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»Tausendfältig bewegte Oberflächen«

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  • 390 pages
  • 14 hours of reading

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Elend oder Seligkeit? Untergang oder Apotheose? Die Frage nach Maltes Entwicklung, die auch Rilke nach Fertigstellung seiner Aufzeichnungen mit einander widersprechenden Aussagen beantwortet, führt zur These eines in seiner Grundstruktur ambivalenten Textes. Die 71 Aufzeichnungen bezeugen mitunter deutliche Schwankungen im Urteil, so dass auf nur wenigen Seiten ? also innerhalb weniger Stunden oder Tage ? gar Gegenteiliges behauptet und empfunden werden kann. Aus diesem erzählerischen Verfahren, welches sich zudem durch seine mehrdeutige Bildlichkeit auszeichnet, ergibt sich ein ständig spürbares ?Vibrieren? bzw. ?Oszillieren? des monologischen Textes, dessen gewollte und kalkulierte Unschärfe als ein wesentliches Charakteristikum des Textes herausgestellt werden soll. Der ?doppelten Lesbarkeit? der Aufzeichnungen wird im Rahmen einer textimmanenten Interpretation, welche die ambivalente Grundstruktur sowie die programmatische Offenheit des Textes berücksichtigt, nachgegangen. Von zentraler Bedeutsamkeit sind Maltes poetologische Reflexionen. Sie schaffen die Grundlage für den Erzählduktus, der die Aufzeichnungen durch eine dynamische Bewegung von De- und Rekompositionen bestimmt und die sich auf das schreibende Subjekt, den Inhalt sowie die Form des Textes auswirken

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»Tausendfältig bewegte Oberflächen«, Jens Liebich

Language
Released
2021
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(Paperback)
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Title
»Tausendfältig bewegte Oberflächen«
Language
German
Released
2021
Format
Paperback
Pages
390
ISBN10
3826071786
ISBN13
9783826071782
Series
Description
Elend oder Seligkeit? Untergang oder Apotheose? Die Frage nach Maltes Entwicklung, die auch Rilke nach Fertigstellung seiner Aufzeichnungen mit einander widersprechenden Aussagen beantwortet, führt zur These eines in seiner Grundstruktur ambivalenten Textes. Die 71 Aufzeichnungen bezeugen mitunter deutliche Schwankungen im Urteil, so dass auf nur wenigen Seiten ? also innerhalb weniger Stunden oder Tage ? gar Gegenteiliges behauptet und empfunden werden kann. Aus diesem erzählerischen Verfahren, welches sich zudem durch seine mehrdeutige Bildlichkeit auszeichnet, ergibt sich ein ständig spürbares ?Vibrieren? bzw. ?Oszillieren? des monologischen Textes, dessen gewollte und kalkulierte Unschärfe als ein wesentliches Charakteristikum des Textes herausgestellt werden soll. Der ?doppelten Lesbarkeit? der Aufzeichnungen wird im Rahmen einer textimmanenten Interpretation, welche die ambivalente Grundstruktur sowie die programmatische Offenheit des Textes berücksichtigt, nachgegangen. Von zentraler Bedeutsamkeit sind Maltes poetologische Reflexionen. Sie schaffen die Grundlage für den Erzählduktus, der die Aufzeichnungen durch eine dynamische Bewegung von De- und Rekompositionen bestimmt und die sich auf das schreibende Subjekt, den Inhalt sowie die Form des Textes auswirken