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Pallas Athene - 22: Vergangenheitspolitik in der universitären Medizin nach 1945

Institutionelle und individuelle Strategien im Umgang mit dem Nationalsozialismus

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Mediziner waren stark in die Strukturen des „Dritten Reiches“ eingebunden, was zu vielfältigen Kooperationen zwischen der universitären Medizin und dem NS-Regime führte. Die Beiträge des Sammelbandes thematisieren die Selbstbilder und Strategien, die Hochschulmediziner in West- und Ostdeutschland nach 1945 im Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit entwickelten. Es wird untersucht, wie die Unterstützung der menschenverachtenden Politik des NS-Staates wahrgenommen und bewertet wurde. Neben Leugnung und Verschweigen sind auch Bestrebungen zur Selbstreinigung und Aufarbeitung der Vergangenheit an den medizinischen Fakultäten zu erkennen. Die Beiträge beleuchten institutionelle und persönliche Strategien im Umgang mit der Vergangenheit, die Rolle von Wissenschaftseliten und die Auswirkungen von NS-Verbrechen. Es wird auf die gesundheitliche Versorgung unter amerikanischer Besatzung und deren Einfluss auf die Entnazifizierung des medizinischen Personals eingegangen. Des Weiteren wird der Umgang mit der NS-Vergangenheit in verschiedenen Besatzungszonen analysiert, einschließlich der medizinischen Fakultäten in Berlin, Gießen, Düsseldorf und Freiburg. Auch die universitäre Psychiatrie nach 1945 und der Umgang mit Krankentötungen im Nationalsozialismus werden thematisiert. Die Diskussion umfasst die Herausforderungen der Vergangenheitsbewältigung und die Kontinuitäten in der Psychiatrie.

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Pallas Athene - 22: Vergangenheitspolitik in der universitären Medizin nach 1945, Sigrid Oehler Klein, Volker Roelcke

Language
Released
2007
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(Hardcover),
Book condition
Damaged
Price
€54.42

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Title
Pallas Athene - 22: Vergangenheitspolitik in der universitären Medizin nach 1945
Subtitle
Institutionelle und individuelle Strategien im Umgang mit dem Nationalsozialismus
Released
2007
Format
Hardcover
Pages
419
ISBN10
3515090150
ISBN13
9783515090155
Series
Description
Mediziner waren stark in die Strukturen des „Dritten Reiches“ eingebunden, was zu vielfältigen Kooperationen zwischen der universitären Medizin und dem NS-Regime führte. Die Beiträge des Sammelbandes thematisieren die Selbstbilder und Strategien, die Hochschulmediziner in West- und Ostdeutschland nach 1945 im Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit entwickelten. Es wird untersucht, wie die Unterstützung der menschenverachtenden Politik des NS-Staates wahrgenommen und bewertet wurde. Neben Leugnung und Verschweigen sind auch Bestrebungen zur Selbstreinigung und Aufarbeitung der Vergangenheit an den medizinischen Fakultäten zu erkennen. Die Beiträge beleuchten institutionelle und persönliche Strategien im Umgang mit der Vergangenheit, die Rolle von Wissenschaftseliten und die Auswirkungen von NS-Verbrechen. Es wird auf die gesundheitliche Versorgung unter amerikanischer Besatzung und deren Einfluss auf die Entnazifizierung des medizinischen Personals eingegangen. Des Weiteren wird der Umgang mit der NS-Vergangenheit in verschiedenen Besatzungszonen analysiert, einschließlich der medizinischen Fakultäten in Berlin, Gießen, Düsseldorf und Freiburg. Auch die universitäre Psychiatrie nach 1945 und der Umgang mit Krankentötungen im Nationalsozialismus werden thematisiert. Die Diskussion umfasst die Herausforderungen der Vergangenheitsbewältigung und die Kontinuitäten in der Psychiatrie.