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Der dritte Band des Kommentars behandelt die Kapitel 18-25 und umfasst zentrale Texte wie die Ehescheidungsperikope und die Geschichte vom "reichen Jungling" (Mt 19) sowie die Weherede gegen die Pharisäer und Schriftgelehrten (Mt 23) und die Endgerichtstexte (Mt 24-25). Diese Passagen erscheinen uns oft fremd und herausfordernd, insbesondere die scharfe Polemik gegen das Judentum und die komplexen Vorstellungen vom Endgericht. Daher ist es entscheidend, das Anliegen des Evangeliums zu verstehen, bevor man Kritik übt. Besonders die "schwierigen" Bibelstellen erfordern ein vertieftes Wissen, um sie angemessen zu verarbeiten. Wie in den vorherigen Bänden spielt die Wirkungsgeschichte eine zentrale Rolle. Sie beleuchtet das Verhältnis der Kirche zum Reichtum am Beispiel des "reichen Junglings" (Mt 19, 16ff) und zeigt, wie biblische Texte durch Prozessionen oder Gesang lebendig werden können. Zudem verdeutlicht sie, wie die Kirche im Laufe der Zeit den "Schatten" des Judentums für ihre Identität benötigte und wie das Judentum in der Neuzeit als ethisch minderwertig wahrgenommen wurde. Bei den Endgerichtstexten wird aufgezeigt, wie die Eschatologie in der Neuzeit umgedeutet wurde, wodurch eine zentrale Wurzel des christlichen Glaubens in den Hintergrund trat. Der Kommentar zielt darauf ab, diese Texte für die heutige Zeit verständlich zu machen und eine abstrakte Auslegung zu vermeiden.
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Evangelisch-Katholischer Kommentar zum Neuen Testament, EKK, Bd.1/3, Das Evangelium nach Matthäus, Ulrich Luz
- Language
- Released
- 1997
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- (Paperback)
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- Title
- Evangelisch-Katholischer Kommentar zum Neuen Testament, EKK, Bd.1/3, Das Evangelium nach Matthäus
- Language
- German
- Authors
- Ulrich Luz
- Publisher
- Benziger
- Released
- 1997
- Format
- Paperback
- Pages
- 561
- ISBN10
- 3545231291
- ISBN13
- 9783545231290
- Series
- Description
- Der dritte Band des Kommentars behandelt die Kapitel 18-25 und umfasst zentrale Texte wie die Ehescheidungsperikope und die Geschichte vom "reichen Jungling" (Mt 19) sowie die Weherede gegen die Pharisäer und Schriftgelehrten (Mt 23) und die Endgerichtstexte (Mt 24-25). Diese Passagen erscheinen uns oft fremd und herausfordernd, insbesondere die scharfe Polemik gegen das Judentum und die komplexen Vorstellungen vom Endgericht. Daher ist es entscheidend, das Anliegen des Evangeliums zu verstehen, bevor man Kritik übt. Besonders die "schwierigen" Bibelstellen erfordern ein vertieftes Wissen, um sie angemessen zu verarbeiten. Wie in den vorherigen Bänden spielt die Wirkungsgeschichte eine zentrale Rolle. Sie beleuchtet das Verhältnis der Kirche zum Reichtum am Beispiel des "reichen Junglings" (Mt 19, 16ff) und zeigt, wie biblische Texte durch Prozessionen oder Gesang lebendig werden können. Zudem verdeutlicht sie, wie die Kirche im Laufe der Zeit den "Schatten" des Judentums für ihre Identität benötigte und wie das Judentum in der Neuzeit als ethisch minderwertig wahrgenommen wurde. Bei den Endgerichtstexten wird aufgezeigt, wie die Eschatologie in der Neuzeit umgedeutet wurde, wodurch eine zentrale Wurzel des christlichen Glaubens in den Hintergrund trat. Der Kommentar zielt darauf ab, diese Texte für die heutige Zeit verständlich zu machen und eine abstrakte Auslegung zu vermeiden.


