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Der Zauberberg

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  • 1001 pages
  • 36 hours of reading

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Wenn irgendwann einmal ein Preis für den besten Buchtitel vergeben werden sollte, würde Thomas Manns <i>Zauberberg</i> ganz oben auf der Liste stehen. Schon der Titel weckt Neugier auf eine magische Welt. Doch das Buch entführt nicht in fremde Feenwelten, sondern entfaltet eine eigene, klare Magie. Die erste magische Leistung ist, eine Handlung, die in einem Satz zusammengefasst werden kann, auf 1.000 Seiten auszudehnen: Der junge Hamburger Hans Castorp, aus einer Patrizierfamilie, lebt bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs sieben Jahre in einem Schweizer Luxussanatorium für Lungenkranke, ohne selbst krank zu sein. Die zweite magische Leistung ist die Sprache Manns, die auch in tausend Jahren nichts von ihrer Kraft verlieren wird. Die dritte ist die Behandlung der Figuren, die mehr sind als bloße Protagonisten; sie repräsentieren das geistige Leben einer Ära, deren Ende während Manns Schaffenszeit am Zauberberg stattfand. Die vierte, vielleicht zauberhafteste Leistung ist das Spiel mit dem Leser und dessen Lesegeschwindigkeit. Mann schafft es, dass zehn Minuten Lesen dem Leser wie eine halbe Stunde vorkommen, genau dann, wenn Hans Castorp denkt, er habe eine halbe Stunde geträumt. Elf Jahre widmete Mann diesem Werk, das ursprünglich nur eine Fortsetzung des Themas aus <i>Tod in Venedig</i> sein sollte. Es wurde zu einem der meistgelesenen deutschen Romane – zu Recht.

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4.1
Very Good
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Language
German
Publisher
S. Fischer
Released
1997
Format
Hardcover
Pages
1001
ISBN10
3100484045
ISBN13
9783100484048
Series
First published
1924
Original title
Der Zauberberg
Rating
4.1 out of 5
Description
Wenn irgendwann einmal ein Preis für den besten Buchtitel vergeben werden sollte, würde Thomas Manns <i>Zauberberg</i> ganz oben auf der Liste stehen. Schon der Titel weckt Neugier auf eine magische Welt. Doch das Buch entführt nicht in fremde Feenwelten, sondern entfaltet eine eigene, klare Magie. Die erste magische Leistung ist, eine Handlung, die in einem Satz zusammengefasst werden kann, auf 1.000 Seiten auszudehnen: Der junge Hamburger Hans Castorp, aus einer Patrizierfamilie, lebt bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs sieben Jahre in einem Schweizer Luxussanatorium für Lungenkranke, ohne selbst krank zu sein. Die zweite magische Leistung ist die Sprache Manns, die auch in tausend Jahren nichts von ihrer Kraft verlieren wird. Die dritte ist die Behandlung der Figuren, die mehr sind als bloße Protagonisten; sie repräsentieren das geistige Leben einer Ära, deren Ende während Manns Schaffenszeit am Zauberberg stattfand. Die vierte, vielleicht zauberhafteste Leistung ist das Spiel mit dem Leser und dessen Lesegeschwindigkeit. Mann schafft es, dass zehn Minuten Lesen dem Leser wie eine halbe Stunde vorkommen, genau dann, wenn Hans Castorp denkt, er habe eine halbe Stunde geträumt. Elf Jahre widmete Mann diesem Werk, das ursprünglich nur eine Fortsetzung des Themas aus <i>Tod in Venedig</i> sein sollte. Es wurde zu einem der meistgelesenen deutschen Romane – zu Recht.