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Andengold

Bergbaufluch in (Post-)Bürgerkriegsländern Lateinamerikas

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Der 2016 unterzeichnete Friedensvertrag mit FARC in Kolumbien wirft die Frage auf, welche Rolle der Ressourcenreichtum des Landes beim Aufbau einer friedlichen Gesellschaft spielt. Anhand von Erkenntnissen aus Peru wird der Einfluss des legalen und illegalen Goldabbaus auf bewaffnete Konflikte untersucht, sowie die Veränderungen in der Nutzung während der Friedenszeit und die Entstehung neuer Konflikte. Es gibt unterschiedliche Ansätze zum Umgang mit Gold als ehemaliger Konfliktressource, die in extraktivistische und postextraktivistische Ideen unterteilt werden können und oft in lokalen Konflikten enden. Die Analyse konzentriert sich auf subnationale, nach Abbauart differenzierte Studien zur Ressourcenausbeutung und deren Verbindung zu Bürgerkrieg und Postbürgerkrieg. Die Ergebnisse zeigen, dass illegaler Bergbau nicht nur ein Phänomen des Bürgerkriegs ist, sondern eine geduldete Praxis, die zur Bewaffnung von Gewaltakteuren führt. Auch die legale Ressourcenförderung, die nach dem Konflikt als Friedensfinanzierungsstrategie gilt, hat ähnliche negative Auswirkungen, was als Bergbaufluch bezeichnet wird. Die Arbeit umfasst eine Einführung, eine Analyse der Zusammenhänge zwischen Ressourcen, Konflikt und Entwicklung, Methodik, Fallstudien zu Peru und Kolumbien sowie abschließende Bemerkungen und Forschungsfragen.

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Andengold, Dorothea Hamilton

Language
Released
2022
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(Paperback)
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Title
Andengold
Subtitle
Bergbaufluch in (Post-)Bürgerkriegsländern Lateinamerikas
Language
German
Released
2022
Format
Paperback
Pages
344
ISBN13
9783658380649
Series
Description
Der 2016 unterzeichnete Friedensvertrag mit FARC in Kolumbien wirft die Frage auf, welche Rolle der Ressourcenreichtum des Landes beim Aufbau einer friedlichen Gesellschaft spielt. Anhand von Erkenntnissen aus Peru wird der Einfluss des legalen und illegalen Goldabbaus auf bewaffnete Konflikte untersucht, sowie die Veränderungen in der Nutzung während der Friedenszeit und die Entstehung neuer Konflikte. Es gibt unterschiedliche Ansätze zum Umgang mit Gold als ehemaliger Konfliktressource, die in extraktivistische und postextraktivistische Ideen unterteilt werden können und oft in lokalen Konflikten enden. Die Analyse konzentriert sich auf subnationale, nach Abbauart differenzierte Studien zur Ressourcenausbeutung und deren Verbindung zu Bürgerkrieg und Postbürgerkrieg. Die Ergebnisse zeigen, dass illegaler Bergbau nicht nur ein Phänomen des Bürgerkriegs ist, sondern eine geduldete Praxis, die zur Bewaffnung von Gewaltakteuren führt. Auch die legale Ressourcenförderung, die nach dem Konflikt als Friedensfinanzierungsstrategie gilt, hat ähnliche negative Auswirkungen, was als Bergbaufluch bezeichnet wird. Die Arbeit umfasst eine Einführung, eine Analyse der Zusammenhänge zwischen Ressourcen, Konflikt und Entwicklung, Methodik, Fallstudien zu Peru und Kolumbien sowie abschließende Bemerkungen und Forschungsfragen.