Die Stadt in der Literatur
- 123 pages
- 5 hours of reading




Wer die mittelalterliche Stadtbaugeschichte aus kunsthistorischer Sicht kennenlernen möchte, der sollte zu diesem handlichen Band greifen. Cord Meckseper zeichnet die wichtigsten Entwicklungslinien nach und nutz dabei auch die Ergebnisse von Historikern, Mittelalterarchäologen und Siedlungsgeographen. Er wendet sich zunächst dem städtischen Gesamtaufbau zu und verfolgt die Veränderungen des Stadtgrundrisses durch die Jahrhunderte. Die Städte der Kelten und Römer werden knapp skizziert. Im Zentrum des Interesses steht dann die Stadt zur Zeit der Franken, Ottonen, Salier und Staufer. Ein Ausblick auf die Erweiterungen der Städte im Hoch- und Spätmittelalter beschließt die Chronologie. Der zweite Teil des Bandes ist der Architektur der Stadt in ihren Einzelbauwerken gewidmet, wozu neben Befestigungen, Wohnbauten und Kirchen auch Gebäude mit Sonderfunktionen gehören, so z.°B. Wirtschaftsbauten, Ratshäuser, Schulen und technische Anlagen. Die Darstellung wird durchgängig von signifikanten Beispielen sowie Plänen, Aufrissen, Schnitten und Rekonstruktionszeichnungen begleitet.
Karl der Große war eine europäische Gestalt – und unser Kontinent gewann Gestalt durch ihn und seine Herrschaft. Die fast 50 Aufsätze dieses Bandes entfalten nahezu alle Facetten karolingischer Macht und Geschichte. Die Herrschaftspraxis Karls, seine Reisetätigkeit, die Pfalzen und Paläste werden ebenso beschrieben wie die diplomatischen Beziehungen des karolingischen Hofes und dessen innere Struktur. Dimensionen, Grenzen und Kerngebiete des fränkischen Herrschaftsbereiches werden ausgelotet, ebenso ein über Jahrhunderte zentrales Problem mittelalterlicher Geschichte in seinen Anfängen betrachtet: das Verhältnis von Staat und Kirche. Karls Frömmigkeit und die seiner Epoche ist ein weiteres Thema. Der Tod des Kaisers 814 markierte einen Einschnitt in der Geschichte des frühen Mittelalters – und machte Platz für den Mythos von Karl dem Großen, dem Vater Europas.
German