Explore the latest books of this year!
Bookbot

Vergessen als politische Option

Zur Einhegung interner Konflikte in der Antike

Parameters

  • 106 pages
  • 4 hours of reading

More about the book

Interne Konflikte bewaltigten Griechen und Romer - anders als wir - nicht durch "Aufarbeitung", sondern durch Verdrangung: Politisch verordnetes kollektives Vergessen war eine Option, die Aussohnung und inneren Frieden stiften sollte und konnte. Amnestien etwa waren eine praemptive Massnahme, um ein Wiederaufleben von Konflikten zu verhuten, Kommunikationsabbruche zielten auf Pravention. Dieser analytische Essay versammelt prinzipielle Uberlegungen zum kollektiven Vergessen sowie dessen Formen und stellt es in den grosseren Kontext besonderer mentaler Dispositionen. Die Antike brauchte das Vergessen. Seine Optionalitat steht im engsten Zusammenhang mit der Konfliktunfahigkeit der politischen Kulturen in Hellas und Rom. Alles mundet daher in die These, dass das kollektive Vergessen in den so eigenen antiken Friedensvorstellungen seine letzte Begrundung findet. Im Vergessensgebot begegnet uns der tiefste Ausdruck der Totalitat von Konsens und Dissens im politischen Empfinden, Denken und Handeln der Griechen und Romer, kannten sie doch nicht den Kompromiss. Interne Konflikte konnten nicht beigelegt, allenfalls eingehegt werden - durch das Vergessen.

Book purchase

Vergessen als politische Option, Frank Bernstein

Language
Released
2023
product-detail.submit-box.info.binding
(Hardcover)
We’ll email you as soon as we track it down.

Payment methods

No one has rated yet.Add rating

Title
Vergessen als politische Option
Subtitle
Zur Einhegung interner Konflikte in der Antike
Language
German
Released
2023
Format
Hardcover
Pages
106
ISBN10
3515135022
ISBN13
9783515135023
Series
Description
Interne Konflikte bewaltigten Griechen und Romer - anders als wir - nicht durch "Aufarbeitung", sondern durch Verdrangung: Politisch verordnetes kollektives Vergessen war eine Option, die Aussohnung und inneren Frieden stiften sollte und konnte. Amnestien etwa waren eine praemptive Massnahme, um ein Wiederaufleben von Konflikten zu verhuten, Kommunikationsabbruche zielten auf Pravention. Dieser analytische Essay versammelt prinzipielle Uberlegungen zum kollektiven Vergessen sowie dessen Formen und stellt es in den grosseren Kontext besonderer mentaler Dispositionen. Die Antike brauchte das Vergessen. Seine Optionalitat steht im engsten Zusammenhang mit der Konfliktunfahigkeit der politischen Kulturen in Hellas und Rom. Alles mundet daher in die These, dass das kollektive Vergessen in den so eigenen antiken Friedensvorstellungen seine letzte Begrundung findet. Im Vergessensgebot begegnet uns der tiefste Ausdruck der Totalitat von Konsens und Dissens im politischen Empfinden, Denken und Handeln der Griechen und Romer, kannten sie doch nicht den Kompromiss. Interne Konflikte konnten nicht beigelegt, allenfalls eingehegt werden - durch das Vergessen.