Explore the latest books of this year!
Bookbot

Frühherbst in Badenweiler

Book rating

Parameters

  • 171 pages
  • 6 hours of reading

More about the book

Der Komponist Hubert Frey reist im Frühherbst 1977 zur Kur nach Badenweiler, nicht etwa um sich zu erholen, im Gegenteil, erst einmal will er sich einer als notwendig empfundenen Krankheit hingeben. Der seelische Zusammenbruch ist für Hubert Frey längst fällig, er will ihn unter behaglichen Umständen absolvieren:Badenweiler ist wirklich reizvoll gelegen, er steigt im zweitbesten Haus am Platze ab, das als Ausgleich wenigstens einen illustren Toten hat: Anton P. Tschechow, ein Balkonzimmer mit Blick ist ihm sicher, ganz im Pseudostil, ganz nach Wunsch möbliert, das luxuriöse Badezimmer erfüllt ihn mit Freude, er hat sein ,,Hansa“: eine Sesselecke für die Fernsehabende, in der er – die Terroristenhysterie beherrscht die Szene – das Trivialprogramm genießen kann, das Kurhotel dosiert verführerisch raffinierte Speisen, verschämt führt er sich seinen täglichen Zwetschgenkuchen zu Gemüte. Verwandten und Bekannten ist die schöpferische Krise angekündigt, der Zusammenbruch bestens in Szene gesetzt, er hat sich zurückgezogen, wenig Kontakt zur Außenwelt, er fühlt sich wohl in seinem Unterschlupf. Der Film über ein schönes Leiden in einem schönen Kurort kann ablaufen – ein Zusammenbruch, jedoch, findet nicht statt.

Book purchase

Frühherbst in Badenweiler, Gabriele Wohmann

Language
Released
1994
product-detail.submit-box.info.binding
(Hardcover)
We’ll email you as soon as we track it down.

Payment methods

3.0
Okay
1 Ratings

We’re missing your review here.

Language
German
Released
1994
Format
Hardcover
Pages
171
ISBN10
3492120482
ISBN13
9783492120487
Series
Original title
Frühherbst in Badenweiler
Rating
3 out of 5
Description
Der Komponist Hubert Frey reist im Frühherbst 1977 zur Kur nach Badenweiler, nicht etwa um sich zu erholen, im Gegenteil, erst einmal will er sich einer als notwendig empfundenen Krankheit hingeben. Der seelische Zusammenbruch ist für Hubert Frey längst fällig, er will ihn unter behaglichen Umständen absolvieren:Badenweiler ist wirklich reizvoll gelegen, er steigt im zweitbesten Haus am Platze ab, das als Ausgleich wenigstens einen illustren Toten hat: Anton P. Tschechow, ein Balkonzimmer mit Blick ist ihm sicher, ganz im Pseudostil, ganz nach Wunsch möbliert, das luxuriöse Badezimmer erfüllt ihn mit Freude, er hat sein ,,Hansa“: eine Sesselecke für die Fernsehabende, in der er – die Terroristenhysterie beherrscht die Szene – das Trivialprogramm genießen kann, das Kurhotel dosiert verführerisch raffinierte Speisen, verschämt führt er sich seinen täglichen Zwetschgenkuchen zu Gemüte. Verwandten und Bekannten ist die schöpferische Krise angekündigt, der Zusammenbruch bestens in Szene gesetzt, er hat sich zurückgezogen, wenig Kontakt zur Außenwelt, er fühlt sich wohl in seinem Unterschlupf. Der Film über ein schönes Leiden in einem schönen Kurort kann ablaufen – ein Zusammenbruch, jedoch, findet nicht statt.