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Habitat und Habitus

Pierre Bourdieus visuelle Soziologie

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  • 276 pages
  • 10 hours of reading

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Habitat und Habitus – ein semantischer Gleichklang, der auf ein fehlendes Glied in der internationalen und interdisziplinären Diskussion über Bourdieus Habitus-Konzept verweist. Bisher konzentrierte sich die Rezeption des »Habitus« fast ausschließlich auf die in La distinction präsentierte »Ethnographie der französischen Gegenwartsgesellschaft«. Dieser Eindruck war jedoch defizitär und wird erst durch einen Blick auf Bourdieus algerische Erfahrungen verständlich. In seinen grundlegenden ethnografischen Forschungen entwickelte Bourdieu, unterstützt durch den Blick seiner Kamera, eine spezifische Perspektive auf die Verbindung zwischen der im Habitat der Menschen vergegenständlichten und in ihrem Habitus verankerten gesellschaftlichen Welt. Mit hunderten Fotos dokumentierte er die Spuren einer durch koloniale Gewalt zerstörten traditionellen Lebensform, in der Habitat und Habitus eine natürliche Einheit bildeten. Diese visuellen Zeugnisse aus seiner Frühphase dienten ihm zeitlebens als Anschauungsmaterial für seine theoretischen Arbeiten. Bourdieus Fotografien verdeutlichen, wie der Verlust dieser angestammten Lebenswelt in einem gebrochenen Habitus der Entwurzelten sichtbar wird und welches Maß an zerstörerischer Gewalt im Clash of Civilisations des Kolonialismus zum Ausdruck kommt.

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Habitat und Habitus, Franz Schultheis

Language
Released
2023
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(Paperback)
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Title
Habitat und Habitus
Subtitle
Pierre Bourdieus visuelle Soziologie
Language
German
Publisher
Springer VS
Released
2023
Format
Paperback
Pages
276
ISBN10
3658383690
ISBN13
9783658383695
Series
Description
Habitat und Habitus – ein semantischer Gleichklang, der auf ein fehlendes Glied in der internationalen und interdisziplinären Diskussion über Bourdieus Habitus-Konzept verweist. Bisher konzentrierte sich die Rezeption des »Habitus« fast ausschließlich auf die in La distinction präsentierte »Ethnographie der französischen Gegenwartsgesellschaft«. Dieser Eindruck war jedoch defizitär und wird erst durch einen Blick auf Bourdieus algerische Erfahrungen verständlich. In seinen grundlegenden ethnografischen Forschungen entwickelte Bourdieu, unterstützt durch den Blick seiner Kamera, eine spezifische Perspektive auf die Verbindung zwischen der im Habitat der Menschen vergegenständlichten und in ihrem Habitus verankerten gesellschaftlichen Welt. Mit hunderten Fotos dokumentierte er die Spuren einer durch koloniale Gewalt zerstörten traditionellen Lebensform, in der Habitat und Habitus eine natürliche Einheit bildeten. Diese visuellen Zeugnisse aus seiner Frühphase dienten ihm zeitlebens als Anschauungsmaterial für seine theoretischen Arbeiten. Bourdieus Fotografien verdeutlichen, wie der Verlust dieser angestammten Lebenswelt in einem gebrochenen Habitus der Entwurzelten sichtbar wird und welches Maß an zerstörerischer Gewalt im Clash of Civilisations des Kolonialismus zum Ausdruck kommt.