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Lieutenant Gustl

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  • 105 pages
  • 4 hours of reading

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Nichts ist beim Lesen schöner, als einer literarischen Figur ganz nah zu sein und ihre Gedanken und Gefühle zu teilen. Arthur Schnitzler gelang dies mit der Technik des inneren Monologs, beginnend mit Lieutenant Gustl (1900) und später in Fräulein Else (1924). Diese beiden Figuren, ein junger Offizier und eine Anwaltstochter, führen völlig unterschiedliche Leben. Der Offizier wird von einem Bäckermeister beleidigt und sieht sich gezwungen, sich nach dem Ehrenkodex der Armee zu erschießen. Eine Nacht voller Todesangst folgt, bis er erfährt, dass der Bäckermeister verstorben ist. Else hingegen wird von ihrer Mutter gebeten, ihren Vater aus einer Schuldenkrise zu retten, was sie in einen moralischen Konflikt stürzt, als ein Kunsthändler seine Hilfe nur unter der Bedingung anbietet, sie nackt zu sehen. In ihrer Verzweiflung entblößt sie sich und nimmt eine Überdosis Veronal. Das Lesen dieser Novellen zieht den Leser tief in die Seelenzustände von Gustl und Else hinein, in ihre Verwirrung und Erinnerungen. Man leidet mit ihnen in ihren extremen Grenzsituationen und findet es schwer, in die eigene Welt zurückzukehren. Schnitzlers Darstellung des Ichs ist so lebendig und plastisch, dass sie einen einzigartigen Eindruck hinterlässt.

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Lieutenant Gustl, Arthur Schnitzler

Language
Released
2013
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(Paperback)
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3.4
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Language
German
Publisher
DTV
Released
2013
Format
Paperback
Pages
105
ISBN10
3423026901
ISBN13
9783423026901
Series
Rating
3.4 out of 5
Description
Nichts ist beim Lesen schöner, als einer literarischen Figur ganz nah zu sein und ihre Gedanken und Gefühle zu teilen. Arthur Schnitzler gelang dies mit der Technik des inneren Monologs, beginnend mit Lieutenant Gustl (1900) und später in Fräulein Else (1924). Diese beiden Figuren, ein junger Offizier und eine Anwaltstochter, führen völlig unterschiedliche Leben. Der Offizier wird von einem Bäckermeister beleidigt und sieht sich gezwungen, sich nach dem Ehrenkodex der Armee zu erschießen. Eine Nacht voller Todesangst folgt, bis er erfährt, dass der Bäckermeister verstorben ist. Else hingegen wird von ihrer Mutter gebeten, ihren Vater aus einer Schuldenkrise zu retten, was sie in einen moralischen Konflikt stürzt, als ein Kunsthändler seine Hilfe nur unter der Bedingung anbietet, sie nackt zu sehen. In ihrer Verzweiflung entblößt sie sich und nimmt eine Überdosis Veronal. Das Lesen dieser Novellen zieht den Leser tief in die Seelenzustände von Gustl und Else hinein, in ihre Verwirrung und Erinnerungen. Man leidet mit ihnen in ihren extremen Grenzsituationen und findet es schwer, in die eigene Welt zurückzukehren. Schnitzlers Darstellung des Ichs ist so lebendig und plastisch, dass sie einen einzigartigen Eindruck hinterlässt.