Die 'Gespräche' sind die verlässlichste Quellschrift der wirkungsmächtigen Lehre des berühmten chinesischen Philosophen Kungfutse. In den Jahrhunderten nach seinem Tod von seinen ergebenen Schülern aufgezeichnet, enthalten sie die Essenz seines Denkens: Geist und Herz gleichermaßen müssen von den fünf Grundtugenden Menschlichkeit, Rechtschaffenheit, Schicklichkeit, Weisheit und Loyalität durchdrungen sein, damit das Leben des Menschen in Harmonie mit dem großen Ganzen gelingt.
Die Zusammenstellung moderner chinesischer Lyrik, erstmals auf Deutsch, dokumentiert den Einfluss der westlichen Kultur und die Neubewertung klassischer Traditionen auf die Entwicklung der Lyrik seit dem späten 19. Jahrhundert. Sie reflektiert den langen Kampf der neuen Lyrik gegen eine über zweieinhalb Jahrtausende alte Tradition.
Diese Anthologie präsentiert unveröffentlichte chinesische Gegenwartslyrik in deutscher Übersetzung von Wolfgang Kubin und Gao Hong. Sie ermöglicht einen ersten Einblick in die Werke bedeutender zeitgenössischer Poeten Chinas, deren vielfältige Stile und Themen schnell Vertrauen gewinnen und das Publikum überraschen.
Wolfgang Kubin, emeritierter Professor der Universität Bonn, bleibt als Professor auf Lebenszeit aktiv. Nach acht Jahren in Peking und seiner Tätigkeit an der Shantou University spielt Fußball weiterhin eine zentrale Rolle in seinem Leben und Wirken.
Die Erzälung dieses Bandes handelt vom Emsland, von Kentucky und von Südchina. Ihr Thema ist gemäß dem Yijing (I Ging) das Gesetz der Wandlung. „Wer damals im Anblick einer weißen Bluse vom Index Sex sprach, ist heute lange schon tot, als habe sich deren Bild einem Tumor gleich in sein Gehirn hineingefressen. Und auch ihr erster Liebhaber lebt längst nicht mehr. Vielleicht hatte er zu viel an ihre weiße Bluse gedacht, als er mit seinem schwarzen Wagen zwischen zwei sich schließenden Eisenbahnschranken endete. Mag sein letztes Bild ein offener Knopf gewesen sein, so wäre sein früher Tod möglicherweise ein seliger gewesen. So also begann die neue Geschichte von Herrn Niemand mit der Farbe Weiß, ohne daß er darum besonders gewußt hätte. Und sie endete mit dem Wörtchen „und“, bevor er darüber überhaupt nachdenken konnte. Denn da hatte sich unversehens Schwarz eingenistet, die linde Farbe der Schwäne.“
Wie wird aus einem unbedarften Theologen ein weltberühmter Sinologe? Wolfgang Kubin berichtet selbstkritisch und humorvoll von seinem Weg aus dem Emsland und Münsterland nach Kyoto und Peking. Aus seinen Niederlagen wurden zwar keine Siege, aber sein Studium der Japanologie in Wien, der Philosophie in Bochum und der Germanistik wie Sinologie im Ruhrpott erlösten ihn von seiner theologischen Enttäuschung an der Universität Münster. Aus einem evangelischen Pfarrer in spe wurde de facto ein Wissenschaftler, ein Übersetzer und ein Schriftsteller. Nach der Jugend in der Lüneburger Heide und an der holländischen Grenze (Band 1) stehen nun die Studienjahre an: Der Weg nach Ostasien beginnt Form anzunehmen.
Der Sinologe, Übersetzer und Lyriker Wolfgang Kubin verfasste 102 Sonette, die gebunden an seine neue Wahlheimat, das Rheinland, Geschichte und Landschaft neu entwerfen. Natürlich kommen seine seelische Heimat Wien und seine geistige Heimat China nicht zu kurz. Thema ist überall das Leben in poetischen, weil schwierigen Nächten, da dies neue Werk Gestalt gewann. Wichtigste Leitmotive sind der Ennert, Meidling, Franz Kafka, Nikolaus von Kues und Georg Trakl.
1985 war ein Schicksalsjahr im Leben von Wolfgang Kubin. Er wurde vorerst als Professor für Chinesisch, dann für Sinologie an die Universität Bonn berufen. Er verließ das geliebte Berlin und zog ins Rheinland, das ihm schnell ans Herz wuchs, so dass er es nie mehr verlassen wird. Bd. 4 schildert den beruflichen Werdegang, die Geburt der Kinder, den Bau eines Hauses und die Vorbereitung auf die kommenden chinesischen Jahre, die jedoch keinen Abschied bedeuteten, sondern nur ein Zwischenspiel.
