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Franz Peschke

    Aspekte der Medizinphilosophie: Was bewegt uns?
    Gebrochene Leben - die Wadlers
    • Gebrochene Leben - die Wadlers

      Die Mutter Mary Czewa Dantzig-Wadler, und ihre Söhne, der Jurist, Nationalökonom, Statistiker, Räterepublikaner und Sprachforscher Arnold Wadler und der Arzt und Künstler Wilhelm Wadler

      • 767 pages
      • 27 hours of reading

      Dieses Buch schildert die Geschichte der jüdischen Familie Wadler, die 1893 nach dem Konkurs der Firma des Vaters Berl Wadler von Krakau nach München umgezogen war. Hier wuchsen die Söhne Arnold und Wilhelm weiter auf. Im Vordergrund steht die Geschichte von Arnold Wadler, der besonders als Sprachforscher (der Turm von Babel) bekannt geworden ist. Er hat sich zudem in seiner Dissertation mit Kriminalität beschäfigt, war Jurist, wurde im Ersten Weltkrieg von der bayerischen Regierung als Beauftragter des bayerischen Kriegsamts zur Arbeiterbeschaffung in das Kaiserliche Generalgouvernement Belgien geschickt, war später als Sozialist Volksbeauftragter der Münchner Räterepublik, kam ins Zuchthaus, durfte danach in Berlin wieder als Jurist arbeiten. Die jüdische Familie Wadler war im Dritten Reich stark von den Verfolgungen durch die Nazis betroffen: Die Mutter wurde nach Theresienstadt verschleppt, wo sie starb. Arnold Wadler musste unter Zurücklassung seiner Frau und Tochter vor den Nazis nach Paris und später über Lissabon nach New York fliehen, wo er seinen Bruder Wilhelm, der Arzt und Künstler war, als dortigen Asylanten antraf.

      Gebrochene Leben - die Wadlers
    • Bewegung ohne Leben ist möglich, aber kein Leben ohne Bewegung. Bewegung kann uns dienen und uns versklaven. Der Mensch hängt von der vegetativen Bewegung seiner inneren Systeme ab, seine eigene, von Neugier und Willen gesteuerte Mobilität im Raum brachte ihn dorthin, wo er heute steht. Körperliche Bewegung kann direkt auf die Gesundheit einwirken, Geist und Leib aktivieren und bilden, kann sie aber auch lähmen, verformen und abtöten. Die Beweglichkeit des Körpers dient der Kommunikation, sie wird absichtlich symbolisch eingesetzt und setzt sich unfreiwillig der Deutung aus. Nicht nur die Lebenswelt verlangt nach einer aktiven Erschließung durch Bewegung, auch unbekannte Denkräume erfordern geistige Spaziergänge, Wanderungen und Gewaltmärsche. Der neunte Band der Aspekte der Medizinphilosophie erkundet das Terrain mit der gewohnten methodischen Beweglichkeit in neunzehn Beiträgen.

      Aspekte der Medizinphilosophie: Was bewegt uns?