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Die Hansestadt Lübeck besaß bis 1945 eine bedeutende mittelniederdeutsche Handschrift des Lübschen Rechts, den sogenannten "Bardewikschen Codex" aus dem Jahr 1294. Dieser Codex, benannt nach dem Lübecker Kaufmann und Bürgermeister Albrecht von Bardewik, galt nach seiner Auslagerung im Zweiten Weltkrieg als verschollen, wurde jedoch kürzlich in einer Kleinstadt in Russland entdeckt. Der erste Band bietet neben einem Faksimile auch eine Edition und Übersetzung, während der zweite Band weitere Hintergründe und Analysen präsentiert. Der Bardewiksche Codex ist eine mittelalterliche Rechtshandschrift, die in mittelniederdeutscher Sprache eine systematisierte Fassung des Lübschen Rechts enthält. Die Reinschrift ist auffällig gestaltet, mehrfarbig illustriert und mit markanten Schmuckinitialen versehen. Das Lübsche Recht breitete sich im 13. und 14. Jahrhundert von Lübeck aus in wichtige Städte am südlichen und östlichen Ostseeufer bis nach Reval und Narwa aus. Es stabilisierte die Herrschaft der kaufmännischen Oberschichten, erleichterte den Handel und kulturellen Austausch und festigte die Verbindungen zwischen diesen Städten. Viele damalige Rechtsgewohnheiten erscheinen uns fremd, während andere bemerkenswert aktuell sind. Expertinnen und Experten aus Deutschland, Russland, Großbritannien und den USA analysieren und kommentieren die rechts-, sprach- und kunsthistorisch bedeutende Handschrift.
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Der Bardewiksche Codex des Lübischen Rechts von 1294, Jan Lokers
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- 2021
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