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Helmut Kohl

Die Biographie

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Es ist ironisch, dass Noack und Bickerich, zwei ehemalige SPIEGEL-Journalisten, den Lebensweg eines Altkanzlers nachzeichnen, den sie als Teil der von ihm gehassten „Hamburger Medienmafia“ betrachten. Eine Jubelfeier war von ihnen nicht zu erwarten, besonders nach Kohls selbstverklärenden „Erinnerungen“, die die Gefahr der Legendenbildung am Vorabend seines 80. Geburtstags verdeutlichen. Um dem entgegenzuwirken, beschlossen die Autoren, Kohls biografische und politische Facetten kritisch zu beleuchten. Trotz ihrer scharfen Analysen bleibt Raum für Anerkennung. Unterhaltsam und zügig schildern sie die Stationen des „Einheitskanzlers“, dessen 16 Amtsjahre alle anderen deutschen Regierungschefs überstrahlten. Ursprünglich als „Birne“ belächelt, zeigt sich ein Mann, dessen Hauptziel die Macht war. Kohl, von Habermas als „verkörperte Entwarnung“ bezeichnet, war ein Instinktmensch, der 1989 mächtige Gegner von der politischen Bühne fegte. Doch nach der verlorenen Wahl 1998 und dem Skandal um sein „Ehrenwort“ erlebte er einen dramatischen politischen Niedergang. Noack und Bickerich legen ein Psychogramm vor, das die moralischen Fragen und Vorhaltungen aufwirft, die den Glanz seines Jubiläums trüben. Dennoch wird erwartet, dass der Altkanzler auch diesen medialen Angriff ignoriert.

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Helmut Kohl, Hans-Joachim Noack

Language
Released
2010
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(Hardcover),
Book condition
Good
Price
€2.49

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3.7
Very Good
30 Ratings

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Subtitle
Die Biographie
Language
German
Publisher
Rowohlt
Released
2010
Format
Hardcover
ISBN10
3871346578
ISBN13
9783871346576
Series
Rating
3.65 out of 5
Description
Es ist ironisch, dass Noack und Bickerich, zwei ehemalige SPIEGEL-Journalisten, den Lebensweg eines Altkanzlers nachzeichnen, den sie als Teil der von ihm gehassten „Hamburger Medienmafia“ betrachten. Eine Jubelfeier war von ihnen nicht zu erwarten, besonders nach Kohls selbstverklärenden „Erinnerungen“, die die Gefahr der Legendenbildung am Vorabend seines 80. Geburtstags verdeutlichen. Um dem entgegenzuwirken, beschlossen die Autoren, Kohls biografische und politische Facetten kritisch zu beleuchten. Trotz ihrer scharfen Analysen bleibt Raum für Anerkennung. Unterhaltsam und zügig schildern sie die Stationen des „Einheitskanzlers“, dessen 16 Amtsjahre alle anderen deutschen Regierungschefs überstrahlten. Ursprünglich als „Birne“ belächelt, zeigt sich ein Mann, dessen Hauptziel die Macht war. Kohl, von Habermas als „verkörperte Entwarnung“ bezeichnet, war ein Instinktmensch, der 1989 mächtige Gegner von der politischen Bühne fegte. Doch nach der verlorenen Wahl 1998 und dem Skandal um sein „Ehrenwort“ erlebte er einen dramatischen politischen Niedergang. Noack und Bickerich legen ein Psychogramm vor, das die moralischen Fragen und Vorhaltungen aufwirft, die den Glanz seines Jubiläums trüben. Dennoch wird erwartet, dass der Altkanzler auch diesen medialen Angriff ignoriert.