Die Biografie von Annette Seemann beleuchtet das Leben der drei Töchter von Thomas und Katia Mann: Erika, die politisch aktiv ist, Monika, die nach einem Schicksalsschlag im Exil neue Wege findet, und Elisabeth, die sich als Meeresbiologin und Aktivistin neu erfindet. Sie zeigt die unterschiedlichen Lebenswege und die Familiengeschichte der Manns im Kontext des 20. Jahrhunderts.
Neue Enthüllungen über die Ausnahmekünstlerin. Die mexikanische Malerin Frida Kahlo, die vor allem mit ihren Selbstporträts ein Feuerwerk an Emotionen und Farben zündete, fasziniert bis heute ein Millionenpublikum. Sie malte den täglichen Kampf im Umgang mit ihrer schweren Krankheit und ihrem zerrissenen Sein. Trotz des vielen Leids kämpfte sie tapfer und unermüdlich, denn sie liebte das Leben – und die Liebe. Annette Seemann zeichnet das Bild einer starken Frau und Künstlerin und verarbeitet in ihrer Biografie erstmals die nach Öffnung der privaten Archive heute verfügbaren wissenschaftlichen Kenntnisse zu Frida Kahlos Leben und Werk, darunter auch ein psychologisches Gutachten von 1949/50. »Wozu brauche ich Füße, wenn ich Flügel habe.« Frida Kahlo »Sie ist wie ein farbiges Band um eine Bombe!« André Breton über Frida Kahlo
Wer war diese Anna Amalia, die sich von der charmanten jungen Rokokoprinzessin zur Schutzgöttin der Künste wandelte? Dieser reichbebilderte Band illustriert den Lebensweg einer vielschichtigen Persönlichkeit, der es gelang, die eigenen künstlerischen Interessen für die kulturelle Entwicklung des Herzogtums Weimar fruchtbar zu machen. Das klassische Weimar ist ohne Anna Amalia (1739–1807), die Mutter Carl Augusts, undenkbar. Unter ihrer Regentschaft verwandelte sich die kleine Residenz zum geistigen Zentrum der Goethezeit. Es gelang ihr, herausragende Geister der Epoche – darunter Goethe, Wieland, Herder und Schiller – an ihren Hof zu ziehen. Sie begründete den »Weimarer Musenhof« mit seinen berühmten Leseabenden; sie förderte das deutsche Theater und verband das aristokratische Rokoko mit der neuen bürgerlichen Gefühlskultur. Ihre große Italienreise spiegelt die Italienbegeisterung der Zeit und Goethes Einfluß. Annette Seemann schildert den Lebensweg einer der bedeutendsten aufgeklärten Fürstinnen ihrer Zeit. Ein Akzent ihrer Darstellung liegt auf dem vielleicht größten Verdienst der Herzogin: der Gründung der »Herzogin Anna Amalia Bibliothek«. Nach dem verheerenden Brand des Jahres 2004 wird sie in Anna Amalias 200. Todesjahr nach umfangreichen Restaurierungen wieder zur Benutzung freigegeben.
Vom Haus am Frauenplan zum Theater, vom Palais Schardt zum Gartenhaus in den Park an der Ilm … So könnten Goethes Spaziergänge durch die Stadt ausgesehen haben, in die der junge Dichter 1775 aus Frankfurt kam. Und Weimar, die kleine Residenzstadt an der Ilm, wurde schon bald zu seiner Heimat. Seine Wege durch die Stadt, aber auch seine Ausflüge ins Umland, nach Ettersberg und Tiefurt, erzählen vom täglichen Leben des Dichters und erschließen zugleich ein Panorama seiner Zeit. Der reich bebilderte Band, kenntnisreich geschrieben von Annette Seemann, folgt diesen Gängen und sucht die Orte, die Goethe besonders liebte und häufig besuchte.
Lebensgeschichten der Herzogin Anna Amalia (1739-1807)
192 pages
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Amélies Kindheit vor mehr als 250 Jahren war nicht die einer Märchenprinzessin, sondern bestand aus steifen Regeln und einem vollen Stundenplan. Sie fühlte sich ungeliebt. Aber, eigensinnig und phantasievoll wie sie war, entdeckte sie für sich Räume zur freien Entfaltung: die Natur, die Künste und ungewöhnliche Freundschaften.
Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar ist die wichtigste Bibliothek der deutschen Literatur zwischen 1750 und 1850. Forscher aus aller Welt nutzen ihr Archiv mit fast einer Million Bänden. Am 2. September 2004 vernichtete ein verheerender Brand das historische Gebäude der Anna Amalia Bibliothek zusammen mit 50 000 kostbaren Büchern und Manuskripten, die wenig später in das neu errichtete Tiefenmagazin hätten überführt werden sollen. Die dramatischen Rettungsaktionen, die spontane Spendenbereitschaft zahlloser Bücherfreunde haben Schlagzeilen gemacht. Im Herbst 2007, in Anna Amalias 200. Todesjahr, wird nun das historische Stammgebäude nach umfangreicher Restaurierung wieder zur Benutzung freigegeben.
