Als Anfang der achtziger Jahre Wolfgang Pohrt die öffentliche Bühne betrat, wurde den Lesern schnell klar, dass da jemand einen neuen Ton anschlug. Pohrt verstand es, seine Thesen mit großer Schärfe, Klugheit und Eleganz zu formulieren. Seine Kritik an den Grünen und der Friedensbewegung ist legendär, vor allem, seit diese nationale Töne anschlugen und die Nation nicht mehr abschaffen, sondern retten wollten. In der Biographie wird daran erinnert, dass die Linke in Deutschland zwar versagt hat, aber dank Wolfgang Pohrt das Niveau der Kritik an ihr weit besser war, als sie es verdient hatte, man kann sagen, dass ein realistisches Bild von ihr nur deshalb erhalten geblieben ist, weil Pohrt sich ihrer Fehler und Eigenarten angenommen und damit die Mythenbildung erschwert hat. Mit seiner großen Massenbewusstseinsstudie der Deutschen und dem Konkret-Kongress 1993 kündigte sich sein Abschied an, aber noch heute macht sich sein Einfluss bemerkbar, als ob seine Gedanken wie ein schwacher unterirdischer Strom immer wieder einen Nerv treffen und eine Reaktion erzeugen.
Klaus Bittermann Book order (chronological)






Zur 40jährigen Verlagsgeschichte veröffentlicht der Verleger Texte über seine Autoren, die wichtig für den Verlag waren und sind und ihn mit geprägt haben, Texte über Wolfgang Pohrt und Eike Geisel, über Harry Rowohlt und über die verlorene Freundschaft mit Roger Willemsen, über Fanny Müller und Horst Tomayer, über Hunter S. Thompson und Guy Debord.
Der kleine Fup
- 151 pages
- 6 hours of reading
Fup ist Fan von Borussia Dortmund, übt fleißig den Zidane-Trick und den Übersteiger, sitzt gerne auf den Schultern seines Vaters, fährt Skateboard, sammelt Nexo Knight-, Fußball-, Star Wars- und sogar Postkarten von SPD-Politikern. Die von Sigmar Gabriel allerdings verzockt er lieber. In wunderbar absurden Gesprächen öffnet sich immer wieder ein überraschend neuer Blick in einen ganz anderen Kosmos, in dem man nützliche Dinge erfährt, wie z. B. dass es von großem Vorteil ist, Batmans Freund zu sein, für den Fall, dass man von einem Oktopus angegriffen wird.
Sid Schlebrowskis kurzer Sommer der Anarchie und seine Suche nach dem Glück
- 240 pages
- 9 hours of reading
Ein charmanter, leichter und luftiger Roman, ein Roadmovie durch eine Zeit, als es noch keine Handys gab, mit zwei Teenagern, die wie die Raben klauen, in den Tag hineinleben, auseinandergerissen werden und sich dreizehn Jahre lang suchen. »Ich mag diese Ausreißergeschichte sehr, insbesondere, weil sie ja tatsächlich stattgefunden hat.« Robert Seethaler
Die Anthologie »Ein Herz für Franken« vereint die beliebten Kolumnen aus den »Nürnberger Nachrichten« erstmals in einem Band. Gebürtige Franken und Wahlfranken, deutschlandweit bekannte Persönlichkeiten und regional geschätzte Größen, schildern darin ihr ganz persönliches Verhältnis zu Franken: 66 Kolumnen, mal liebevoll, mal launig, mal lustig, mal ernst – immer aber ganz individuell und dabei so vielfältig wie Franken selbst. Mit Beiträgen von Ewald Arenz, Jan Beinßen, Nataša Dragnic, Hans Magnus Enzensberger, Rolf-Bernhard Essig, Hans W. Geißendörfer, Hermann Glaser, Helmut Haberkamm, Tanja Kinkel, Dirk Kruse, Fitzgerald Kusz, Bernd Regenauer, Christiane Neudecker, Timur Vermes, Sabine Weigand u. a.
Und wieder versucht Klaus Bittermann herauszufinden, wie weit die Gentrifizierung in seinem Viertel in Kreuzberg gediehen ist. Er beobachtet eine wundersame Vermehrung junger Franzosen, Engländer und Spanier, er ist den ""Miethaien"" auf der Spur, die sich als harmlose Rentner tarnen, er bestaunt eine Schießerei auf dem Spielplatz vor seiner Tür, in der es sehr alttestamentarisch zugeht, er schlägt sich im Wellness-Bereich des Berliner Zolls durch, er isst kontaminiertes Sushi, um erleuchtet zu werden, er lernt einen Mann kennen, der mit Teelichtern heizt, er demonstriert vor dem Springer-Hoch
Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol
- 191 pages
- 7 hours of reading
Klaus Bittermann hat ein Faible für Randfiguren. Sehr trocken und mit Witz beschreibt er kleine Alltagsszenarien aus seinem Viertel, in dem Touristen, Vandalen, Zopfträger, Alteingesessene, Eigenbrötler, Backfische, Rucksack- und Fahrradhelmträger wild durcheinanderlaufen, und das auch noch völlig ohne Plan. Klaus Bittermann, Autor und Verleger, lebt in Berlin. Herausgeber von inzwischen über 30 Anthologien und Beiträger für selbige. Schreibt für taz, junge Welt und Jungle World.
Smoke smoke smoke that cigarette
- 224 pages
- 8 hours of reading
Jean-Paul Sartre hielt ein Leben ohne Zigarette für 'ein bißchen weniger lebenswert', Somerset Maugham bezeichnete das Rauchen als 'einzige Erfüllung seines Lebens, in die sich nie die Bitternis der Enttäuschung gemengt habe' und Mark Twain meinte: 'Wenn man es im Himmel nicht tun darf, gehe ich nicht hin.' Und die göttliche Jeanne Moreau sagte: 'Männer, die sich das Rauchen abgewöhnt haben, sind mir unheimlich', während Marguerite Duras noch einen Schritt weiter ging und fragte: 'Wozu Sex haben, wenn man auch so rauchen kann.' Nur Adolf Hitler – der schon wieder – beckmesserte: 'Die deutsche Frau raucht nicht.' Und was hat es gebracht? Ein zwölf Jahre dauerndes 1000jähriges Reich, einen Weltkrieg und das Passivrauchen. Erst als die Amerikaner die Lucky Strike einführten wurde es in Deutschland wieder etwas lebenswerter. Und deshalb muß den Bemühungen der Bundesregierung, die Raucher auszugrenzen, entschieden entgegengetreten werden. So nicht, Regierung! Und deshalb sollten wir alle zusammen mit Sammy Davis Jr. den Song anstimmen: 'Smoke smoke smoke that cigarette!'
Bestsellerfressen V. Hauptsache Wind
- 175 pages
- 7 hours of reading
Das Buch thematisiert Metaphysik und Weltreligionen, beleuchtet Aberglaube und Esoterik und bezieht prominente Persönlichkeiten wie den Dalai Lama und Angela Merkel ein. Es versammelt 47 Zeitgenossen, die mit ihren Gedanken und Erlebnissen bereichern und Freude bereiten. Abschließend wird Politik als "angewandte Liebe zur Welt" beschrieben.





