Erica Pedretti ist eine herausragende Persönlichkeit in der Schweizer Kunst und Literatur. Geboren 1930 in Sternberg, zog sie 1946 in die Schweiz und ließ sich in Zürich zur Silberschmiedin ausbilden. Ihre frühen kleinformatigen Werke kündigten bereits die leichten und luftigen Objekte an, die später folgen sollten. Nach einem Aufenthalt in New York lebte sie mit ihrem Mann, dem Maler Gian Pedretti, und ihren fünf Kindern im Engadin und am Bielersee. In den 1970er-Jahren trat sie mit ihren "Flügelwesen" als bildende Künstlerin in Erscheinung und entwickelte eine Vielzahl assoziativer, vogel- oder fischähnlicher Objekte, die sie skelettartigen Strukturen gegenüberstellte, die auf Wesenskerne reduziert scheinen. Parallel dazu entstand ein feines zeichnerisches Werk, das den intimen Charakter ihres Schaffens betont und individuelle Bildwelten offenbart. Für die Präsentation im Bündner Kunstmuseum wurden die Künstlerin Katalin Deér und der Architekt Lukas Furrer gewonnen, die eine eigene Struktur im Ausstellungsraum schufen und so einen spezifischen Rahmen für die fragilen Werke gestalteten. Diese Publikation widmet sich der einzigartigen Präsentation und zeigt die Zeitgenossenschaft der heute 90-jährigen Künstlerin.
Stephan Kunz Books






Giovanni Giacometti
Die grossen Panoramen
Zwischen 1898 und 1904 schuf der Maler Giovanni Giacometti (1868?1933) drei grosse Panoramen, in denen er die landschaftliche Schönheit Graubündens einfing: Das 'Panorama von Muottas Muragl' (1898; vierteilig, insgesamt 67 ? 510 cm), die 'Vista su Maloggia con l?albergo Palace' (1900; 119 ? 150 cm) und das 'Flimser Panorama' (1904; dreiteilig, 180 ? 200 cm und zweimal 150 ? 100 cm). War das früheste der drei, das einen Hirten mit seinen Schafen vor der Engadiner Bergkette zeigt, ein Privatauftrag für ein Chalet in St. Moritz-Bad, sollten die beiden späteren Aufträge die Bündner Hotellerie bewerben: zuerst das Hotel Palace in Maloja und darauffolgend das Kurhotel Waldhaus in Flims. Beide Panoramen geben die Häuser vor einer imposanten Bergkulisse wieder. Die Gemälde, allesamt von hohem künstlerischem und kulturhistorischem Wert, bringen die ganze Kraft Giovanni Giacomettis zum Ausdruck und dokumentieren darüber hinaus die touristische Entwicklung Graubündens.0Das Buch, das anlässlich einer Ausstellung im Bündner Kunstmuseum Chur erscheint, vereint diese drei grossen Panoramen, die Giovanni Giacometti zu Beginn seiner Karriere gemalt hat. Mit bislang unveröffentlichtem Quellen- und Bildmaterial zeigt es eindrücklich Giovanni Giacomettis künstlerischen Weg, von der Profilierung in der engen Zusammenarbeit mit Giovanni Segantini bis hin zu seiner ganz eigenen Malerei
Schgh - Corsin Fontana
- 164 pages
- 6 hours of reading
Die Stickerei, insbesondere der Kreuzstich, hat in Graubünden eine lange Tradition. Die umfangreiche Sammlung im Rätischen Museum ermöglicht es, die lokale Stickerei im erweiterten Kontext zu betrachten und die Relevanz dieser Kunstform aus der Perspektive zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler zu beleuchten. Die Ausstellung präsentiert Graubündner Stickerei neben internationalen Werken und verdeutlicht, dass die kunsthandwerkliche Tradition von verschiedenen Kulturen beeinflusst wurde. Traditionelle Stickerei wirft Fragen auf, die heute in einem neuen Licht erscheinen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfuhr die weiblich konnotierte Handarbeit eine Aufwertung, während Künstler wie Sophie Taeuber-Arp und Ernst Ludwig Kirchner der Avantgarde neue Impulse gaben. Später nutzen Künstler wie Alighiero Boetti und Susan Hefuna Nadel und Faden, um kulturelle Brücken zu schlagen. Gegenwartskunst mit Stickerei hinterfragt die traditionelle Ästhetik. Louise Bourgeois verwandelt Kleidungsstücke in Träger emotionaler Zustände, während Eliza Bennett und Véronique Arnold auf Arbeitsbedingungen hinweisen. Elaine Reichek untersucht den Faden als Symbol weiblicher Ermächtigung in der Mythologie. Gözde Ilkin hingegen schafft eindrucksvolle Bilder von wandernden Figuren auf Leintüchern, die die Suche nach einem Zuhause thematisieren. So verleihen zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler der Stickerei eine neue, poetische und gesellschaftskri
Alberto Giacometti
Porträt des Künstlers als junger Mann
Das Bündner Kunstmuseum widmet Alberto Giacometti (1901–1966) im Herbst 2023 eine Ausstellung, die sich ganz auf dessen frühe Schaffensphase und die künstlerische Entwicklung bis in seine ersten Jahre in Paris konzentriert. Wie die Ausstellung zeigt auch dieses Buch auf, woran sich der junge Giacometti in seiner Entwicklung orientierte, wie eng er zusammen mit dem Vater Giovanni arbeitete und wie er sich allmählich von ihm löste. Zu sehen ist aber auch, wie der später weltberühmte Künstler sein persönliches Umfeld zeichnete und malte und erste Plastiken schuf. Nicht zuletzt beginnt in dieser Zeit auch eine intensive Auseinandersetzung mit Werken früherer Meister und mit der Kunstgeschichte, und Giacometti wird sich seiner Rolle als Künstler bewusst. Das setzt mit Werken des 12-Jährigen ein und zieht sich bis in die reiche Schaffensphase seiner ersten Pariser Jahre, als er sich mit kubistischen Bildwelten beschäftigte und 1925 eine erste Ausstellung realisierte. So ermöglicht dieser Band neue Perspektiven und spannende Einblicke in die prägende frühe Entwicklung dieser künstlerischen Ausnahmepersönlichkeit.
Ein Kunst-Haus: Sammeln und Ausstellen im Aargauer Kunsthaus. Ausstellung, 19. August bis 4. November 2007
- 302 pages
- 11 hours of reading
Betr. u.a. Werke von Cuno Amiet, Max Bill, Samuel Buri, Balthasar Burkhard, Marie Antoinette Chiarenza und Daniel Hauser, Franz Eggenschwiler, Franz Fedier, Hans Fischli, Franz Gertsch, Stefan Gritsch, Pierre Haubensak, Ferdinand Hodler, Paul Klee, Urs Lüthi, Anders Guggisberg, Otto Meyer-Amden, Louis Moilliet, Olivier Mosset, Meret Oppenheim, Fritz Pauli, Václav Požárek, Markus Raetz, Dieter Roth, Max Schärer, Jean-Frédéric Schnyder, Johannes Robert Schürch, Hans Stalder, Peter Stein, Christine Streuli, Albert Trachsel, Adolf Wölfli, Caspar Wolf, Marcel Wyss und Rémy Zaugg.

