Eine wesentliche Übersicht über Renate Bertlmanns avantgardistische feministischen Werke aus den 1970er und 1980er Jahren. Dieser Katalog begleitet die erste Einzelausstellung der österreichischen feministischen Künstlerin Renate Bertlmann (geb. 1945) im Landesgalerie Niederösterreich und konzentriert sich auf Bertlmanns Skulpturen, Fotografien und Performances aus den 70er und 80er Jahren, unterteilt in Pornografie, Ironie und Utopie.
Der Österreichische Pavillon der Venedig Biennale 2019 präsentiert Renate Bertlmann, eine Pionierin der frühen feministischen Performancekunst. Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein hat mit Bertlmann eine Künstlerin gewonnen, die eine bedeutende Rolle in der Geschichte der weiblichen Performancekunst in Österreich spielt und international hoch angesehen ist. Bertlmann ist die erste Frau, die mit einer Soloausstellung im Österreichischen Pavillon geehrt wird. Das begleitende Buch geht über einen Ausstellungskatalog hinaus und setzt die Ausstellung im Buchformat fort. Texte von Hélène Cixous, Catherine Wood, Beatriz Colomina und Lina Streeruwitz bieten tiefgehende Diskussionen und Analysen zu Bertlmanns Arbeiten. In der Quellensammlung können Leser Renate Bertlmanns Gedanken und Werk weiter erkunden, einschließlich ihres umfangreichen Archivs mit Notizen, Skizzen und analytischem Material. Auch enthalten sind Texte von Bertlmann selbst, darunter Gedichte, Manifeste und Musikpartituren. Dieses Buch eröffnet den Lesern den Kosmos der Gedanken und Gefühle einer außergewöhnlichen Künstlerin, die auf über 50 Jahre künstlerisches Schaffen zurückblicken kann.