Nicht »andere« Bauern sind gefragt, sondern eine »andere« Land- und Ernährungswirtschaft. Die hochsubventionierte EU-Landwirtschaft ist gescheitert, und die Brüsseler Agrarplanwirtschaft hat sich moralisch disqualifiziert. Agrarnationalismus bringt die Grenzen nach Europa zurück. Bauern erscheinen in der öffentlichen Meinung als Täter und Opfer. In den letzten fünfzig Jahren haben viele unter dem Druck von Politik und Markt ihre traditionsgebundene Existenzgrundlage verloren oder sie mit wachsendem Risiko für Mensch und Natur drastisch erweitert. Vor fast zwanzig Jahren forderte Hermann Priebe eine Kehrtwende zu einem im Einklang mit der Natur stehenden Landbau. Die politische, wirtschaftliche und soziale Agrarlandschaft hat sich entscheidend gewandelt, aber die Forderung nach einer »Agrarwende« bleibt relevant. Ulrich Kluge untersucht die Möglichkeiten und Grenzen ihrer Erfüllung im 21. Jahrhundert. Er analysiert die gegenwärtige Landwirtschaft und Agrarproduktion und löst sich von den Interessen der Parteien und Verbände. Kluge prüft das technokratische und ökonomistische Handeln auf seine Schädlichkeit für Mensch und Natur und entwirft eine Agrarwende, die ihren Namen verdient.
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Die Revolution 1918 / 1919 gehört zu den am heftigsten umstrittenen Ereignissen der neueren deutschen Geschichte. Ihre Ursachen und Konsequenzen werden im vorliegenden Band in Zusammenhang des politischen, sozialen und wirtschaftlichen Wandels zwischen Kaiserreich und Republik untersucht. Im Mittelpunkt steht dabei das Dilemma der demokratischen Kräfte: der im Ansatz steckengebliebene Umbau des Staatsapparates, des Gesellschafts- und Wirtschaftsgefüges. Darüber hinaus setzt sich die Studie mit den Möglichkeiten der im revolutionären Umbruch entstandenen Reformpotentials der Arbeiter- und Soldatenräte auseinander. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die politischen Weichenstellungen 1918 / 1919 in ihrer Bedeutung für die Stabilisierung der ersten deutschen Demokratie.
ISAB-Berichte aus Forschung und Praxis - 90: Leitfaden für die Nutzung des Erfahrungswissens der Älteren als seniorTrainerIn und in seniorKompetenzteams
Arbeitshilfe für Seniorenbüros, Freiwilligenagenturen und Selbsthilfekontaktstellen zur Anwendung des Konzeptes „Erfahrungswissen für Initiativen“
- 204 pages
- 8 hours of reading
Abstract: "Ziel des Leitfaden ist es, Agenturen für Bürgerengagement dafür zu gewinnen, das im Modellprogramm 'Erfahrungswissen für Initiativen' erfolgreich erprobte Konzept zur Gewinnung und zur Unterstützung von seniorTrainer/innen in ihr Aufgaben- und Leistungsprofil aufzunehmen. Hierdurch soll die Nachhaltigkeit der entwickelten Konzepte und Strategien zur Förderung von Verantwortungsrollen Älterer in vielen Kommunen erreicht werden. Der vorliegende Leitfaden zur Gewinnung und Begleitung von seniorTrainer/innen richtet sich daher vor allem an zwei Gruppen: an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Agenturen für Büroengagement (Seniorenbüros, Freiwilligenagenturen und Selbsthilfekontaktstellen) sowie an Kommunen und Verbände als Träger einer örtlichen Agentur für Bürgerengagement sowie an Seniorenvertretungen." (Textauszug)