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Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich im Frühkapitalismus Nordwesteuropas der Sozialismus als Gegenbewegung. Mit der ArbeiterInnen-Bewegung begann ein bedeutender Prozess der allgemeinen Emanzipation. Aus den Diskussionen und Flügelkämpfen formierten sich zwei Hauptströmungen: Karl Marx für den autoritären und Michael Bakunin für den anti-autoritären Flügel der Bewegung. Der Anarchismus stellte hohe moralische und ethische Ansprüche an die Menschen und forderte unteilbare Freiheit für alle sowie die Ablehnung jeglichen Elitedenkens und vorübergehender Machtstrukturen. Dennoch gelang es ihm nicht, Anarchie in der Gesellschaft zu etablieren. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelten sich zudem verschiedene Strömungen des Anarchismus, was die Bildung einer homogenen Bewegung erschwerte. Das Buch beleuchtet diese unterschiedlichen Richtungen innerhalb der anarchistischen Bewegung sowie die Rolle der AnarchistInnen während der Revolutionen von der Pariser Kommune 1871 bis zur Studentenbewegung 1968. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass Anarchismus ein Jugendprivileg sei, betont Gustav Landauer, dass Anarchie nicht nur eine Forderung, sondern eine Lebensweise ist.
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Anarchismus, Hans-Jürgen Degen
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- 2006
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- (Paperback)
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