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Schillers Schreibtisch in Buchenwald

Bericht

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  • 253 pages
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Das Erbe eines Genies und einer Gewaltherrschaft. Von Schillers berühmtem Schreibtisch stehen in Weimar zwei Exemplare: das Original in Schillers Wohnhaus, mit Globus, zwei Kerzenhaltern, Feder, und eine maßgetreue Kopie in einem Lagerraum. Die Nachbildung wurde zwischen 1942 und 1943 hergestellt - anderthalb Jahre war Schillers Schreibtisch in einer Werkstatt-Baracke im Zentrum des KZ Buchenwald deponiert, als Vorlage für eine Kopie, die im Schillerhaus wegen der Gefahr von Bombenangriffen aufgestellt werden sollte. Ein Häftling des KZ fertigte die Kopie an. Das Original wurde im Nietzsche-Archiv sicher untergebracht. Dieter Kühn hat erstmals die genauen Umstände des Nachbaus recherchiert und erzählt diese deutsche Geschichte. Aus zwei Perspektiven blickt er auf den zum Symbol gewordenen Schreibtisch. Zum einen zeichnet er Schillers Weg zu einem freien Schriftsteller nach: Schiller auf der Flucht, auf der Suche nach einem Schreibtisch und schließlich seine Arbeit am Schreibtisch. Andererseits beleuchtet Kühn den Schillerkult der NS-Regimes und führt eindrucksvoll vor Augen, welch absonderliche Verbindung das Dritte Reich mit der Weimarer Klassik einging und wie der Tisch, an dem der Dichter der Freiheit seine Werke vollendete, dort kopiert wurde, wo Menschenwürde nichts mehr galt.

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Schillers Schreibtisch in Buchenwald, Dieter Kuhn

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2007
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(Paperback)
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Subtitle
Bericht
Language
German
Released
2007
Format
Paperback
Pages
253
ISBN10
3596173000
ISBN13
9783596173006
Series
Description
Das Erbe eines Genies und einer Gewaltherrschaft. Von Schillers berühmtem Schreibtisch stehen in Weimar zwei Exemplare: das Original in Schillers Wohnhaus, mit Globus, zwei Kerzenhaltern, Feder, und eine maßgetreue Kopie in einem Lagerraum. Die Nachbildung wurde zwischen 1942 und 1943 hergestellt - anderthalb Jahre war Schillers Schreibtisch in einer Werkstatt-Baracke im Zentrum des KZ Buchenwald deponiert, als Vorlage für eine Kopie, die im Schillerhaus wegen der Gefahr von Bombenangriffen aufgestellt werden sollte. Ein Häftling des KZ fertigte die Kopie an. Das Original wurde im Nietzsche-Archiv sicher untergebracht. Dieter Kühn hat erstmals die genauen Umstände des Nachbaus recherchiert und erzählt diese deutsche Geschichte. Aus zwei Perspektiven blickt er auf den zum Symbol gewordenen Schreibtisch. Zum einen zeichnet er Schillers Weg zu einem freien Schriftsteller nach: Schiller auf der Flucht, auf der Suche nach einem Schreibtisch und schließlich seine Arbeit am Schreibtisch. Andererseits beleuchtet Kühn den Schillerkult der NS-Regimes und führt eindrucksvoll vor Augen, welch absonderliche Verbindung das Dritte Reich mit der Weimarer Klassik einging und wie der Tisch, an dem der Dichter der Freiheit seine Werke vollendete, dort kopiert wurde, wo Menschenwürde nichts mehr galt.