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Das Paradies auf Erden - wie könnte es aussehen? Davon hatte jeder preußische König seine eigene Vorstellung. Visionäre Architekten und Landschaftsplaner wie Karl Friedrich Schinkel und Peter Joseph Lenné schufen Orte der Stille, die heute zum Weltkulturerbe zählen. Der literarische Streifzug führt nach Sanssouci und Charlottenhof, aber auch zu lange verwahrlosten Parks und Weinbergen, deren landschaftliche Schönheit allmählich wiederersteht. Der moderne Geist Potsdams wird am Sommerhaus Albert Einsteins in Caputh, im Wissenschaftspark auf dem Telegrafenberg oder im Garten des StaudenzüchtersKarl Foerster erfahrbar. Die Schönheiten Potsdams sind nichts Gestriges, sondern brauchen tägliche Pflege. Vielleicht können wir Sie mitnehmen zu Orten, an denen die Sehnsucht nach Schönheit und Stille lebendig geblieben ist.
Mit Romanen über junge, selbstbewusste Frauen, die in der Gesellschaft der Weimarer Republik ihren Weg suchen, machte Irmgard Keun im Berlin der Weltwirtschaftskrise Furore. Die Nationalsozialisten verboten ihre Bücher und vertrieben sie ins Exil. Heute zählt Das kunstseidene Mädchen zu den Klassikern der Berlin-Literatur. Mit großem Sprachwitz schildert der Roman die Odyssee der minderjährigen Doris durch Bars und Betten, Mietskasernen und Luxuswohnungen, Kinos und Bahnhofswartesäle. Das kunstseidene Berlin stellt erstmals alle Schauplätze mit Fotos, Adressen und Dokumenten vor. In den Blick kommen auch die Kindheitsorte Irmgard Keuns, die in Charlottenburg geboren wurde und in Wilmersdorf zur Schule ging, ehe die Familie nach Köln umzog. Erzählt wird, wie Keun 1931 in Berlin einen Verlag fand, wie sie sich 1933 in einen „nichtarischen“ Charité-Arzt verliebte und versuchte, als unerwünschte Autorin im nationalsozialistischen Deutschland zu überleben. Unbekannte Briefe und Dokumente aus Archiven beleuchten ihre damalige Schreibsituation und ihre Kontakte nach Ost-Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Entdeckungsreise auf den Spuren einer herausragenden Autorin der Moderne streift das Berlin der Kaiserzeit, der Weimarer Republik, der NS-Zeit, der frühen DDR-Jahre – und verliert die Gegenwart nie aus dem Blick.
Berlin war ein Sehnsuchtsort für den Prager Schriftsteller und Versicherungsangestellten Franz Kafka. Seit seinem ersten Besuch im Dezember 1910 träumte er von der Übersiedlung in die Spreemetropole. Berlin versprach das Eintauchen in einen modernen Lebensstil, den Anschluss an die literarische Avantgarde, die Lösung aus den Bindungen an Herkunft, Familie und Brotberuf. »Für mich hängt Berlin wirklich über Prag, wie der Himmel über der Erde«, schrieb Kafka an seine Verlobte Felice Bauer. Die berufstätige junge Frau, die im Büro einer Berliner Schallplattenfirma arbeitete, war die ideale Projektionsfläche für Kafkas Sehnsucht nach dem modernen Berlin. Das Heiratsprojekt scheiterte. Doch mit seiner letzten Freundin Dora Diamant verlebte der lungenkranke Kafka im Winter 1923/24 in Steglitz und Zehlendorf ein so abenteuerliches wie glückliches halbes Jahr. Hundert Jahre nach Kafkas Tod zeichnet Michael Bienert die Topografie von Kafkas realem und imaginärem Berlin nach, mit dem Fokus auf Orte, die aufzusuchen sich heute noch lohnt.
Wie Berlin eine Weltstadt wurde ist überall in der Stadt zu besichtigen. Keine vergangene Epoche prägt das heutige Berlin so sehr wie die Kaiserzeit. Zwischen 1871 und 1914 wuchs die Hauptstadt mit den Nachbargemeinden zu einem Großraum mit vier Millionen Einwohnern zusammen. Um dieses Riesengebilde am Leben zu halten, waren große Innovationen notwendig. Eine Kanalisation, Wasserwerke, Schulen, Krankenhäuser, Gerichte, Markthallen und die erste U-Bahn wurden gebaut – vieles davon erfüllt bis heute seine Funktion.
