Napoleon III.
- 311 pages
- 11 hours of reading






Waterloo - keine andere Schlacht der Weltgeschichte ist so sprichwörtlich geworden wie jenes Debakel in einem Dorf südlich von Brüssel, das Napoleons Schicksal endgültig besiegelte. Zum 200. Jahrestag erzählt Johannes Willms noch einmal die Vorgeschichte und den dramatischen Verlauf der Schlacht. Lebendig und dicht geschrieben, ist sein Buch nicht nur für Liebhaber der Militärgeschichte eine mitreißende Lektüre. Lange Zeit schien Napoleon unbesiegbar zu sein. Doch im Juni 1815 kämpft der Kaiser um sein politisches Überleben. Von Elba zurückgekehrt, hat er sich in den berühmten „100 Tagen“ zwar erneut in Windeseile in Frankreich an die Macht gebracht, doch noch muss er die gegnerische Koalition zerschlagen und ihren Truppen eine empfindliche Niederlage beibringen. Im Lager seiner Feinde warten auch der britische Herzog von Wellington und der preußische Marschall Blücher auf ihre historische Stunde. Im Morgengrauen des 18. Juni ist es soweit. Napoleons letzte Schlacht beginnt.
Charles de Gaulle hat der Geschichte Frankreichs stärker den Stempel aufgedrückt als jeder andere. Der Mann, der kompromisslos vom Londoner Exil aus das „Freie Frankreich“ behauptete, seinem Land 1958 eine neue Verfassung gab und die Kolonien in die Unabhängigkeit entließ, hielt zugleich eisern an überlebten Ideen von „grandeur“ fest, die Frankreichs Blick auf die Wirklichkeit verzerren. Johannes Willms zeigt in seiner Biographie Größe und Grenzen des Generals, der laut Umfragen 70 Prozent seiner Landsleute als größter Franzose aller Zeiten gilt. Im Sommer 1940 liegt Frankreich am Boden. Hitlers Armeen haben das Land überrannt, die Mehrheit der Franzosen arrangiert sich mit der Besatzungsmacht und dem Vichy-Regime unter Marschall Pétain. Doch in seinem Londoner Exil arbeitet ein Mann völlig unbeeindruckt für die Auferstehung Frankreichs, der so gut wie nichts vorzuweisen hat: kein Land, kein Geld und keine Truppen. Charles de Gaulle wird der „Retter“ Frankreichs werden - und der Schöpfer eines Mythos, den die meisten Franzosen bis heute für die historische Wahrheit halten.
Frankreichs letzter Kaiser
Johannes Willms entwirft in seiner Biographie Napoleons III. anlässlich seines 200. Geburtstags ein ausgewogenes Bild dieser bedeutenden Persönlichkeit der französischen und europäischen Geschichte. Napoleon III. war eine komplexe Herrscherfigur, die die Gewohnheiten eines Abenteurers und Verschwörers beibehielt. Er war sowohl Träumer als auch Realist, naiv und zugleich verschlagen. Mit seinen weitreichenden politischen Entwürfen war er seiner Zeit oft voraus, was ihn jedoch blind für die realen Gefahren machte, insbesondere in der Außenpolitik. Diese Blindheit wurde ihm zum Verhängnis, als er ab September 1862 mit Bismarck einem überlegenen Gegner gegenüberstand. Wie sein Onkel Napoleon verlor auch er seinen Thron durch eine Niederlage in der Schlacht von Sedan, nach der er am 4. September in preußische Gefangenschaft geriet. Am 9. Januar 1873 starb er im Exil in England, von wo aus er einst aufgebrochen war, um die Macht in Frankreich zu erobern. Der schmachvolle Untergang des Zweiten Kaiserreichs hat das Urteil über Napoleon III. lange negativ beeinflusst und die bedeutenden Verdienste seines Regimes überschattet, das die Grundlagen für eine umfassende Modernisierung Frankreichs schuf und den ständigen Wechsel von Reaktion und Revolution beendete, der die Geschichte des Landes seit Ludwig XVI. prägte.
