Die Kindheit des Afghanen Massud: glückliche Jahre in einem friedlichen Land. Doch in die Idylle endet jäh mit dem Staatsstreich 1978. „Revolution“, Willkür und Gewalt eines verhassten Regimes, Aufmarsch der Roten Armee. Studentenjahren in der DDR folgt die Rückkehr in eine zerstörte Heimat. Die Mudschahedin sind inzwischen die neuen Herrscher; sie verschleppen seinen Bruder, während Massud sich im letzten Moment durch eine abenteuerliche Flucht retten kann. Für seine Familie riskiert er schließlich alles. Bruni Prasske schildert den Lebensweg eines Heimatlosen auf Irrfahrt zwischen Ländern und Kulturen.
Bruni Prasske Books






Sie nennen mich Smiley
- 256 pages
- 9 hours of reading
Ich hatte gelernt, dass Unbeschwertheit die beste Therapiemethode von allen war. Aber es war nicht einfach, sich Zufriedenheit und Fröhlichkeit anzueignen. Mir half es zu singen. Und so sang ich oft und laut. Mein Lachen war herzlich, und ich spürte jedes Mal, wie gut es mir tat. Mein eigenes Lachen konnte mich trösten. Ich lachte gegen mein Monster an, gegen mein Grübeln und gegen meine Ängste. Smiley nannten mich meine Mitschüler und die anderen Kinder in St. Phil’s. Sicher wäre es niemals jemanden, der es nicht besser wusste, in den Sinn gekommen, dass ausgerechnet ich einen positiven HIV-Status hatte.
Eigentlich sucht Bruni Prasske nur einen ortskundigen Stadtführer in Saigon. Doch stattdessen trifft sie Dien, den Rollstuhlfahrer mit dem Jackie-Chan-Charme, dem umwerfenden Lächeln - und den perfekten Deutschkenntnissen! Sein Schicksal als vietnamesisches Kriegskind, das in Hamburg aufwuchs und nach Jahren zurückmusste in eine Heimat, die keine mehr war, lässt sie nicht mehr los. Die beiden beschließen gemeinsam zu reisen: Es ist ein abenteuerlicher Trip, und die beiden ungleichen Weggefährten kommen sich näher ... Mit zahlreichen Fotos.
Bruni Prasskes neuer faszinierender Reisebericht über den Iran und seine Frauen Sechs Jahre nach Veröffentlichung ihres Bestsellers 'Mögen deine Hände niemals schmerzen' ist Bruni Prasske erneut der Stimme ihres Herzens gefolgt und hat den Iran bereist. Als Europäerin, ohne Begleitung. Das Land hat sich verändert. Trotz aller Repressionen gelingt es ihr erneut, Zugang zu den Menschen in diesem so widersprüchlichen wie faszinierenden Land zu finden. In ihrer unnachahmlich präzisen und gleichzeitig poetischen Sprache beschreibt sie ihre persönlichen Reiseerlebnisse und Begegnungen – vor allem mit Frauen, denen es gelingt, trotz der schwierigen politischen Situation ein erstaunlich freies und modernes Leben zu führen. Erstaunliche Einblicke in ein Land, das in den Medien nur mit Unterdrückung in Verbindung gebracht wird.
Mögen deine Hände niemals schmerzen
- 336 pages
- 12 hours of reading
Bruni Prasske träumt schon lange von einer Reise in den Iran, und als sie eines Tages im Flugzeug nach Teheran sitzt, ist sie dank ihrer Freundschaft zu Farid bestens mit Adressen und Erzählungen ausgestattet. Doch was erwartet sie in einem Land, in dem Frauen wenig Rechte haben und politische Verfolgung ein offenes Geheimnis ist? Ihre Begegnung mit der fremden Kultur ist geprägt von Überraschungen: Hinter dem Rücken der gestrengen Sittenwächter offenbart der Iran sein fröhliches Antlitz und viel Lebenskunst. Und schließlich lernt Bruni einen attraktiven persischen Mann kennen - und eine verbotene Liebe nimmt ihren Lauf.
Mitten im brasilianischen Dschungel, am Amazonas, kommt Sueli Menezes zur Welt - und wird von ihrer Mutter ausgesetzt, vor der Tür einer fremden Familie. Ihre Kindheit geprägt von den Gefahren des tropischen Regenwaldes und der Brutalität des Pflegevaters, der über die Familie herrscht wie ein Tyrann. Eines Tages beobachtet ein französischer Ingenieur, wie das sechsjährige Mädchen mißhandelt wird. Er bietet Sueli an, sie in die Großstadt Manaus mitzunehmen und für sie zu sorgen. Suelis Leben nimmt eine unverhoffte Wendung?
Mit der Knutschkugel unterwegs Fernweh! So schön das Leben als Dauercamperin am Elbstrand ist, die Weltenbummlerin braucht Ortsveränderung. Verreist wird mit dem neuen Mann an ihrer Seite, und Emmy, einem kleinen, formschönen Wohnwagen aus den 60ern, in Fachkreisen auch Knutschkugel genannt.
Die Entrümpler
- 240 pages
- 9 hours of reading
Ist das Kunst oder kann das weg? Was am Ende eines Lebens übrig bleibt, was sich so in Schubläden, hinter Schränken und auf Dachböden verbirgt, sagt vieles über die einstigen Besitzer aus. Mirko und Sven sind Entrümpler aus Passion. Denn der Frage »Wie lebt der Mensch?« kommt man beim Auflösen eines Haushalts ein ganzes Stück näher. Als erfahrene Entrümpler haben sie einen untrüglichen Blick für die Gegenstände und die Atmosphäre eines Hauses, sie setzen aus Fragmenten Lebensbilder zusammen. In einer Welt des Überflusses retten die beiden kleine und große Schätze, Dinge einfach wegzuwerfen kommt für sie nicht infrage.
Einfach draußen sein Von Frühling bis Herbst teilt Bruni Prasske seit zwei Jahren ihre Nächte mit Rex, dem Wohnwagen. Rex steht in Hamburg Blankenese an der Elbe, sie fand zu ihm aus Liebesleid, er sollte sie vom Verlassenwordensein ablenken. Von ihrem Bett aus kann sie die Ozeandampfer beobachten und den heimischen Sternenhimmel. Doch wer unter die Camper gerät, entdeckt weit mehr. Die Großstadt ist nah und fern zugleich – was auch für Strom und fließendes Wasser gilt. Exzentrische bis bodenständige Nachbarn einerseits und durchreisende Camperprofis mit ihren Movern, Satellitenschüsseln und akkurat abgespannten Vorzelten andererseits halten den Neuling auf Trab. Bruni Prasske erfährt die Heimat neu und lernt, sich in einer Männerwelt zu behaupten. Denn auf dem Campingplatz herrschen vermeintlich klare Verhältnisse: Frauen sind für die Küchenzeile und fürs Vorzelt zuständig. Beim Lagerfeuer werden Wohnwagen-Sozialisations-Geschichten ausgetauscht. Von all diesen Erlebnissen weiß die Autorin sehr amüsant zu erzählen.
Im Spiegel der Zeit
Packeis. Mörgen deine Hände neimals schmerzen. Joschka Fischer. Jeden Tag ein kleines Wunder





