlands 1940 - 1945. Führungsentschlüsse, Hintergründe, Alternativen.
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Es ist schwierig, Stalingrad anders als unter dem Aspekt der menschlichen Tragödie zu betrachten, nachdem der Untergang der deutschen 6. Armee sich bereits sogar im Spielfilm in Köpfe und Herzen der Betrachter eingebrannt hat. Der renommierte Wiener Autor hat den Mut zu einer unvoreingenommenen Analyse und bringt erstmals Licht in die genauen Entscheidungsabläufe auf der deutschen und der sowjetischen Seite. Zudem bettet der das „Schlachtfeld Stalingrad“ in das gesamte Kriegsgeschehen ein und läßt die Zusammenhänge zu den anderen heftig umkämpften Fronten in einer bislang nie dagewesenen Faktendichte sichtbar werden. Zahlreiche detaillierte Lagekarten machen das Geschehen zusätzlich transparent. Ergab die menschliche Tragödie des Untergangs der 6. Armee einen militärischen Sinn durch die Bindung von sechs sowjetischen Armeen? Der Autor erweist sich als glänzender Sachkenner und kluger Analytiker, der dem verzerrten Bild von angeblich sinnlosem und starrsinnigem Verhalten der deutschen Führung einen Entwurf der deutschen strategischen Ziele und der praktischen Erfolge und Mißerfolge gegenüberstellt.
Ein Brite und ein Deutscher, beide Militärhistoriker, analysieren die bedeutendsten Luftlandeoperationen der Geschichte auf eine erfrischend undogmatische Weise, was zu überraschenden Ergebnissen führt. Die Kombination der britischen und deutschen Perspektiven macht den Vergleich besonders spannend. Die Studie zur Schlacht von Arnheim im Herbst 1944 des britischen Historikers Arnold Harvey ist die aktuellste anglo-amerikanische Analyse zu diesem Thema. Arnheim war die größte und ambitionierteste Luftlandeoperation des Zweiten Weltkriegs. Taktisch gesehen war es ein Sieg der Alliierten, die tief in die deutsche Verteidigung eindringen konnten, doch strategisch endete die Operation für sie als Niederlage. Trotz der Überlegenheit der Deutschen und des Mutes der britischen Soldaten konnte kein Sieg errungen werden. Eine weitere bedeutende Luftlandeoperation war die Schlacht um Kreta 1941, die von Generalleutnant a. D. Franz Uhle-Wettler aus deutscher Sicht beleuchtet wird. Er verdeutlicht, warum der Vergleich dieser beiden Schlachten nach wie vor relevant ist. Uhle-Wettler betrachtet nicht nur die militärischen Ereignisse, sondern hinterfragt auch die Ursachen der deutschen Siege und was allgemein als Grundlage militärischer Erfolge angesehen werden kann.
Zum erweiterten Verständnis von Sicherheit
Trends und Alternativen
Hochbrisante russische Akten, die erstmals freigegeben wurden, ermöglichen jetzt eine neue Bewertung der Schlacht um Moskau 1941. Während die Generale Moskau im Direktangriff nehmen wollen, plädiert Hitler dafür, erst die Nord- und Südflanke vor dem Schlußangriff auf Moskau freizuschlagen. Unter den verschiedenen operativen Vorstellungen leidet die Gesamtstoßkraft. Doch die deutschen Landser leisten Übermenschliches. Das Schicksal schlägt ihnen den greifbar nahen Sieg - der die Lage gewendet und vielleicht sogar die USA vom Kriegseintritt abgeschreckt hätte - durch das Einsetzen der Schlammperiode aus der Hand.