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Nachts unter der steinernen Brücke

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Leo Perutz gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Erzähler fantastischer Geschichten. In seinem Roman, den er in der Emigration in Tel Aviv verfasste, kehrte der 1882 in Prag geborene Schriftsteller zur Stätte seiner Kindheit zurück. 1951 als "Meils Gut" vollendet, hatte Perutz anfangs Schwierigkeiten, einen Verleger zu finden. Als das Werk 1953 erschien, erhielt es durchweg positive Kritiken, wurde jedoch kein Publikumserfolg. Der Grund könnte in der Geschichte einer verbotenen Liebe zwischen dem böhmischen König Rudolf II. und der schönen Esther liegen. Perutz schildert sein zentrales Thema – die Vorstellung eines Zwischenreiches aus Bewusstsein und Traum – in einer atmosphärisch dichten Szenerie, die oft in lyrische Epik abgleitet. Die vierzehn Episoden aus dem Prag der Alchimisten und Golems im 16. und 17. Jahrhundert machen das Werk zu einem reizvollen, eindrucksvollen Erlebnis. Der Hohe Rabbi Loew verbindet die Liebenden in einem magischen Traum: Unter der Moldaubrücke pflanzt er einen Rosenstock und Rosmarin, und wenn der Abendwind über den Fluss weht, schmiegen sich die Blüten enger zusammen, während der träumende Kaiser den Kuss seiner Traumgeliebten spürt.

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Nachts unter der steinernen Brücke, Leo Perutz

Language
Released
1988
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(Hardcover),
Book condition
Good
Price
€11.99

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4.2
Very Good
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Title
Nachts unter der steinernen Brücke
Language
German
Authors
Leo Perutz
Publisher
Zsolnay
Released
1988
Format
Hardcover
Pages
296
ISBN10
3552027386
ISBN13
9783552027381
Series
First published
1952
Original title
Nachts unter der steinernen Brücke
Rating
4.2 out of 5
Description
Leo Perutz gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Erzähler fantastischer Geschichten. In seinem Roman, den er in der Emigration in Tel Aviv verfasste, kehrte der 1882 in Prag geborene Schriftsteller zur Stätte seiner Kindheit zurück. 1951 als "Meils Gut" vollendet, hatte Perutz anfangs Schwierigkeiten, einen Verleger zu finden. Als das Werk 1953 erschien, erhielt es durchweg positive Kritiken, wurde jedoch kein Publikumserfolg. Der Grund könnte in der Geschichte einer verbotenen Liebe zwischen dem böhmischen König Rudolf II. und der schönen Esther liegen. Perutz schildert sein zentrales Thema – die Vorstellung eines Zwischenreiches aus Bewusstsein und Traum – in einer atmosphärisch dichten Szenerie, die oft in lyrische Epik abgleitet. Die vierzehn Episoden aus dem Prag der Alchimisten und Golems im 16. und 17. Jahrhundert machen das Werk zu einem reizvollen, eindrucksvollen Erlebnis. Der Hohe Rabbi Loew verbindet die Liebenden in einem magischen Traum: Unter der Moldaubrücke pflanzt er einen Rosenstock und Rosmarin, und wenn der Abendwind über den Fluss weht, schmiegen sich die Blüten enger zusammen, während der träumende Kaiser den Kuss seiner Traumgeliebten spürt.