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Philosophie: Moral und Politik

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Neben seinen philosophischen Forschungen hat sich Bertrand Russell zeitlebens auch mit Fragen der politischen Moral befaßt – jedoch keineswegs aus der Perspektive eines behaglichen Gelehrtendaseins. Dieses Interesse speiste sich vielmehr aus Russells nonkonformistischer Haltung, die ihn immer wieder in offene Konfrontation mit Religion, öffentlicher Meinung und staatlicher Macht führte. Der Krieg gegen das totalitäre Regime in Deutschland und der erste Einsatz von Atomwaffen veranlaßten ihn, seine ethischen Überlegungen erstmals systematisch darzustellen. Der erste Teil enthält die Umrisse einer nichtdogmatischen Ethik, die an das wohlverstandene Eigeninteresse der Menschen appelliert. Begriffe wie Sünde, Unrecht, Ehre, Gewissen und Autorität werden dabei einer kritischen Prüfung unterzogen. Im zweiten Teil überträgt Russell die gewonnenen Ergebnisse in die Sphäre der Politik: Auch hier seien magische Vorstellungen am Werk, die zu Nationalismus und Vergeltungsdenken führten. Im gemeinsamen, unbedingten Willen zur Vermeidung eines Krieges — im atomaren Zeitalter ein Gebot bloßer Selbsterhaltung — sieht Russell die große und zugleich letzte Chance der Verständigung zwischen den feindlichen Wertsystemen. Das zweite Kapitel des zweiten Teils ist identisch mit dem Vortrag, den in Stockholm anläßlich der Verleihung des Nobelpreises hielt.

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Philosophie: Moral und Politik, Bertrand Russell

Language
Released
1988
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(Paperback),
Book condition
Good
Price
€4.39

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Title
Philosophie: Moral und Politik
Language
German
Released
1988
Format
Paperback
Pages
206
ISBN10
3596265738
ISBN13
9783596265732
Series
Description
Neben seinen philosophischen Forschungen hat sich Bertrand Russell zeitlebens auch mit Fragen der politischen Moral befaßt – jedoch keineswegs aus der Perspektive eines behaglichen Gelehrtendaseins. Dieses Interesse speiste sich vielmehr aus Russells nonkonformistischer Haltung, die ihn immer wieder in offene Konfrontation mit Religion, öffentlicher Meinung und staatlicher Macht führte. Der Krieg gegen das totalitäre Regime in Deutschland und der erste Einsatz von Atomwaffen veranlaßten ihn, seine ethischen Überlegungen erstmals systematisch darzustellen. Der erste Teil enthält die Umrisse einer nichtdogmatischen Ethik, die an das wohlverstandene Eigeninteresse der Menschen appelliert. Begriffe wie Sünde, Unrecht, Ehre, Gewissen und Autorität werden dabei einer kritischen Prüfung unterzogen. Im zweiten Teil überträgt Russell die gewonnenen Ergebnisse in die Sphäre der Politik: Auch hier seien magische Vorstellungen am Werk, die zu Nationalismus und Vergeltungsdenken führten. Im gemeinsamen, unbedingten Willen zur Vermeidung eines Krieges — im atomaren Zeitalter ein Gebot bloßer Selbsterhaltung — sieht Russell die große und zugleich letzte Chance der Verständigung zwischen den feindlichen Wertsystemen. Das zweite Kapitel des zweiten Teils ist identisch mit dem Vortrag, den in Stockholm anläßlich der Verleihung des Nobelpreises hielt.