»Wirklich radikal ist heute, wer die Menschen zusammenbringt, gehört wird dagegen, wer die Polarisierung mit noch mehr Polarisierung beantwortet.« »Özdemir ist nicht nur einer der beliebtesten Politiker des Landes, sondern auch einer der bekanntesten« Der SPIEGEL Die überhitzte Identitätsdebatte tut unserer Gesellschaft nicht gut, da sie gegenseitige Abschottung noch verschärft. Auch soziale Fragen kommen dadurch viel zu kurz. Wer Gesellschaft verändern will, muss gesprächsfähig und selbstkritisch bleiben, zuhören können. In seinem empathischen Beitrag spricht sich Cem Özdemir gegen simples Gruppendenken aus. Er zeigt anhand seiner Biografie, warum der Weg in eine gerechte, liberale Gesellschaft nur über universalistisches Denken und individuelle Akte der Solidarität führt.
Cem Özdemir Book order (chronological)
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Die Türkei
- 255 pages
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Cem Özdemir setzt sich aus der Perspektive eines politisch engagierten Deutsch-Türken mit der Türkei auseinander. Sein persönliches Buch fördert das Verständnis zwischen deutschen und türkischstämmigen Jugendlichen für das Land und seine Menschen. In Deutschland leben etwa 2,5 Millionen Menschen türkischer Herkunft, viele in der zweiten oder dritten Generation. Dennoch kennen viele Jugendliche die Türkei kaum. Özdemir betont, dass das Verständnis der Türkei auch das Verständnis der Deutsch-Türken umfasst. Er stellt kritische Fragen und geht den Anliegen türkischer und deutscher Jugendlicher nach. Er erzählt von der Herkunft seiner Eltern, der multikulturellen Gesellschaft und historischen sowie politischen Ereignissen, ergänzt durch persönliche Geschichten. Özdemir erklärt politische Zusammenhänge und thematisiert aktuelle Diskussionen wie den EU-Beitritt der Türkei und die Kopftuch-Debatte. Er fordert dazu auf, die Türkei und die Deutsch-Türken aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Özdemir spannt den Bogen von der Lebenssituation der Deutsch-Türken über die Geschichte der Türkei, ihre politischen Bestrebungen, Religionsvielfalt, Geschlechterverhältnisse bis hin zum kulturellen Leben in Städten und auf dem Land. Dadurch bietet er ein komplexes Bild einer faszinierenden Gesellschaft zwischen Tradition und Moderne.
Ihre Geschichte begann in den 1960er Jahren. Zuerst wanderten die Männer der Familie, dann die Frauen und Kinder. „Dort“ war nun ihre zweite Heimat. Nach über 30 Jahren sind die Familien gewachsen, die Kinder der ersten Einwanderer sind mittlerweile in Deutschland geboren und aufgewachsen. Als in den frühen 60er Jahren die Migration nach Deutschland begann, hatte niemand vorhergesehen, dass die auftretenden Probleme so lange andauern und dauerhaft sein würden. Heute gibt es eine Generation, die in diesem Land geboren und aufgewachsen ist und sich in der Gesellschaft besser repräsentiert. Sie sind entschlossener und bewusster in der Forderung nach sozialen, kulturellen und politischen Rechten. Cem Özdemir, der erste türkische Abgeordnete im Deutschen Bundestag, erzählt anhand seiner eigenen Lebensgeschichte von dem Prozess der Verschmelzung zweier Kulturen, den Bemühungen und Kämpfen um das wichtigste Recht, das Bürgerrecht.