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Der Himmel ist für Gott, der Staat für uns

Islamismus zwischen Gewalt und Demokratie

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Die Vorstellung, der Islam bedrohe die westlich-säkulare Zivilisation, ist ein häufiges Motiv in den Medien. Schlagzeilen wie "Islamisten auf dem Weg nach Europa" schüren Ängste, die durch den Radikalismus islamischer Fundamentalisten und zahlreiche Terrorakte genährt werden. Albrecht Metzger hält es jedoch für falsch, den islamischen Fundamentalismus auf seine terroristischen Aspekte zu reduzieren. Er beschreibt den Islamismus als moderne, konservative politische Bewegung, die auf Fortschritt und Unabhängigkeit von fremden Mächten setzt. Der jordanische Muslimbruder Bassam Ammoush betont, dass der Islam den Menschen dient und Veränderungen in der Gesellschaft fordert. Abdallah Akwa, Mitglied der Jeminitischen Partei für Reform, sieht das Ziel, die Gesellschaft auf ein modernes Niveau zu heben, ohne dabei auf westliche Freiheiten zu setzen. Unabhängigkeit, soziale Gerechtigkeit und eine Gesellschaft ohne Korruption sind zentrale Anliegen der Islamisten, die in Ländern mit eklatantem Demokratiedefizit die wichtigste Oppositionsbewegung darstellen. Metzgers Länderstudien zeigen, dass die Islamisten pragmatisch agieren und viele an einem Dialog mit dem Westen interessiert sind. Sie glauben nicht an einen Krieg der Zivilisationen, sondern kritisieren, dass der Westen Demokratie und Menschenrechte nur im eigenen Territorium praktiziert und in anderen Ländern andere Standards anlegt.

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Der Himmel ist für Gott, der Staat für uns, Albrecht Metzger

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2000
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(Paperback),
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Good
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Title
Der Himmel ist für Gott, der Staat für uns
Subtitle
Islamismus zwischen Gewalt und Demokratie
Language
German
Publisher
Lamuv
Released
2000
Format
Paperback
Pages
238
ISBN10
3889775691
ISBN13
9783889775696
Series
Description
Die Vorstellung, der Islam bedrohe die westlich-säkulare Zivilisation, ist ein häufiges Motiv in den Medien. Schlagzeilen wie "Islamisten auf dem Weg nach Europa" schüren Ängste, die durch den Radikalismus islamischer Fundamentalisten und zahlreiche Terrorakte genährt werden. Albrecht Metzger hält es jedoch für falsch, den islamischen Fundamentalismus auf seine terroristischen Aspekte zu reduzieren. Er beschreibt den Islamismus als moderne, konservative politische Bewegung, die auf Fortschritt und Unabhängigkeit von fremden Mächten setzt. Der jordanische Muslimbruder Bassam Ammoush betont, dass der Islam den Menschen dient und Veränderungen in der Gesellschaft fordert. Abdallah Akwa, Mitglied der Jeminitischen Partei für Reform, sieht das Ziel, die Gesellschaft auf ein modernes Niveau zu heben, ohne dabei auf westliche Freiheiten zu setzen. Unabhängigkeit, soziale Gerechtigkeit und eine Gesellschaft ohne Korruption sind zentrale Anliegen der Islamisten, die in Ländern mit eklatantem Demokratiedefizit die wichtigste Oppositionsbewegung darstellen. Metzgers Länderstudien zeigen, dass die Islamisten pragmatisch agieren und viele an einem Dialog mit dem Westen interessiert sind. Sie glauben nicht an einen Krieg der Zivilisationen, sondern kritisieren, dass der Westen Demokratie und Menschenrechte nur im eigenen Territorium praktiziert und in anderen Ländern andere Standards anlegt.