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Die Stunde der wahren Empfindung

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Obwohl er alles Altbekannte mit Ekel und Überdruss abgetan hat und sich keine Zukunft mehr vorstellen kann, nimmt Gregor Keuschnig, Pressereferent der österreichischen Botschaft in Paris, angesichts der unabsehbar drohenden Vereinzelung seine gewohnten Kontakte auf. Er sieht mit Erleichterung und Bedauern zu, wie seine Frau abreist, und ist berührt von dem Satz, den sie ihm auf einem Zettel hinterlässt: »Erwarte nicht von mir, dass ich dir den Sinn deines Lebens liefere.« Keuschnig begreift, dass es auch für sein Leben kein intaktes System mehr geben würde. In der »Stunde der wahren Empfindung« erkennt Keuschnig sich auf neue und befreite Weise identisch mit sich selbst, fähig zu authentischen Erfahrungen. Nachdem sein Kind von einem Spielplatz entführt worden ist und er in seinem Schrecken und seiner Ohnmacht beschließt, nicht mehr weiterzuleben, erlebt er plötzlich, wie seine »lange Gleichgültigkeit« abgelöst wird von einer »süßen Teilnahme«.

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Die Stunde der wahren Empfindung, Peter Handke

Language
Released
1999
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(Paperback)
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3.4
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62 Ratings

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Language
German
Publisher
Suhrkamp
Released
1999
Format
Paperback
ISBN10
3518394894
ISBN13
9783518394892
Series
Rating
3.4 out of 5
Description
Obwohl er alles Altbekannte mit Ekel und Überdruss abgetan hat und sich keine Zukunft mehr vorstellen kann, nimmt Gregor Keuschnig, Pressereferent der österreichischen Botschaft in Paris, angesichts der unabsehbar drohenden Vereinzelung seine gewohnten Kontakte auf. Er sieht mit Erleichterung und Bedauern zu, wie seine Frau abreist, und ist berührt von dem Satz, den sie ihm auf einem Zettel hinterlässt: »Erwarte nicht von mir, dass ich dir den Sinn deines Lebens liefere.« Keuschnig begreift, dass es auch für sein Leben kein intaktes System mehr geben würde. In der »Stunde der wahren Empfindung« erkennt Keuschnig sich auf neue und befreite Weise identisch mit sich selbst, fähig zu authentischen Erfahrungen. Nachdem sein Kind von einem Spielplatz entführt worden ist und er in seinem Schrecken und seiner Ohnmacht beschließt, nicht mehr weiterzuleben, erlebt er plötzlich, wie seine »lange Gleichgültigkeit« abgelöst wird von einer »süßen Teilnahme«.