284 Seiten Texte, Stadtpläne, Fotos, Tipps für den Tag und die Nacht und ein umfangreicher Adressteil. Neu in der Ausgabe 2019: * Urban sketching – Zeichnungen von Berliner Künstlern * Fahrradtouren : als gpx download und bei komoot. Europas Nr. 1 Outdoor-Abenteuer-App, mit stressfreier Sprachnavigation und Ein-Klick-Offline-Karten. * Young Berlin : Die besten Insider-Tipps – immer up to date mit der App zu Buch
Berlin hat den Ruf, eine besonders schnelle und vorlaute Stadt zu sein. Doch zwischen den Schneisen des Lärms und der Geschwindigkeit liegen weite Zonen der Stille: Wälder, Seen, Parks, Friedhöfe, Museen, Schlösser, Kleingartenkolonien, alte Dorfkerne und ruhige Wohnsiedlungen. Der literarische Streifzug führt vom Raum der Stille im Brandenburger Tor bis zu Tempeln und Gärten am Stadtrand, auf Berggipfel und tief unter die Erde, in denkmalgeschützte stille Örtchen und ehemalige Irrenanstalten. So entsteht ein vielschichtiges Stadtporträt aus ungewöhnlicher Perspektive. Ein Anhang mit praktischen Hinweisen dient als Leitfaden für Berliner, die ihre Stadt neu sehen lernen, und für Besucher, die sie abseits ausgetretener Pfade erkunden wollen.
Berlins populärstes Verkehrsmittel hat seit 2002 nicht nur seinen alten verkehrstechnischen Standard wieder, sondern auch den mythenumwobenen Rhythmus der Ringbahn, in den Zwanzigerjahren Symbol für die Großstadt schlechthin. Gut eine Stunde dauert eine Reise rund um die Stadt. Wer sich darauf einlässt, wird mit dem entschädigt, was Berlin in all seiner Widersprüchlichkeit ausmacht. Wie ein Kaleidoskop zieht vor dem Reisenden eine Stadtlandschaft vorüber, die von Station zu Station ihr Gesicht verändert und dabei doch das typisch Berlinische vermittelt. Die beiden Autoren, Berlin-Kenner und -Bekenner, Stadtführer und Verfasser zahlreicher Bücher über Berlin, sind in ihren durch die jeweiligen Stationen geprägten Texten diesem besonderen Rhythmus der Stadt auf der Spur.
Ein Wegweiser durch die Stadt - Sonderausgabe - Neuauflage mit Weltkulturerbe-Guide
304 pages
11 hours of reading
Dreigroschenoper, Bubikopf, Dada, Bauhausarchitektur, Metropolis, Straßenkämpfe – der Mythos der Zwanziger Jahre prägt bis heute das Bild Berlins. Er zieht Touristen in die Stadt und inspiriert die Berliner Stadtplanung und Architektur, das Theater, das Kino und die Literatur. An manchen Orten ist der Geist der Weimarer Republik noch greifbar: an Baustellen wie dem Alexanderplatz, auf S- und U-Bahn-Strecken oder in Wohnanlagen der Zwanziger Jahre, in jüngster Zeit sorgfältig restauriert. Die Umgestaltung der Museumslandschaft seit der Wiedervereinigung hat neue Anlaufpunkte geschaffen, an denen man sich über Film, Malerei, Design, Geschichte und Stadtentwicklung zwischen 1918 und 1933 informieren kann. Zum ersten Mal liegt nun ein Stadtführer vor, der hilft, die Zwanziger Jahre mit all ihren Facetten im wiedervereinigten Berlin wiederzuentdecken. Zahlreiche Abbildungen, Register und ein Serviceteil erleichtern die Orientierung. Michael Bienert, Autor zahlreicher Bücher zur Kulturgeschichte Berlins, schreibt als Journalist für den 'Tagesspiegel' und die 'Stuttgarter Zeitung'. Elke Linda Buchholz hat mehrere Bücher über Bildende Künstler (u. a. Picasso, Goya) veröffentlicht, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden.
Kurzporträts von 100 Poeten, Publizisten und Philosophen Berlins. Ein historischer Stadtplan von 1927 sowie eine Stadtkarte aus dem Jahr 2004 führen durch die literarische Topographie der Stadt
Der gesamte Joseph Roth – neu gestaltet als KiWi-Paperback! »Joseph Roth – einer der besten deutschen Erzähler. Andere hatten im Leben größeren Ruhm. Sein Ruhm wird länger dauern.« Hermann Kesten»Jede Seite, jede Zeile ist wie die Strophe eines Gedichts, gehämmert mit dem genauesten Bewusstsein für Rhythmus und Melodik.« Stefan Zweig
Eine junge Generation stellte um 1800 in Berlin alle überkommenen Traditionen infrage. „Die Welt muss romantisiert werden“, lautete die Parole der radikalen Avantgarde. Die junge Großstadt wurde zum Experimentallabor für eine neue Poesie und eine Vermischung von Kunst und Leben, für entfesselte Sexualität und die Befreiung aus einer zu engen Vernunft. Männer- und Frauenrollen kamen auf den Prüfstand und wurden neu ausbalanciert. Im sechsten Band der Buchreihe Literarische Schauplätze wandert ein Stadtführer mit Siebenmeilenstiefeln durch das heutige Berlin. Er sucht nach sichtbaren Spuren der Romantik und fragt: Was hat es mit dem Kleisthaus und der Eichendorffgasse, mit dem Dorothea-Schlegel-Platz oder dem Humboldt Forum auf sich? Wo waren die Treffpunkte romantischer Netzwerke? Welche Orte inspirierten vor 200 Jahren zu verträumten oder frechen Texten über Berlin? Auf dem romantisierenden Streifzug kommen viele Stimmen zu Wort: Bettine von Arnim und Rahel Varnhagen, Goethe und Schiller, Heine und Tieck, Kleist und Eichendorff, auch Durchreisende wie Napoleon, Stendhal und Germaine de Staël.