„VON GOTTES GNADEN“ – DAS MERKWÜRDIGE LEBEN DES SONNENKÖNIGS ist das letzte Werk von Johannes Willms, einem der bedeutendsten deutschen Historiker zur Geschichte Frankreichs. Mit einer beeindruckenden Vielzahl an Publikationen, darunter Werke über Paris, die Französische Revolution sowie Biographien berühmter Persönlichkeiten, schließt Willms seine Trilogie über die „großen“ Franzosen mit einer grandiosen Biographie von Louis XIV. ab. Der „Sonnenkönig“ war eine prägende Figur der französischen Geschichte, die den Absolutismus begründete und mit dem Bau von Versailles neue Maßstäbe für Pracht und Macht setzte. Er führte 30 Kriege, um seinen Ruhm zu mehren, was letztlich zu Frankreichs Bankrott führte. Willms bietet in diesem Buch ein faszinierendes Portrait eines Mannes, dessen berühmter Satz „L’état c’est moi“ bis heute nachhallt. Zudem gewährt er Einblicke in das höfische Leben am prunkvollen Schloss Versailles, das zum Symbol für Louis XIV.s Prachtentfaltung wurde. Dieses letzte Buch von Willms ist ein unverzichtbarer Beitrag zum Verständnis eines der mächtigsten Monarchen Europas und dessen Einfluss auf das nationale Selbstverständnis Frankreichs.
„Die Sprache ist dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen“ - so ließ der wohl berühmteste Diplomat der Weltgeschichte einmal den spanischen Gesandten wissen, als dieser ihn an ein nicht eingehaltenes Versprechen erinnerte. Johannes Willms geht in seinem neuen Buch dem rätselhaften Genie jenes Mannes nach, der es mit unnachahmlicher Geschmeidigkeit verstand, in sechs verschiedenen Regimen sechsmal eine führende Rolle einzunehmen und das vollständig besiegte Frankreich ohne die geringste Gebietsabtretung durch den Wiener Kongreß zu lotsen.
Napoleon I (1769–1821), General, Konsul und Kaiser der Franzosen, prägte wie kein anderer die Geschichte Frankreichs und Europas. Friedrich Nietzsche charakterisierte ihn als »Synthesis von Unmensch und Übermensch«. Dieses Urteil beschreibt die ganze Bandbreite der Wertungen, die Napoleon in den letzten 200 Jahren erfahren hat. Eindrucksvoll deckt Johannes Willms, einer der besten Napoleon-Kenner, die Voraussetzungen und Gründe für das stete Gegeneinander von Bewunderung und Ablehnung im Urteil von Person und Handeln dieses Machtmenschen auf. Eingehend schildert er, wie es Napoleon gelang, seinen eigenen Mythos zu entwickeln, der ihm die Macht in Frankreich wie auch Europa verschaffte und der erst mit seinem Scheitern 1815 zerstört wurde. Tatsächlich jedoch wurde die Verbannung, in der Napoleon bis 1821 lebte, dazu genutzt, diesen Mythos neu zu formen und zukunftsfähig zu machen. Eine überraschende und einzigartige »Biographie« der postumen Karriere Napoleons.
Ein Leben wie ein Roman, voller Hoffnungen und Träume. Ruhm, Geld und Liebe, all das schien für Balzac immer in Reichweite zu sein, blieb ihm aber doch zeitlebens verwehrt. Der ausgewiesene Biograph Johannes Willms schildert mit Verve, was Balzac umtrieb, im Leben wie in der Kunst.
Ob die Französische Revolution denn ein Erfolg gewesen sei, erkundigte sich Henry Kissinger einmal bei Chinas kommunistischem Premierminister Zhou Enlai. „Zu früh, um das zu beurteilen“, lautete die berühmte Antwort. Mit dem Sturm auf die Bastille im Juli 1789 nahm eine Revolution ihren Anfang, die eine ganze Welt aus den Angeln heben sollte. Die scheinbar ewige Ordnung des Ancien régime brach krachend zusammen, ein König von Gottes Gnaden flüchtete und endete auf der Guillotine, radikale Revolutionäre wie Danton und Robespierre übernahmen die Macht, rasch geriet alles in einen Rausch aus Tugend und Terror mit Tausenden von Toten, bis die Revolution ihre Kinder fraß und am Ende ein siegreicher General das Heft in die Hand nahm. In kaum zehn Jahren, die zu den intensivsten der Weltgeschichte gehören, wurde das Tor zu einem neuen Zeitalter weit aufgestoßen. Johannes Willms, einer der besten Kenner der Revolutionsepoche, schildert, erklärt und analysiert Personen, Kräfte, Motive. Vor allem aber lässt er immer wieder auch die Akteure selbst zu Wort kommen. Das gibt seiner Darstellung jene Lebendigkeit und Kraft, für die seine historischen Werke mit Recht gerühmt worden sind.
