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Die schlechte Aufhebung der autoritären Persönlichkeit

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  • 108 pages
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Die Gesellschaft und mit ihr die Familie verzichten auf das zu kostspielige Mittel der Triebunterdrückung. Was vor sich geht, wird frappant deutlich, wenn wir Herbert Marcuse zitieren, der noch 1938 schrieb: „Die unverklärte, unrationalisierte Freigabe der sexuellen Beziehungen wäre die stärkste Freigabe des Genusses als solchem und die totale Entwertung der Arbeit um der Arbeit willen. Die Spannung zwischen dem Selbstwert der Arbeit und der Freiheit des Genusses könnte innerhalb eines Menschenwesens nicht ertragen werden: die Trostlosigkeit und Ungerechtigkeit der Arbeitsverhältnisse werden eklatant das Bewusstsein der Individuen durchdringen und ihre friedliche Einordnung in das gesellschaftliche System der bürgerlichen Welt unmöglich machen.“ Inzwischen wurde Sexualität „freigegeben“ und Arbeit „entwertet“ - doch mit ganz anderen Konsequenzen, als Marcuse damals hoffte. Aber mit welchen Konsequenzen eigentlich?

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Die schlechte Aufhebung der autoritären Persönlichkeit, Frank Böckelmann

Language
Released
1987
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Title
Die schlechte Aufhebung der autoritären Persönlichkeit
Language
German
Released
1987
Pages
108
ISBN10
3924627126
ISBN13
9783924627126
Series
Description
Die Gesellschaft und mit ihr die Familie verzichten auf das zu kostspielige Mittel der Triebunterdrückung. Was vor sich geht, wird frappant deutlich, wenn wir Herbert Marcuse zitieren, der noch 1938 schrieb: „Die unverklärte, unrationalisierte Freigabe der sexuellen Beziehungen wäre die stärkste Freigabe des Genusses als solchem und die totale Entwertung der Arbeit um der Arbeit willen. Die Spannung zwischen dem Selbstwert der Arbeit und der Freiheit des Genusses könnte innerhalb eines Menschenwesens nicht ertragen werden: die Trostlosigkeit und Ungerechtigkeit der Arbeitsverhältnisse werden eklatant das Bewusstsein der Individuen durchdringen und ihre friedliche Einordnung in das gesellschaftliche System der bürgerlichen Welt unmöglich machen.“ Inzwischen wurde Sexualität „freigegeben“ und Arbeit „entwertet“ - doch mit ganz anderen Konsequenzen, als Marcuse damals hoffte. Aber mit welchen Konsequenzen eigentlich?