Für Bertolt Brecht war Berlin die „Stadt, die klug macht“. Seit 1920 versuchte er im Literatur- und Theaterbetrieb der Metropole Fuß zu fassen. Nach etlichen Rückschlägen wurde er hier zum Starautor, der sich unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise politisch radikalisierte. Vor den Nationalsozialisten geflohen, schrieb Brecht im Exil poetische Satiren auf das braune Berlin. Als „Schutthaufen bei Potsdam“ erlebte er die Stadt nach seiner Rückkehr im Oktober 1948. Brecht hat sich intensiv am Wiederaufbau des Kulturlebens in Ost-Berlin beteiligt und gemeinsam mit Helene Weigel das Berliner Ensemble zu Weltruhm geführt. Begraben liegt er neben vielen Weggefährten auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof, unweit seiner letzten Wohnung in der Chausseestraße 125. Dort ist heute ein Museum, es gibt sein Archiv, das Denkmal und Brecht-Verse an Häusern der ehemaligen Stalinallee. Kein Dichter hat so sichtbare Spuren in Berlin hinterlassen, dennoch sind die meisten Brecht-Orte und Berlin-Bezüge wenig bekannt. Als Stadtführer und Literaturdetektiv ist der Autor Michael Bienert seit 1990 in Brechts Berlin unterwegs. In der Reihe Literarische Schauplätze legt er nun einen reich illustrierten Band vor, der den ganzen Facettenreichtum des Themas vor Augen führt.
Gepriesen als ein Arkadien der schönen Künste, gelobt als ein Ort des stillen, vornehmen Lebens in einer der schönsten Landschaften Deutschlands, geprägt von der Tradition der preußischen Gloria, aber auch von den politischen Verwerfungen der jüngeren deutschen Vergangenheit – so facettenreich ist das Bild, das Potsdam bietet. Die Texte dieses Buches entfalten ein spannendes Panorama von Geschichte und Gegenwart der ehemaligen Garnisonsstadt mit ihren weltberühmten Schlössern und Parks. Die Fotos zeigen die brandenburgische Landeshauptstadt, wie sie heute ist und wie die Historie sich in ihr spiegelt. Das Potsdam der Vergangenheit und das Potsdam, das auf seine Gegenwart stolz ist, sind in diesem Buch vereint: zum Anschauen, Lesen, Nachdenken.
EIN JAHR VOR SEINEM TOD reist Friedrich Schiller von Weimar nach Berlin, um sich ein Bild vom Theaterbetrieb der preußischen Hauptstadt zu machen. Er trifft alte Bekannte wie den Schauspieldirektor Iffland, den Arzt Hufeland und den Philosophen Fichte, wird von Königin Luise empfangen und verhandelt diskret über eine dauerhafte Anstellung an der Akademie der Wissenschaften. Schillers Besuch im Mai 1804 ist Tagesgespräch und ein gesellschaftliches Ereignis; es wirft ein Schlaglicht auf die Literatur- und Theaterszene einer Großstadt, die auf dem Sprung ist, eine Kulturmetropole zu werden. Das Magazin folgt Schillers Wegen durch die Stadt, beleuchtet die zweiundzwanzigjährige Vorgeschichte seiner Reise und geht der Frage nach, wieso Schiller vor einem Umzug nach Berlin zurückschreckte. Dabei werden die Ursprünge einer ungewöhnlichen Dichterverehrung sichtbar, die bis heute zahlreiche Spuren im Berliner Stadtbild hinterlassen hat.
Berlin besitzt viele Sehenswürdigkeiten, aber die größte ist die Großstadt selbst. Was man im Einzelnen von ihr gesehen hat, ist nicht so wichtig: Auf das Wie kommt es an. Das Reiselesebuch versammelt Gebrauchsanweisungen und Erfahrungsberichte aus den letzten zwei Jahrhunderten, von Madame de Staël bis Thomas Brussig. Alfred Döblin gibt Fingerzeige auf die „unsichtbare Stadt“, Günter de Bruyn erzählt vom Leben mit der Mauer, Walther Kiaulehn vom Spazierengehen in Berlin. Dabei wird augenfällig, dass Berlin schon immer eine Stadt der Reisenden war. Ob Einheimische oder Touristen, alle bleiben im größten Teil der Stadt Fremde, müssen sich immer neu orientieren. Das macht die Texte dieser Anthologie für Berliner wie Nichtberliner gleichermaßen lesenswert.