In diesem Buch schlägt Wolfgang Kubin einen neuen Ton an. Er erzählt die alten Geschichten von Liebe und Tod philosophisch neu, die sich zwischen Berlin, Hongkong, Seoul, Kuala Lumpur und Peking auf Konfuzius und Platon berufen. Dies ist nach drei Erzählungen und einem Band mit Essays sein sechster Gedichtband. Er wurde zwischen 2008 und 2010 geschrieben. Sein Ausgangspunkt ist der Ruf der Zikade in den Bergen bei Taipeh. Wolfgang Kubin (geb. 1945 in Celle) ist Sinologe, Übersetzer und Schriftsteller. Er arbeitet derzeit als Senior Professor in Peking, lebt ansonsten in Bonn und Wien.
Wenn ich eine Form behaupte, die ich nicht strikt einhalte, was soll dann ihr Name sein? Eine Orientierung. Alles braucht einen, wenn auch flüchtigen Halt, selbst wenn dieser brüchig wird. Ich habe mich an Balladen, Hymnen, Sonetten und Elegien versucht. Nun widme ich mich den Oden und danach erneut den Elegien. Das griechische Wort Ode bedeutet zunächst Lied, es war Gesang ohne Endreim und nach strenger Metrik verfasst. Ich liebe den Stabreim; somit sind alle meine Gedichte gereimt, selbst die freien Verse. Typisch für die Ode ist das Lob von etwas Konkretem, wie dem Preis der Bülbüls von Swatow, wo ich lebe. Auch die Bauhinien, die Orchideenbäume, werden besungen, die ihre farbigen Blätter auf den Wegen der Universität Shantou fallen lassen. In der chinesischen Literatur gab es bereits Vorläufer für das Besingen schöner Dinge, während die Elegie als Klagelied gilt, in dem Ideal und Wirklichkeit auseinanderfallen. Hier zeigt sich eine Verwandtschaft der Thematik: Wein, Tod, Krieg und Leid. Die Oden thematisieren die Vogelgärten der Universität, während die Elegien Traurigkeit und das Schicksal junger Mädchen behandeln. Diese Texte entstanden zwischen September 2021 und Pfingsten 2022 und spiegeln die leidmütige Geschichte sowie die lebhafte Gegenwart wider. Sie sind chronologisch angeordnet und entstanden vor dem Hintergrund von Corona. Jede Strophe verlangte ihre tiefe Nacht vor dem zeitigen Morgen.
Der konservative und überzeugte evangelische Christ Wolfgang Kubin geht an eine Rote Universität. Nach West-Berlin, an die rote Freie Universität Berlin. Er wurde gewarnt. Dein Untergang ist vorbereitet. Doch selbst das damalige West-Deutschland wollte ihn zuvor keinesfalls. Er sei zu revolutionär! Als protestantischer Christ? Hoffentlich! Im katholischen Rheinland, seiner letzten Heimat nach dem müden Wien und dem erschlaffenden Berlin. Bonn und Wien: der tägliche Herzschmerz von: Was wollen wir in unserem Leidmut von Versagen und Schluchzen? Nur Weinen wie in Wien, der Hauptstadt des Antisemitismus?
China blickt auf eine etwa 9.000 Jahre Zivilisation zurück, davon sind fast 4.000 Jahre durch Schriftzeugnisse belegt. Die Geschichte der chinesischen Literatur , die bislang umfassendste Darstellung der etwa 3.000-jährigen Literaturgeschichte, stellt jedes literarische Genre in seiner historischen Entwicklung von den Anfängen bis zur Gegenwart vor. Namhafte Fachgelehrte entwerfen ein Panorama der längsten lebendigen literarischen Tradition der Menschheit. Sieben Bände widmen sich einzelnen Gattungen, eine Bibliographie zur chinesischen Literatur in deutscher Sprache, in Biographisches Handbuch chinesischer Schriftsteller und ein Registerband schließen das Werk ab.
Ein unterhaltsamer Blick in Werkstätten, Freundschaften und Impulse. China, Übersetzungen, Lehrtätigkeit und regionale Literaturpflege im Rheinland als Themen bieten einen Einblick in den Alltag umtriebiger und ausgezeichneter Schriftsteller und Lehrer. Wolfgang Kubin ist Schriftsteller, Übersetzer, Universitätsprofessor in Bonn und an verschiedenen chinesischen Universitäten. Ulrich Bergmann war Lehrer und ist Schriftsteller und Mitarbeiter mehrerer Literatur-Magazine. Außerdem leitet er Universitätskurse und Literaturwerkstätten
Wolfgang Kubin thematisiert die Begegnung von Mann und Frau und die komplexen Beziehungen zwischen Eltern und Kindern. Er beleuchtet den Verlust von Kindern und hinterfragt die gängigen Vorstellungen, dass Väter Zerstörer und Mütter Bewahrer des Lebens sind.
Warum sind chinesische Studenten weltweit so erfolgreich? Warum wird China in einigen Jahren Weltmacht Nr. 1 sein? Die Antwort geben diese zwei klassischen konfuzianischen Texte, aus denen die herausragende Rolle des Lernens für den Einzelnen und die Gesellschaft deutlich wird: Sowohl beim Erwerb des Wissens als auch in der praktischen Umsetzung kommt es darauf an, das rechte Maß zu kennen und im Gleichgewicht zu sein.