Sie ist wie ein farbiges Band um eine Bombe! Mehr Worte brauchte André Breton nicht, um die grandios kraftvolle Malerin Frida Kahlo (1907- 1954) zu beschreiben. Denn mit ihrer Kunst zündet sie geradezu ein Feuerwerk an Emotionen und Farben und bringt das Selbstporträt zu unnachahmlicher Perfektion. Sie malt den Kampf ihres Lebens und das eindrucksvolle Tagebuch ihres zerrissenen Seins, leidvoll und dennoch berstend vor Stolz. Aber trotz ihrer schweren Krankheit, die sie seit ihrer frühen Kindheit an den Rollstuhl fesselt, liebt sie das Leben - und die Liebe. Die Kunsthistorikerin Annette Seemann zeichnet das Bild einer unglaublich starken Frau, deren Leben und Kunst noch heute alle in ihren Bann ziehen.
In dieser ersten großen Kulturgeschichte Weimars seit Jahrzehnten zeigt Annette Seemann anschaulich, wie schon früh ein „Mythos Weimar“ entstand, und geht den verborgenen Verbindungslinien nach, die von Luther über Bach zu Goethe und weiter bis zum Bauhaus und zur Weimarer Verfassung führen. Weimar erscheint wie ein Kondensat deutscher Kultur und Geschichte: Luther wurde von hier aus politisch protegiert, und Johann Sebastian Bach wirkte am Weimarer Hof. Als Wahlheimat von Goethe und Schiller wurde die Stadt zum Zentrum der deutschen Klassik. Franz Liszt fühlte sich von der Aura Weimars magisch angezogen. Der geistig umnachtete Friedrich Nietzsche wurde nach Weimar geholt, damit er sich in die Reihe der Klassiker einfüge. Das Bauhaus entstand in Weimar, und nicht zufällig wurde hier die Weimarer Verfassung aus der Taufe gehoben. Aber auch das Konzentrationslager Buchenwald mit seinem Terror und seiner Untergrund-Kultur gehört zur Geschichte der Stadt. Adolf Hitler, Stalin und die DDR-Oberen machten sich den „Geist von Weimar“ zunutze, aber letztlich, so zeigt Annette Seemann in ihrem eindrucksvollen Buch, hat „Weimar“ als Inbegriff von Humanität, Freiheit und Bildung allen Vereinnahmungsversuchen widerstanden.
Annette Seemann beleuchtet den unkonventionellen Lebensweg der Peggy Guggenheim, ihren Aufstieg zur Mäzenin, Kunstikone und bedeutendsten Galeristin des 20. Jahrhunderts. Sie war kunstbesessen, eigenwillig, zugleich schüchtern und provokant und stets auf der Suche nach Inspiration und der wahren Liebe. Ein außergewönliches Frauenleben, geprägt von Schicksalsschlägen, turbulenten Ehen, leidenschaftlichen Affären und Beziehungen zu einigen der größten Künstlern der Zeit, wie Samuel Becket, Max Ernst und Jackson Pollock.
Ein Reisebegleiter für Kenner und solche, die es werden wollen
Wir lieben Weimar: Die Stadt, klein, 65.000 Einwohner, kann in allen Zeitschichten seit der Reformation bis in die Moderne großartige Bauten im menschlichen Maß aufweisen, aber auch besondere Einzelstücke, die es kennenzulernen lohnt: Natur und Kultur gehen hier ideale Verbindungen ein, und auch der Genuss kommt nicht zu kurz. Kleine, feine Läden, liebenswert und kenntnisreich betrieben, machen den Weimar-Besuch zu einem Erlebnis. Nicht nur Goethe und Schiller, auch das Bauhaus und die heutige Bauhaus-Universität mit ihrer studentischen Szene prägen Weimar; genauso wie das Regime des Nationalsozialismus, das bis heute im Stadtbild präsent ist. Ob die Juno Ludovisi im Goethe-Nationalmuseum, modernste Architektur am Rand des stimmungsvollen Ilmparks, den besten Kaffee aus Uruguay, einen versunkenen Riesen, eine Schaukelbrücke – alles das und noch viel mehr bietet Weimar.
KlappentextEine Schatzkammer des deutschen Schrifttums der Zeit zwischen 1750 und 1850, die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar, war noch bis in das Jahr 2000 und darüber hinaus deutschlandweit nicht sonderlich bekannt. Kenner jedoch schätzten Gebäude wie Inhalt: Ausgehend von einem Renaissance-Schlösschen des 16. Jahrhunderts wurden aus Platzbedarf bis in das 19. Jahrhundert Gebäude »angearbeitet«, so der Goethe-Gentz-Anbau, so der ehemalige Turm der Stadtmauer und so letztlich der Coudray-Anbau. Der Inhalt von insgesamt 900.000 Büchern litt unter den Aufbewahrungsbedingungen: Im historischen Gebäude herrschte bereits seit dem 19. Jahrhundert Platzmangel, weshalb die ständig wachsenden Bestände (schließlich 80 % von 900.000 Exemplaren) zum Brandzeitraum im Jahr 2004 in fünf nicht klimatisierten Außenmagazinen untergebracht waren. Von 120.000 im Brand betroffenen Büchern waren 60.000 verloren, aber die andere Hälfte konnte in Teilen oder ganz gerettet werden.
