\"Wir sind Weiße und wollen Weiße bleiben\"
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"In der Kolonialzeit waren Vorläufer und Hauptträger des Schulwesens in der Bildung und Erziehung der eingeborenen Bevölkerung die Missionsgesellschaften. Die Missionare hatten sich immer und überall intensiv mit ihren Sprachen beschäftigt, sie in mühsamer und zeitraubender Arbeit aufgenommen und verschriftlicht. Denn ihnen war es sehr wichtig, die Bibel und sonstiges religiöses Schrifttum in der Sprache des zu missionierenden Volkes zu übermitteln und sie darin zu unterweisen. Die Einrichtung von Schulen in den Schutzgebieten des Deutschen Reichs bildete einen Kernpunkt der Missionstätigkeit und der Kolonialpolitik. Neben der Hebung der Kultur der Eingeborenen im Sinn einer „Zivilisierung" und der Erzeugung loyaler Untertanen war die Schulausbildung auf das Erlernen der deutschen Sprache fokussiert. Sowohl die Missionen als auch die Verwaltungen der Schutzgebiete hatten ein lebhaftes Interesse an Eingeborenen mit einer gewissen Schulbildung für ihre vielfältigen Aufgabenbereiche." -- Page 4 of cover
Der Steyler Missionar Josef Büttgens war dank seiner zahlreichen Talente ungewöhnlich vielseitig tätig. Als junger Ordenspriester stand er Arnold Janssen, dem Gründer des Missionsinstituts, als Privatsekretär bei, wirkte anschließend in Italien und in Mosambik, bis er zum ersten Oberen der Neugründung St. Augustin ernannt wurde. Nach einem Studium der Malerei und Bildhauerei wurde er Leiter einer Kunstwerkstatt und übernahm die Ausstattung zahlreicher Kirchen der Steyler Missionare, aber auch von Kirchenbauten außerhalb des Ordens. Ein Hauptwerk war dabei die Ausmalung der Kirche von St. Augustin und später von Kirchen in Indien und Brasilien. Das hier vorgelegte Buch möchte einen möglichst umfassenden Einblick in Leben und Werk dieser Künstlerpersönlichkeit geben und zugleich an ein hochverdientes Mitglied der Steyler Missionsgesellschaft erinnern.
Marzell(us) van de Haterd, in Neuß geboren und als Niederländer vom deutschen Militärdienst befreit, oblag nach dem Abitur in Steyl am St.-Michaels-Gymnasium der Steyler Missionsgesellschaft zunächst dem Theologiestudium in St. Augustin, dann kriegsbedingt am Priesterseminar in Fulda. Von dort organisierte er einen Informationsdienst mit seinen im Feld stehenden Kurskollegen. Nach einer schweren Erkrankung verließ er die SVD und ließ sich in den Klerus der Erzdiözese Freiburg eingliedern. Dank seiner Ausbildung bei den Steylern missionarisch geprägt, baute er als Pfarrer ein Hilfswerk zur Unterstützung der Mission in Indien auf, die er persönlich kennengelernt hatte. Das hier vorgelegte Buch möchte einen möglichst umfassenden Einblick in Leben und Wirken einer außerordentlichen Persönlichkeit geben und zugleich an