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Die Korruption im „Dritten Reich“ hatte viele Facetten: Reichsminister, die mit öffentlichen Mitteln Schlösser und „Herrensitze“ erwarben und beträchtliche Steuerprivilegien genossen; Höhere SS- und Polizeiführer, die Marmorbäder aus französischen Schlössern demontierten, um ihre Diensträume damit auszustatten; Gestapobeamte, die ihre jüdischen Opfer bei „Haussuchungen“ ausplünderten; und, nicht zu vergessen, eine riesige Zahl von Parteigenossen und Funktionären, die Mitgliedsbeiträge und Sammlungseinnahmen unterschlugen. Allein von 1934 bis 1941 strengte der NSDAP-Reichsschatzmeister 10. 887 Strafverfahren an. Korruption war kein isoliertes Randphänomen, sondern ein zentrales Strukturproblem der NS-Herrschaft. Der Autor macht nicht nur den Umfang der Korruption deutlich, sondern geht vor allem ihren Ursachen nach: der NS-Bewegung, die in Cliquen zerfiel und durch Patronage und materielle Gefälligkeiten zusammengehalten wurde; den diktatorische Verhältnissen, in denen es weder eine wirksame Machtkontrolle noch eine kritische Öffentlichkeit gab; der engen Verbindung von Rassismus mit absoluter Macht, die ein auf Bereicherung orientiertes „Herrenmenschentum“ förderte.
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Parvenüs und Profiteure, Frank Bajohr
- Language
- Released
- 2001
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- (Hardcover),
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- Damaged
- Price
- €2.39
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- Language
- German
- Authors
- Frank Bajohr
- Publisher
- S. Fischer
- Released
- 2001
- Format
- Hardcover
- Pages
- 255
- ISBN10
- 3100048121
- ISBN13
- 9783100048127
- Series
- Tags
- Non-Fiction, Art & Culture, Historical Themes, History, Art, Germany, Nazism, Third Reich (Nazi Germany), 1933-1945, Crimes, Corruption, Criminal Law, Legal History
- Rating
- 4 out of 5
- Description
- Die Korruption im „Dritten Reich“ hatte viele Facetten: Reichsminister, die mit öffentlichen Mitteln Schlösser und „Herrensitze“ erwarben und beträchtliche Steuerprivilegien genossen; Höhere SS- und Polizeiführer, die Marmorbäder aus französischen Schlössern demontierten, um ihre Diensträume damit auszustatten; Gestapobeamte, die ihre jüdischen Opfer bei „Haussuchungen“ ausplünderten; und, nicht zu vergessen, eine riesige Zahl von Parteigenossen und Funktionären, die Mitgliedsbeiträge und Sammlungseinnahmen unterschlugen. Allein von 1934 bis 1941 strengte der NSDAP-Reichsschatzmeister 10. 887 Strafverfahren an. Korruption war kein isoliertes Randphänomen, sondern ein zentrales Strukturproblem der NS-Herrschaft. Der Autor macht nicht nur den Umfang der Korruption deutlich, sondern geht vor allem ihren Ursachen nach: der NS-Bewegung, die in Cliquen zerfiel und durch Patronage und materielle Gefälligkeiten zusammengehalten wurde; den diktatorische Verhältnissen, in denen es weder eine wirksame Machtkontrolle noch eine kritische Öffentlichkeit gab; der engen Verbindung von Rassismus mit absoluter Macht, die ein auf Bereicherung orientiertes „Herrenmenschentum“ förderte.