Das Porträt einer lebensfrohen, mutigen Frau Wenn es eine Person aus dem Umfeld Johann Wolfgang von Goethes gibt, über die bis heute das gesicherte Wissen mehr als mangelhaft ist, dann ist das Christiane von Goethe (1765–1816), geb. Vulpius. Als Goethe sie 1806 ehelichte, traf das in der geschlossenen Weimarer Gesellschaft auf wenig Gegenliebe, abfällige Bemerkungen eingeschlossen. Erst spät wandelte sich die Wahrnehmung in Forschung und Öffentlichkeit. Annette Seemann zeigt eine warmherzige, schon als Jugendliche mutige junge Frau, die ihr Schicksal beherzt in die Hand nahm und die von Goethe genau als die geliebt wurde, die sie war. Ergänzt wird der Band durch eine Auswahl von Briefen zwischen den beiden und überwiegend zeitgenössische Abbildungen.
Das Weimarer Residenzschloß war nicht nur der Wohnsitz von Herzogin Anna Amalia. 1617 wurde hier die »Fruchtbringende Gesellschaft zu Reinigung der deutschen Sprache« gegründet; in der Schloßkapelle, »Himmelsburg« genannt, war Johann Sebastian Bach an der Orgel zu hören; Goethe versuchte beim Wiederaufbau des Ostflügels, sein in Italien entwickeltes Architekturideal zu verwirklichen. Im 20. Jahrhundert tagten die Abgeordneten der Weimarer Republik im Schloß. Annette Seemann schildert seine wechselvolle Geschichte vom Mittelalter an bis heute.
Paolo Prodis klar und transparent geschriebenes Werk ist ein herausragendes Beispiel politischer Ideengeschichte und interdisziplinärer Gelehrsamkeit. Es bietet einen fundierten historischen Überblick über die Entwicklung des Gerechtigkeitsgedankens und den geistesgeschichtlichen Kontext, der die aktuellen Debatten um Gewissen und Gesetz in ihrer Komplexität verständlicher macht. Prodi entwirft ein eindrucksvolles Panorama der Gerechtigkeitsvorstellungen, das vom Alten Testament und der griechischen Antike bis zur Gegenwart reicht. Die religiös geprägten Auffassungen von iustitia bilden den Ausgangspunkt, wobei Gerechtigkeit zwischen Menschen und Gerechtigkeit Gottes eng miteinander verbunden sind. Ab dem 13. Jahrhundert entsteht jedoch ein Pluralismus der Rechtsordnungen (Kirchenrecht, Naturrecht, Römisches Recht) und der Gerichte. In der Folge divergieren das von verschiedenen Instanzen gesetzte Recht und die Anforderungen des nun individuell werdenden Gewissens. Der allmächtige und omnipräsente Staat tritt an die Stelle des allwissenden Gottes und versucht, Gewissensfragen rechtlich zu regeln. Dieser Konflikt zwischen individuellem Gewissen und dem allgemeinen Gesetz großer Institutionen prägt bis heute die Gerechtigkeitsproblematik, etwa in Bezug auf Abtreibung, Sterbehilfe oder genetische Eingriffe.
Wie es mit Amélie, mit 16 Jahren eine fast erwachsene junge Dame, als Gemahlin des in Weimar regierenden jungen Herzogs weitergeht, erfahrt ihr im zweiten Band des Buchs. Ihr erlebt, wie sie mit 17 Jahren ihr erstes Kind auf die Welt bringt und ein Jahr später schon regierende Herzogin ist. Natürlich verraten wir nicht schon alles!So erzählen wir nicht, ob die Nixe Amalunde von der Oker bis in die Ilm mitschwamm. Und es muss ebenso vorerst ein Geheimnis bleiben, wie Amélie versuchte, ihren Ärger über die verständnislosen Minister zu bekämpfen: Vielleicht mit Schnupftabak oder mit dem ständigen Kauf neuer Schuhe?
Seien Sie mit Johann Peter Eckermann bei Goethe zu Tisch, steigen Sie mit Thomas Mann im Gasthof 'Zum Elephanten' ab und besuchen Sie mit Franz Kafka das Schiller-Haus. Weimar ist der literarische Ort der Deutschen par excellence und seit mehr als 300 Jahren ein zwar kleiner, aber umso bedeutenderer kulturgeschichtlicher Kosmos, den es zu erkunden gilt. Die Autoren dieses Bandes - von Eckermann bis Andersen und von Kafka bis George - schildern in Gedichten, Briefen und Anekdoten die Merkwürdigkeiten der Stadt und ihrer Bewohner. Ihr Weg führt sie zum Haus am Frauenplan, in die Anna Amalia Bibliothek, ins Nietzsche-Archiv oder zum Bauhaus. Nach Stadtteilen und Ausflugszielen geordnet, laden die Texte ein zu einem Rundgang durch Kunst, Kultur und Geschichte.