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Wandel der Hochschulstruktur durch weiche Steuerung

Das Beispiel der Freien Universität Berlin

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Seit einigen Jahren sieht es so aus, als ob Hochschulen nur noch an der effektiven Produktion von Absolventen und Absolventinnen für die internationalen Märkte und sehr viel weniger, wenn überhaupt, an der Ausbildung einer kritischer Intelligenz interessiert sind. Zur Analyse und Lösung der zahlreichen Krisen (und Kriege) der vergangenen Jahre haben die Gesellschaftswissenschaften wenig beigetragen. Anders als nach der Finanzkrise 2007 verkündet fand eine Abkehr von der neoliberalen Politik gerade an Hochschulen keineswegs statt. Das Gegenteil war der Fall. Jetzt erst begann so richtig das Diktat einer Ökonomisierung der Bildung zu greifen. Der Hebel für den durchschlagenden Erfolg neoliberaler Reformen im Hochschulbereich unter dem Motto „Mehr Autonomie für die Hochschulen“ ist das Konzept einer weichen Steuerung, das von bisherigen Strategien der Hochschulpolitik abweicht. Weiche Steuerung oder „soft law“, wie der englische Begriff heißt, ist das Gegenteil einer „harten Steuerung“ durch Gesetze, scheinbar schonungsvoll, menschenfreundlich und angenehm, aber anders als diese nicht demokratisch legitimiert. Als Beispiel für die Transformation einer Institution mittels des Konzepts weicher Steuerung wird in dem Band die Freie Universität Berlin, insbesondere der Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften, untersucht.

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Wandel der Hochschulstruktur durch weiche Steuerung, Sarah Walz, Wolf Dieter Narr

Language
Released
2016
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(Paperback),
Book condition
Good
Price
€1.99

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Title
Wandel der Hochschulstruktur durch weiche Steuerung
Subtitle
Das Beispiel der Freien Universität Berlin
Language
German
Publisher
BdWi Verlag
Released
2016
Format
Paperback
Pages
154
ISBN10
3939864218
ISBN13
9783939864219
Series
Description
Seit einigen Jahren sieht es so aus, als ob Hochschulen nur noch an der effektiven Produktion von Absolventen und Absolventinnen für die internationalen Märkte und sehr viel weniger, wenn überhaupt, an der Ausbildung einer kritischer Intelligenz interessiert sind. Zur Analyse und Lösung der zahlreichen Krisen (und Kriege) der vergangenen Jahre haben die Gesellschaftswissenschaften wenig beigetragen. Anders als nach der Finanzkrise 2007 verkündet fand eine Abkehr von der neoliberalen Politik gerade an Hochschulen keineswegs statt. Das Gegenteil war der Fall. Jetzt erst begann so richtig das Diktat einer Ökonomisierung der Bildung zu greifen. Der Hebel für den durchschlagenden Erfolg neoliberaler Reformen im Hochschulbereich unter dem Motto „Mehr Autonomie für die Hochschulen“ ist das Konzept einer weichen Steuerung, das von bisherigen Strategien der Hochschulpolitik abweicht. Weiche Steuerung oder „soft law“, wie der englische Begriff heißt, ist das Gegenteil einer „harten Steuerung“ durch Gesetze, scheinbar schonungsvoll, menschenfreundlich und angenehm, aber anders als diese nicht demokratisch legitimiert. Als Beispiel für die Transformation einer Institution mittels des Konzepts weicher Steuerung wird in dem Band die Freie Universität Berlin, insbesondere der Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften, untersucht.