Hure Roms oder geniale Strategin? Kaum eine historische Persönlichkeit hat so viele Schriftsteller, Komponisten und Maler inspiriert wie Kleopatra, die letzte Herrscherin auf dem Pharaonenthron. Ihr Leben und Lieben war Gegenstand von mehr als 40 Filmen, ihre Schönheit und Verführungskünste sind legendär. Sie galt als skrupellos und machtgierig. Männer, die sich ihr widersetzten, drohte der Tod. Doch wird ihr dieses Bild gerecht? Kleopatra lebte in einer Zeit, als Rom sich ein Königreich nach dem anderen einverleibte. Um ihren Plan von der ägyptischen Weltmacht zu verwirklichen, machte sie sich die beiden wichtigsten Männer Roms – Julius Caesar und nach ihm Marcus Antonius – zu Verbündeten und baute ein Herrschaftsgebiet auf, das seinesgleichen suchte. Von den Jugendjahren über ihre Affären, die Konflikte mit Rom bis hin zu ihrem tragischen Selbstmord, in dessen Folge das jahrtausendalte Ägypten zur römischen Provinz verkam: Eindrucksvoll rekonstruiert diese reich bebilderte Biografie das Leben und Wirken einer klugen Staatsfrau, die mit allen Mitteln ihre Macht und Unabhängigkeit zu retten suchte. Der Leser erhält zudem einen detaillierten Einblick in die politischen Geschehnisse im ereignisreichen 1. Jh. v. Chr.
Hilmar Klinkott Books



Der Griechenland-Feldzug des persischen Großkönigs Xerxes I. ist bislang nicht aus einer konsequent östlichen Perspektive untersucht worden. Die Inschrift des Xerxes aus Persepolis XPl bietet methodisch dafür eine Grundlage als Leitfaden einer achaimenidischen Programmatik. Die Neubewertung des Griechenlandfeldzuges anhand dieser Inschrift ist weder ein Korrektiv der bestehenden Forschung noch ein Versuch, den Feldzug ereignis- oder militärgeschichtlich umfänglich zu rekonstruieren. Vielmehr nutzt Hilmar Klinkott sie als Schlüssel für das Verständnis ganz anderer, großköniglicher Akzente, Zielsetzungen und Bewertungen, die damit auch das Gesamtbild des Feldzuges prägen. Denn anders als aus griechischer Sicht war das Unternehmen für Xerxes unter gewissen Aspekten durchaus ein Erfolg.
SpielRäume der Antike - 4: Zwischen Assur und Athen
Altorientalisches in den Historien Herodots
- 243 pages
- 9 hours of reading
Das vielschichtige Verhältnis Herodots zur Welt des persischen Alten Orients bildet die thematische Leitlinie dieses Bandes: Er versteht sich als eine „interdisziplinäre Stellenkommentierung“ und zielt darauf ab, zu neuen Blickwinkeln und Deutungen anzuregen. Altorientalische Elemente stehen angesichts des griechischen Grundcharakters der Historien zwar nicht im Mittelpunkt, sind aber dennoch häufig und dicht nachzuweisen. Hier ergibt sich unweigerlich eine Reihe von Fragen: Wie fanden Informationen über den Alten Orient überhaupt ihren Weg zu Herodot? Erkannte er ihre originäre Bedeutung? Und wie und zu welchem Zweck verfremdete er sie für sein griechisches Publikum? Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes wollen eine konstruktive Diskussion anregen, die Herodot als „Wanderer zwischen den Welten“ ernst nimmt und die dazu beiträgt, auch Bekanntes aus anderen Blickwinkeln neu zu überdenken.