Eine Biographie
Die erste große Napoleon-Biographie eines deutschen Autors seit hundert Jahren. Johannes Willms erzählt die faszinierende Lebensgeschichte Napoleons (1769-1821) – eines Mannes, der von ganz unten kam und zum Herrscher über den europäischen Kontinent aufstieg. Karriere, Größenwahn und Niedergang des Korsen beschreibt der bekannte Historiker und Journalist mit souveräner Quellenkenntnis und einer Fülle von Anekdoten. Sein Buch schildert jedoch nicht nur ein atemberaubendes Leben, sondern entfaltet zugleich das Panorama eines turbulenten Zeitalters, dem Napoleon seinen Namen gab.
Die Entlarvung eines Mythos Otto Fürst von Bismarck (1815–1898), der »Eiserne Kanzler« und Begründer des Deutschen Reiches von 1871, gilt heute noch vielen als Deutschlands bedeutendster Staatsmann. Johannes Willms entwirft ein anderes Bild: Er zeigt Bismarck als ausgeprägten Opportunisten, als fintenreichen Machtpolitiker und Hasardeur, der ein System widersprüchlicher Allianzen und Bündnisse entwarf und die Einheit des Deutschen Reiches zwar zuwege brachte, aber dessen innere Gegensätze bestehen ließ. Für Willms ist Bismarck einer der Mitverantwortlichen für die katastrophale Entwicklung zum Ersten Weltkrieg und zur NS-Diktatur. Seine kritische Biografie ist eine anregende Auseinandersetzung mit dem Bismarck-Mythos, fundiert, zugespitzt, aber auch geprägt von Respekt für die intellektuellen Fähigkeiten des Reichskanzlers.
Vive la République. Die typische Pariserin ist verführerisch und kapriziös, und zu einem waschechten Franzosen gehören die Boulekugeln ebenso wie Baskenmütze oder Weißbrotstange … Adieu Klischee! Johannes Willms, seit Jahren mit Frankreich verbunden, blickt hinter die Kulissen. Mit den Tücken des Linksabbiegens und der Hundeliebe seiner Nachbarn ist er so vertraut wie mit der Pünktlichkeit ländlicher Handwerker und dem Erfolgsrezept für die einzig wahren Pommes frites. Er weiht uns in das Wunderwerk TGV ein, zeigt uns die verwunschenen Weinberge des Languedoc und den waldreichen Lubéron – und die ethnische Vielfalt der Metropolen, die in der Fußballnationalmannschaft ihren vollkommenen Ausdruck findet.
Verfolgt vom eigenen Vater, stets am Rande des Ruins mit Schulden jonglierend, legendär hässlich von Gestalt, aber atemberaubend erfolgreich bei den Frauen, ein Vulkan an Energie und Kraft, beredsam wie ein Gott - so zieht der junge Graf Mirabeau seine Kometenbahn durch das vorrevolutionäre Frankreich. Doch dann schlägt seine historische Stunde. Als die Revolution beginnt, sind die Revolutionäre noch ohne Plan. Einer aber hat ihn: Honoré Gabriel de Mirabeau. Er will, dass aus dem absolutistisch regierten Frankreich Ludwigs XVI. endlich eine konstitutionelle Monarchie wird, in der dem Dynasten ebenso klare Grenzen gesetzt werden wie Parlament und Regierung. Nur so wird der König seinen Thron behalten können und die Revolution jenem Terror entgehen, dessen Exzesse Mirabeau hellsichtiger kommen sieht als jeder andere. Brennend vor Ehrgeiz zieht Mirabeau alle Register im Kampf um die Macht. Mit Bravour und glänzender Sachkenntnis erzählt Johannes Willms das abenteuerliche Leben eines Mannes, der an beiden Enden brannte und mit 42 Jahren an völliger Erschöpfung stirbt, kurz bevor die Revolution in ihre radikale Phase eintritt.
