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Parzival

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Mit seiner komplexen Sinnstruktur und der aufwendigen erzählerischen Komposition ist das Werk keine ‚leichte Lektüre‘, hat jedoch mit über 80 überlieferten Textzeugnissen eine einzigartige Wirkungsgeschichte im Mittelalter. Wolfram von Eschenbach verarbeitet alle geläufigen Problemstellungen seiner literarischen Epoche, teils kritisch ironisierend, teils neuartig zuspitzend, was dem Roman exemplarische Bedeutung für die höfische Literatur verleiht. Parallel zum Hauptgeschehen um Parzival verfolgt der Autor zahlreiche weitere Handlungsstränge und entfaltet die Romanhandlung zu einer umfassenden Anthropologie. Wolfram selbst war sich der Neuartigkeit seiner oft sprunghaften, bildreich assoziierenden Erzählweise bewusst und verglich sie mit dem ‚Hakenschlagen eines Hasen auf der Flucht vor Ignoranten‘. Die Doppelromanstruktur umfasst einen langen Prolog; nach den ersten beiden Büchern über die Vorgeschichte Gahmurets, Parzivals Vater, beginnt die Erzählung von Parzivals Kindheit. Der Wechsel zur Gawan-Handlung wird durch den Besuch Parzivals beim Einsiedler Trevrizent unterbrochen. Die letzten beiden Bücher sind Parzival gewidmet. Hauptquelle ist der unvollendete Versroman von Chrétien de Troyes, doch Wolfram distanziert sich im Epilog von ihm und nennt stattdessen einen gewissen ‚Kyot‘ als Vorlage, dessen Identität außerhalb von Wolframs Dichtung nicht nachweisbar ist. Diese Angaben sind daher als literarische Koketterie und Kyo

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Parzival, Wolfram von Eschenbach

Language
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2016
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(Hardcover)
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3.8
Very Good
3131 Ratings

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Language
German
Released
2016
Format
Hardcover
ISBN10
3990290827
ISBN13
9783990290828
Series
First published
1225
Original title
Parzival
Rating
3.75 out of 5
Description
Mit seiner komplexen Sinnstruktur und der aufwendigen erzählerischen Komposition ist das Werk keine ‚leichte Lektüre‘, hat jedoch mit über 80 überlieferten Textzeugnissen eine einzigartige Wirkungsgeschichte im Mittelalter. Wolfram von Eschenbach verarbeitet alle geläufigen Problemstellungen seiner literarischen Epoche, teils kritisch ironisierend, teils neuartig zuspitzend, was dem Roman exemplarische Bedeutung für die höfische Literatur verleiht. Parallel zum Hauptgeschehen um Parzival verfolgt der Autor zahlreiche weitere Handlungsstränge und entfaltet die Romanhandlung zu einer umfassenden Anthropologie. Wolfram selbst war sich der Neuartigkeit seiner oft sprunghaften, bildreich assoziierenden Erzählweise bewusst und verglich sie mit dem ‚Hakenschlagen eines Hasen auf der Flucht vor Ignoranten‘. Die Doppelromanstruktur umfasst einen langen Prolog; nach den ersten beiden Büchern über die Vorgeschichte Gahmurets, Parzivals Vater, beginnt die Erzählung von Parzivals Kindheit. Der Wechsel zur Gawan-Handlung wird durch den Besuch Parzivals beim Einsiedler Trevrizent unterbrochen. Die letzten beiden Bücher sind Parzival gewidmet. Hauptquelle ist der unvollendete Versroman von Chrétien de Troyes, doch Wolfram distanziert sich im Epilog von ihm und nennt stattdessen einen gewissen ‚Kyot‘ als Vorlage, dessen Identität außerhalb von Wolframs Dichtung nicht nachweisbar ist. Diese Angaben sind daher als literarische Koketterie und Kyo