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Étrennes

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  • 713 pages
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Eine Vielzahl von Neujahrsgeschenken, étrennes, ist in den archivalisch überlieferten Rechnungsbeständen Burgunds und anderer fürstlicher Höfe Frankreichs um 1400 dokumentiert. Diese Geschenke umfassen Tafelgeschirr, Schmuck, Edelsteine, Heiligenbildnisse, Reliquiare, Kreuze, Tabernakel, Stoffe, Bekleidung, Accessoires, Sättel, Börsen, Kerzenhalter, Spielbretter, exotische Tiere und sogar Geld. Eine systematische Durchsicht der archivalischen Überlieferung zeigt, dass der festliche Austausch dieser Geschenke nicht nur ein einzigartiges Phänomen des späten 14. und frühen 15. Jahrhunderts war, sondern auch wesentliche Einblicke in die sozialen Netzwerke der höfischen Gesellschaft während der Regierungszeit Karls VI. ermöglicht. Der Gabentausch offenbart, dass auch Personen ohne fürstlichen Rang, die als Favoriten, Protegierte oder Freunde galten, in den Genuss höfischer Geschenke kamen. Diese Beobachtungen erlauben es, die Beziehungen zwischen Gönnern und Begünstigten im späten Mittelalter besser zu verstehen und tragen zur Erforschung der sozialen Dynamiken dieser Zeit bei. Die Untersuchung identifiziert und benennt diese Personen, was einen weiteren Baustein für das Verständnis der höfischen Gesellschaft und ihrer Interaktionen liefert.

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Étrennes, Jan Hirschbiegel

Language
Released
2003
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(Hardcover)
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Title
Étrennes
Language
German
Publisher
Oldenbourg
Released
2003
Format
Hardcover
Pages
713
ISBN10
3486566881
ISBN13
9783486566888
Series
Description
Eine Vielzahl von Neujahrsgeschenken, étrennes, ist in den archivalisch überlieferten Rechnungsbeständen Burgunds und anderer fürstlicher Höfe Frankreichs um 1400 dokumentiert. Diese Geschenke umfassen Tafelgeschirr, Schmuck, Edelsteine, Heiligenbildnisse, Reliquiare, Kreuze, Tabernakel, Stoffe, Bekleidung, Accessoires, Sättel, Börsen, Kerzenhalter, Spielbretter, exotische Tiere und sogar Geld. Eine systematische Durchsicht der archivalischen Überlieferung zeigt, dass der festliche Austausch dieser Geschenke nicht nur ein einzigartiges Phänomen des späten 14. und frühen 15. Jahrhunderts war, sondern auch wesentliche Einblicke in die sozialen Netzwerke der höfischen Gesellschaft während der Regierungszeit Karls VI. ermöglicht. Der Gabentausch offenbart, dass auch Personen ohne fürstlichen Rang, die als Favoriten, Protegierte oder Freunde galten, in den Genuss höfischer Geschenke kamen. Diese Beobachtungen erlauben es, die Beziehungen zwischen Gönnern und Begünstigten im späten Mittelalter besser zu verstehen und tragen zur Erforschung der sozialen Dynamiken dieser Zeit bei. Die Untersuchung identifiziert und benennt diese Personen, was einen weiteren Baustein für das Verständnis der höfischen Gesellschaft und ihrer Interaktionen liefert.