Umschlagplatz
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Die Endstation dokumentiert Jarosław Rymkiewicz' Besessenheit als christlicher Pole mit der Vernichtung der Juden während des Zweiten Weltkriegs vor den Augen der Polen und oft mit deren Zusammenarbeit. Rymkiewicz stellt den Umschlagplatz - das Gebiet des Warschauer Ghettos, wo Juden zur Deportation im Rahmen der Endlösung versammelt wurden - in den Mittelpunkt seiner Erzählung, weil "es genau hier, mitten in unserem Leben, geschah." Durch den Gegensatz von Vergangenheit und Gegenwart, dem Persönlichen und dem Historischen, umfasst Die Endstation eine Rekonstruktion der kleinsten Details des Genozids (sehr ähnlich Claude Lanzmanns Shoah) und einen fiktiven Bericht über einen I. B. Singer-ähnlichen Sommer in einem Kurort bei Warschau, wo sich eine Gruppe jüdischer und christlicher Freunde kurz vor dem Krieg zu einer letzten Tennissaison, Debatten und Romanzen trifft. In dieser unermüdlich bohrenden Erzählung untersucht Rymkiewicz zum ersten Mal in all ihrer Komplexität das Verhältnis der Polen zum Holocaust.