Frankreich ist ein Land mit einer alten Geschichte und immensem kulturellen Reichtum. Johannes Willms beleuchtet die Politik und Gesellschaft unseres westlichen Nachbarn, die historisch bedingten Besonderheiten und das Ringen um die Bewahrung der eigenen Kultur in einer globalisierten Welt. Diese Einführung stammt von einem der besten deutschen Kenner Frankreichs. Unter dem Titel „Die Deutschen und ihre Nachbarn“ geben Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker eine zwölfbändige Reihe heraus, die die Politik, Gesellschaft und Kultur europäischer Nachbarländer vorstellt. Ziel ist es, das, was wir auf Reisen aufnehmen, zu vertiefen und Vorurteile abzubauen. Im Vordergrund steht nicht das lexikalische Wissen, sondern die lebendige Darstellung der Lebensverhältnisse und nationalen Besonderheiten im Verhältnis zu Deutschland. Die Herausgeber haben Experten gewonnen, die ihr jahrzehntelang erworbenes Wissen prägnant und anschaulich weitergeben. Jedes Buch hat ein eigenes Gesicht, doch gemeinsam reflektieren sie informativ die Vielfalt, den Reichtum und die Gemeinsamkeiten der europäischen Länder.
Eine scharfe Polemik gegen eine deutsche „Normalität“, die alles andere als normal ist: In seiner „Krankheitsgeschichte“ Deutschlands vom 13. Jahrhundert bis heute führt Johannes Willms vor, daß gerade das deutsche Bedürfnis nach Normalität den Ursprung der „deutschen Krankheit“ ausmacht: der tiefverwurzelten Angst vor und der Ablehnung gegen alles Fremde. Eine Geschichte der deutschen Mentalität, die viele bekannte Phänomene der Gegenwart auf neue Weise begreiflich macht.
German
Ein faszinierendes Buch über die Macht von Ideen und politischer Propaganda: Militärisch wurde Napoleon geschlagen, doch ideologisch schlug er Europa in seinen Bann. In der Stunde seiner endgültigen Erniedrigung begann Napoleons größter Triumph: Verbannt auf das felsige, ungastliche St. Helena, abgeschnitten von der Welt, nutzt der Gefangene seine einzige Chance und stilisiert sich zum Märtyrer. Der „Mythos Napoleon“ entsteht in den Memoiren, die er seinen vier „Jüngern“ diktiert, die ihm in die Verbannung gefolgt sind. Johannes Willms zeigt, wie die machtvolle Verklärung Napoleons das Schicksal Europas im 19. Jahrhundert bestimmt: Die Revolution von 1848 brach sich im Zeichen von Napoleons vermeintlichem politischem Testament Bahn. Napoleon III., sein 1851 durch einen Staatsstreich an die Macht gelangter Neffe, verstand sich als Vollender dieser Ideen: Der Nationalitäts-Gedanke war ihm oberstes Prinzip - und sein Verhängnis, das ihn schließlich in Gestalt Bismarcks ereilte. Napoleon verstand es, die Kraft der Geschichte für sich zu nutzen. Seine Botschaft ist hochaktuell: Wer Mythen schafft, beherrscht die Welt.
Eine Biografie
Mitten im Südatlantik, 1800 Kilometer vom Festland entfernt, liegt eine 122 Quadratkilometer große Insel: St. Helena. Als dort am 15. Oktober 1815 Napoleon an Land ging, wurde das Eiland über Nacht nicht nur zum Schauplatz der berühmtesten Verbannung aller Zeiten, sondern auch zur Bühne des Endspiels einer der größten Gestalten der Weltgeschichte. Für sein neues Buch ist Johannes Willms nach St. Helena gereist. Das Ergebnis ist eine brillante Recherche über den Ruhm, eine fesselnde Spurensuche auf Napoleons Endstation und zugleich eine verblüffende Reportage über einen der irrwitzigsten Orte der Welt: 'Wer hier lebt, wird mit dem Mangel vertraut. Wenn Royal Mail Steamship St. Helena, das die einzige regelmäßige Verbindung mit der restlichen Welt gewährleistet und das die Insel mit England und Südafrika verbindet, sich verspätet, kann es schnell passieren, dass Zahnpasta, Dosenbier oder Zigaretten, Salz und Speiseöl knapp werden. In einem Paradies hingegen, so möchte man meinen, herrscht an allem stets Überfluss.'