Explore the latest books of this year!
Bookbot

Carl Vaernet

Parameters

  • 327 pages
  • 12 hours of reading

More about the book

In den nationalsozialistischen Konzentrationslagern wurden zahlreiche pseudowissenschaftliche und oft tödliche Experimente an Häftlingen durchgeführt, darunter auch an homosexuellen Männern, die durch Zwangsmaßnahmen „geheilt“ werden sollten. Der dänische Arzt und SS-Sturmbannführer Carl Værnet implantierte im KZ Buchenwald eine von ihm entwickelte „künstliche Drüse“, die männliche Hormone abgeben sollte, um homosexuelle Häftlinge zur Heterosexualität zu „überzeugen“. Mindestens zwei Gefangene starben an den Folgen dieser Eingriffe. Nach dem Krieg wurde Værnet verhaftet, entkam jedoch durch Flucht nach Argentinien und blieb für seine Verbrechen unbestraft. Er starb unbehelligt im Exil. Værnet war ein typischer „Biedermann“, der, getrieben von einem unstillbaren Sendungsbewusstsein und pseudowissenschaftlichen Ideen, bereit war, alles zu tun, um seine Ziele zu erreichen. Die vier Autoren haben umfangreiche Recherchen durchgeführt und zuvor unzugängliche Archivmaterialien sowie Interviews mit Værnets Kindern und einer überlebenden Versuchsperson genutzt, um eine NS-Biographie zu erstellen, die die „Banalität des Bösen“ verdeutlicht. Sie bieten Einblicke in die Funktionsweise der nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie und beleuchten die wenig bekannte, aber interessante Situation Dänemarks während der deutschen Besatzung von 1940 bis 1945 sowie deren Aufarbeitung nach der Befreiung.

Book purchase

Carl Vaernet, Hans Davidsen-Nielsen

Language
Released
2004
product-detail.submit-box.info.binding
(Paperback)
We’ll email you as soon as we track it down.

Payment methods

No one has rated yet.Add rating

Title
Carl Vaernet
Language
German
Released
2004
Format
Paperback
Pages
327
ISBN10
3950050728
ISBN13
9783950050721
Series
Description
In den nationalsozialistischen Konzentrationslagern wurden zahlreiche pseudowissenschaftliche und oft tödliche Experimente an Häftlingen durchgeführt, darunter auch an homosexuellen Männern, die durch Zwangsmaßnahmen „geheilt“ werden sollten. Der dänische Arzt und SS-Sturmbannführer Carl Værnet implantierte im KZ Buchenwald eine von ihm entwickelte „künstliche Drüse“, die männliche Hormone abgeben sollte, um homosexuelle Häftlinge zur Heterosexualität zu „überzeugen“. Mindestens zwei Gefangene starben an den Folgen dieser Eingriffe. Nach dem Krieg wurde Værnet verhaftet, entkam jedoch durch Flucht nach Argentinien und blieb für seine Verbrechen unbestraft. Er starb unbehelligt im Exil. Værnet war ein typischer „Biedermann“, der, getrieben von einem unstillbaren Sendungsbewusstsein und pseudowissenschaftlichen Ideen, bereit war, alles zu tun, um seine Ziele zu erreichen. Die vier Autoren haben umfangreiche Recherchen durchgeführt und zuvor unzugängliche Archivmaterialien sowie Interviews mit Værnets Kindern und einer überlebenden Versuchsperson genutzt, um eine NS-Biographie zu erstellen, die die „Banalität des Bösen“ verdeutlicht. Sie bieten Einblicke in die Funktionsweise der nationalsozialistischen Tötungsmaschinerie und beleuchten die wenig bekannte, aber interessante Situation Dänemarks während der deutschen Besatzung von 1940 bis 1945 sowie deren Aufarbeitung nach der Befreiung.