Lesebuch Ludwig Homann
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Die zweiteilige Saga von Ludwig Homann, bestehend aus "Der weiße Jude" und "Der Hunne am Tor", gehört zu den bedeutendsten Werken der deutschen Gegenwartsliteratur. Fridtjof Beese, Sohn einer Mediziner-Dynastie, ist ein mustergültiger Nationalsozialist, der von einer idealisierten Zukunft träumt, in der starke Männer und schöne Frauen eine neue, reinrassige Generation schaffen. Sein Freund Lennert Dahn, der als "der Norweger" bekannt ist, hat jedoch eine andere Sicht auf das Dritte Reich, geprägt durch die Erfahrungen seiner Familie. Als Fridtjof entdeckt, dass die Dahns drei behinderte Kinder vor den Nazis verstecken, verspricht er zunächst, zu schweigen, doch der Druck eines Ritterkreuzträgers bringt ihn zum Zusammenbruch. Homanns Werk thematisiert die Schuld eines Augenblicks und die lebenslange Suche nach Sühne. Kritiker loben die authentische Darstellung der NS-Zeit und die komplexe Charakterzeichnung. Homann wird als Meister beschrieben, dessen Romane tief berühren und lange im Gedächtnis bleiben. Anlässlich des 60. Jahrestages des Kriegsendes wird in Hamm eine Integrallesung des Werkes stattfinden, bei der der Autor über die Entstehung des Romans sprechen wird.
Roman
Fridjof wächst auf dem Land auf und schwärmt für die Ideologie der Nazis. Er verrät seinen Freund Lennert, der 3 behinderte Kinder versteckt hält. Seine Schuldgefühle lassen ihn auch nach dem Ende des 2. Weltkriegs nicht zur Ruhe kommen
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Eugen Titgemeier lebt einsam und verwahrlost am Rande der Wohlstandsgesellschaft. Eines Abends entführt er eine Neunjährige, die von nun an sein Engelchen sein soll
Erzählungen