Gregor von Rezzori's work is deeply rooted in the multi-ethnic, multi-lingual world that he experienced in his youth, a world tragically dismantled by the wars and ideologies of the twentieth century. His writings explore the complex tapestry of identity within the shifting borders and allegiances of a fractured Europe. Von Rezzori's peripatetic life provided him with a unique vantage point from which to chronicle the profound and lasting impact of historical upheaval on the human condition. His distinctive voice captures the melancholic beauty and intricate social dynamics of a bygone era.
Gregor von Rezzori's account of his childhood, recreating the world of Central Europe that vanished in 1938. It sheds a light on influences that have contributed to recent national turmoil. The book centres on the Bukovina - at one time an Austro-Hungarian province, then a part of Romania, and later absorbed into the Ukraine - and, in a series of portraits, describes the family and household that shaped his childhood.
The elusive narrator of this beautifully written, complex, and powerfully disconcerting novel is the scion of a decayed aristocratic family from the farther reaches of the defunct Austro-Hungarian Empire. In five psychologically fraught episodes, he revisits his past, from adolescence to middle age, a period that coincides with the twentieth-century’s ugliest years. Central to each episode is what might be called the narrator’s Jewish Question. He is no Nazi. To the contrary, he is apolitical, accommodating, cosmopolitan. He has Jewish friends and Jewish lovers, and their Jewishness is a matter of abiding fascination to him. His deepest and most defining relationship may even be the strange dance of attraction and repulsion that throughout his life he has conducted with this forbidden, desired, inescapable, imaginary Jewish other. And yet it is just his relationship that has blinded him to–and makes him complicit in–the terrible realities his era. Lyrical, witty, satirical, and unblinking, Gregor von Rezzori’s most controversial work is an intimate foray into the emotional underworld of modern European history.
Das utopische Land Maghrebinien ist das Mythenland Rezzorischen Witzes. In diesen tolldreisten Lügengeschichten aus balkanischen Essenzen feiern Boccaccio und Aretino Wiederauferstehung.
Gregor von Rezzori, Sprachkünstler, Spötter und Weltbürger, hat trotz zahlreicher bezaubernder Portraits aus eigener Feder geschworen, niemals eine Autobiographie zu verfassen. Dennoch - welch wunderbarer Wortbruch - hat er sich aufgemacht zu einer Wanderung durch unser Jahrhundert und damit durch seine eigene Lebensgeschichte. Gesichter und Geschichten sorgen dafür, daß kein trockenes Geschichtsbuch entstanden ist, sondern Erinnerungen, die ein ganzes Jahrhundert widerspiegeln. Gregor von Rezzori nennt sein Buch selbstironisch „Greisengemurmel“. Doch der Leser soll sich nicht täuschen lassen, es ist ihm durchaus ernst mit seinem „Rechenschaftsbericht“
Parti sur les traces de sa propre vie, à partir de cet espace de déterritorialisation qu'est la Bucovine, Rezzori part immanquablement sur les traces d'une Europe qui ne cesse de se recomposer. Comme une photographie plongée dans le bain du révélateur, les images de ces époques s'éclaircissent au fur et à mesure de l'évocation, se reconstituent en trame pour former l'histoire d'un destin mouvementé et irréversible Ni fresque, ni autobiographie, cette oeuvre en perpétuel mouvement, écrite d'une plume alerte et jubilatoire, impertinente, rend de façon précise cet univers ambigu où le sentiment d'isolement, les déchirements identitaires, la quête d'un salvateur reniement se conjuguent de telle sorte que Claudio Magris range Rezzori parmi les grands noms de la littérature «autrichienne», au côté de Musil et de Doderer. On pourrait y ajouter Joseph Roth et Elias Canetti.
Nun war dieser lässige und elegeante Sprachkünstler, der ganz nebenbei seinen beissenden Spott über alles und jeden ausbreiten konnte, in der biederen deutschen Literaturgesellschaft tatsächlich schwer vorstellbar, zumal Gregor von Rezzori, wie sich später herausstellte, in Deutschland eine „Spur der Verwüstung“ hinterlassen hatte: Sein Konto für Beleidigungen, Schulden und andere Kavaliersdelikte war heillos überzogen.
Am Ende wusste nicht einmal er selber mehr zwischen Wahrheit und Fiktion zu unterscheiden: „Er liess sich bei Flunkereien ertappen, die tatsächlich darauf zielten, seiner Herkunftsgeschichte einen Glamz zu geben, der schwerlich Glaubwürdigkeit beanspruchen konnte“, hat er später geschrieben. - Michael Krüger
Berlin 1938/39. Anders als die alten, traditionellen Kapitalen Wien, Paris, Rom oder Landon ist Berlin eine chaotische Massenansiedlung ohne "Gesellschaft". Es fehlt eine solide, alteingesessene, tonangebende Oberschicht. In zwielichtiger Nachbarschaft leben Dame und Dirne, Kommerzienrat und Zuhälter, Professor und Taxichauffeur: Man ist eben nicht Berliner - man wird es. In der Welt dieser instinktlosen Provinzaristokratie tummelt sich Baron Traugott von Jassilkowski. Man trifft sich in "Charleys Bar", träumt von Vorbildern, Auszeichnungen, Glanz und Glorie. Was in der Welt wirklich passiert, wird nicht wahrgenommen, und der Nationalsozialismus ist nur ein Randphänomen. Niemand ist verantwortlich! So lässt sich die beißende Kritik dieses unvergesslichen Gesellschafts- und Großstadtromans in einem Satz zusammenfassen: Berlin ist Schuld an Stalingrad.
Berlin zwischen 1938 und 1945. Er ist kein Held seiner Zeit, der junge Traugott von Jasselkowski, der den Zweiten Weltkrieg nicht an der Front, sondern in Charleys Bar in Berlin erlebt. Für wen und warum soll er sich auch opfern, wo Opfern doch die Sache der Väter ist? Der Väter, die noch ein Reich (oder eine Ehefrau) zu verteidigen haben. Traugotts Protest gegen die Welt dieser Väter findet in der Demimonde der Lebemänner statt. Nationalsozialismus interessiert hier weit weniger als der nächste Flirt und der korrekte Sitz eines Schlipsknotens. Der Krieg offenbart sich - zunächst - nur als bedauerliche Einschränkung der materiellen Umstände.
Das utopische Land Maghrebinien ist das Mythenland Rezzorischen Witzes. In diesen tolldreisten Lügengeschichten aus balkanischen Essenzen feiern Boccaccio und Aretino Wiederauferstehung.
Venedig: Ein Geschäftsmann wartet auf seinen Zimmerschlüssel. Er greift nach einem Prospekt für den Orient-Express. Schon in seiner Jugend war er damit durch Europa gereist, vom rumänischen Braila bis nach London. Er erinnert sich an erotische Augenblicke und eine Zeit der Ekstase, die er seither nie mehr erlebt hatte. Und noch einmal bucht er die Reise.
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