Handeln, Personsein, Menschenwürde und zahlreiche Fragen der Angewandten Ethik – das ist das weite Spektrum dieser Festschrift und auch des Denkens von Ralf Stoecker, dem sie gewidmet ist. Ganz in seinem Geiste laden die Beiträge des Bandes dazu ein, zusammen zu denken und zusammenzudenken, was – möglicherweise – zusammengehört.
Demokratie? Haben wir gar nicht, sagen die einen. Funktioniert nicht, sagen andere. Wird untergehen, sagen dritte. Muss völlig umgekrempelt werden, sagen vierte. Wer hat recht? Das können wir nur sagen, wenn wir wissen, was Demokratie ist. Na klar, Wahlen, Bundestag und so weiter. Aber was bedeutet Demokratie wirklich? Was ist ihr Kern? Wie nah oder fern sind wir diesem Kern? Und vor allem: Worin liegt der Wert der Demokratie? Was muss sich ändern? Der Philosoph Roland Kipke gibt Antworten auf diese Fragen. Er räumt mit einer Fülle falscher Erwartungen auf, bringt die Demokratie auf den Punkt und entwickelt Ideen für die Zukunft – schwungvoll und verständlich. Eine glasklare Darstellung und ein leidenschaftliches Plädoyer für die Demokratie.
Eine ethische Untersuchung zu Selbstformung und Neuro-Enhancement
317 pages
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Neuro-Enhancement ist eines der drängenden ethischen Probleme unserer Zeit: Sollen wir unsere mentalen Eigenschaften durch Pillen verbessern? Die ethische Diskussion stößt immer wieder auf die Frage, ob Neuro-Enhancement letztlich dasselbe ist wie die nicht-technischen Selbstverbesserungsmethoden durch mentale Arbeit (Selbstformung) oder ob es sich grundlegend davon unterscheidet. Obwohl diese Frage ein zentraler Angelpunkt der Debatte ist, wird sie bislang nie genauer untersucht. Mehr noch, es fehlt an einer tragfähigen Theorie dieser Selbstformung, obwohl sie weithin praktiziert wird. Was ist diese Selbstformung genau? Was macht sie mit dem Menschen? Roland Kipke greift dieses doppelte Desiderat auf. Er entwickelt ein Konzept der Selbstformung und führt einen systematischen ethischen Vergleich zwischen den beiden Wegen der Selbstverbesserung durch. Damit füllt er nicht nur eine zentrale Lücke in der Debatte um Neuro-Enhancement, sondern liefert darüber hinaus wesentliche Elemente einer Ethik der menschlichen Selbstverbesserung. „Besser werden“ ist ein Meilenstein in der Debatte um Neuro-Enhancement und den verbessernden Umgang des Menschen mit sich selbst.
Die Frage nach dem menschlichen Lebensrecht trifft einen zentralen Nerv der aktuellen bioethischen Debatten. Ob Euthanasie, Abtreibung oder Forschung an Embryonen - stets geht es um die Frage nach dem individuellen Lebensrecht. Da dieses zumeist am Status der Personalität festgemacht wird, lautet die Grundfrage, ob alle oder nur manche Menschen Personen sind. Der Philosoph Robert Spaemann über die hier vorliegende, längst überfällige Untersuchung dieses hochbrisanten Themas: „... eine ungewöhnlich gute, wohldurchdachte Arbeit, aus der ich noch manches gelernt habe “. Zum Autor: studierte Philosophie, Politik und Neuere Geschichte in Göttingen, Siena und Berlin. Zur Zeit arbeitet er als freier Journalist, insbesondere auf dem Gebiet der Biotechnologie und Bioethik.