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Süssmilch spricht. Ein Abenteuer von Murr und Maxe. Roman

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  • 60 pages
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Mit Vater wurde es immer schlimmer. Wenn Mutter ihn um etwas bat, reagierte er oft gereizt und ignorierte ihre Wünsche. Bei finanziellen Anliegen wurde er zornig und wies sie als Diebstahl zurück. Er lebte in einer fremden Welt, über die er nicht sprechen wollte. Mutter bat mich oft, ihn zum Reden zu bewegen, da sie glaubte, seine Sorgen würden ihn belasten, wahrscheinlich wegen der Fabrik. Doch auch mir gegenüber blieb er verschlossen und wies meine Fragen mit einem Verweis auf die allgemeinen Nöte der Zeit zurück. Er hatte recht, denn jeder in Deutschland, besonders in Berlin, hatte Grund zur Sorge. Dennoch waren Mutter und ich überzeugt, dass er neben den allgemeinen Sorgen auch persönliche Probleme hatte, über die er nicht reden wollte. Eines Morgens hatten wir schulfrei, wahrscheinlich wegen eines Streiks des Schuldieners, der oft die Schule boykottierte, um für bessere Bezahlung zu kämpfen. Solche Aktionen waren in dieser Zeit nicht ungewöhnlich, und der Schuldiener fand immer Wege, um den Unterricht zu stören.

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Süssmilch spricht. Ein Abenteuer von Murr und Maxe. Roman, Hans Fallada

Language
Released
1985
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(Paperback)
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3.9
Very Good
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Title
Süssmilch spricht. Ein Abenteuer von Murr und Maxe. Roman
Language
German
Released
1985
Format
Paperback
Pages
60
ISBN13
9783499156151
Series
Rating
3.85 out of 5
Description
Mit Vater wurde es immer schlimmer. Wenn Mutter ihn um etwas bat, reagierte er oft gereizt und ignorierte ihre Wünsche. Bei finanziellen Anliegen wurde er zornig und wies sie als Diebstahl zurück. Er lebte in einer fremden Welt, über die er nicht sprechen wollte. Mutter bat mich oft, ihn zum Reden zu bewegen, da sie glaubte, seine Sorgen würden ihn belasten, wahrscheinlich wegen der Fabrik. Doch auch mir gegenüber blieb er verschlossen und wies meine Fragen mit einem Verweis auf die allgemeinen Nöte der Zeit zurück. Er hatte recht, denn jeder in Deutschland, besonders in Berlin, hatte Grund zur Sorge. Dennoch waren Mutter und ich überzeugt, dass er neben den allgemeinen Sorgen auch persönliche Probleme hatte, über die er nicht reden wollte. Eines Morgens hatten wir schulfrei, wahrscheinlich wegen eines Streiks des Schuldieners, der oft die Schule boykottierte, um für bessere Bezahlung zu kämpfen. Solche Aktionen waren in dieser Zeit nicht ungewöhnlich, und der Schuldiener fand immer Wege, um den Unterricht zu stören.