Maria, Hildegard von Bingen, Hedwig von Schlesien, Caterina von Siena sind und bleiben große Namen in der Geschichte des Christentums. Die bekannte Autorin widmet ihnen und anderen herausragenden christlichen Frauen eine einzigartige Porträtsammlung, die jeweils das Besondere und Unverwechselbare in Leben und Werk der Porträtierten in sprachlich brillanter Form herausarbeitet. Freundinnen im Geiste sind so für den heutigen Menschen zu entdecken.
Mit einer tiefgründigen Reise durch die zentralen Fragen des christlichen Glaubens beleuchtet die Religionsphilosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz Themen wie die Männlichkeit Jesu, die Bedeutung der Auferstehung und die Rolle der Kirche als Anwältin der Freiheit. Mit einem scharfen Blick auf aktuelle Herausforderungen und vergessene Schätze des Glaubens verbindet sie theologische Tiefe mit existenziellen Einsichten. Ein Buch, das inspiriert, den eigenen Glauben neu zu entdecken, und zugleich Raum für persönliche Reflexion über Liebe, Tod und das eigene Ich schafft.
Romano Guardini war eine der bedeutendsten Gestalten des europäischen Geisteslebens im 20. Jahrhundert und erlangt in der Postmoderne eine geradezu prophetische Kontur. Gerade sein autobiographisches Schaffen zeigt, wie eng verflochten sein persönlicher Lebensweg mit seinem Lebenswerk ist. Die Guardini-Spezialistin Barbara Gerl-Falkovitz zeigt umfassend auf, worin zugleich die Entfaltung und Bewährung dieser christlichen Existenz – in Nähe und Widerspruch zu ihrem Jahrhundert – besteht: Das umfassende Porträt eines großen Menschen in Anfechtung und Treue gegenüber den Anforderungen der Zeit und seiner Berufung.
Die Erforschung des Menschen wird hier als eine der großen Detektivgeschichten dargestellt, die durch Spurensicherung und Kombinationsgabe geprägt ist. Die vorliegenden Essays bieten ein vielfältiges Kaleidoskop, das den Spielraum des Menschlichen in literarischen und philosophischen Kontexten beleuchtet. Dabei werden sowohl klassische als auch skeptische Perspektiven betrachtet, ebenso wie biblische Interpretationen. Der Leser wird eingeladen, sich in die Herausforderungen und Fragen zu vertiefen und dabei neue Ufer des Denkens zu erreichen.
Hildegard von Bingen, Caterina von Siena, Annette von Droste-Hulshoff, Edith Stein u. a. sind – und bleiben – große Namen in der Geschichte des Christentums. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz widmet ihnen und anderen herausragenden Christinnen von den Anfängen bis ins 20. Jahrhundert eine Porträtsammlung, die in sprachlich brillanter Form das jeweils Besondere und Unverwechselbare in Leben und Werk dieser starken Frauen herausarbeitet.
Nach vielen ideologischen Engführungen wird das Thema „Frau“ hier wieder neu buchstabiert: mit Hilfe anschaulicher Gesichter. Denn die Frauenbewegung hat zu lange das Thema Transzendenz ausgespart und damit ein verkürztes Selbstverständnis von Frau gepflegt. Es ist an der Zeit, den Radius weiter zu spannen. Es ist nämlich vor allem die Beziehung zum Heiligen, die Frauen aus ihrem gesellschaftlich abgestützten Tätigkeitsraum löst. So sind die vorgelegten Porträts höchst unterschiedlich von Spiritualität = Geisterfahrung geprägt. Aus Emanzipation und verteidigtem Rollenglück wird dann (Selbst-) Verschwendung, Überfluß, Hingabe, auf der anderen Seite aber neues Maß, Gleichgewicht, Fassung. Dies zeigen die Porträts so unterschiedlicher Frauen wie Elisabeth von Thüringen, Maria Ward, Rosa Flesch, Gertrud von le Fort, Simone Weil, Margarete Dach; dieselbe Spannung zeigt sich in der Mariendichtung, vor allem bei Rilke, in den Entwürfen Teilhards de Chardin und Romano Guardinis. Mit solchen Erfahrungen wird die geistvolle, geistgeführte Geschichte von Frauen geschrieben.
Edith Stein (1891–1942) stammte aus einer orthodoxjüdischen Familie und konvertierte 1922 zum Katholizismus. Sie war Schülerin des Philosophen Edmund Husserl und gehört als engagierte Lehrerin und Frauenrechtlerin, als Vermittlerin zwischen Christen und Juden zu den prägenden Gestalten des 20. Jahrhunderts. Nach einem Berufsverbot 1933 trat sie in das Kölner Karmeliterinnenkloster ein. 1942 wurde sie nach Auschwitz deportiert und ermordet. 1998 sprach Papst Johannes Paul II. Edith Stein heilig.
Die ordnende Perspektive vom Gottesbezug her ist die wesentliche Gemeinsamkeit jener Autoren, die sich in Band 9 der „Kleinen Bibliothek des Abendlandes“ versammeln: „Neue Schau. Große christliche Erzählungen im 20. Jahrhundert“. Die katholische Literaturbewegung des deutschsprachigen Raumes, die es versäumt hatte, sich einen ähnlich klingenden Namen wie der französische „Renouveau catholique“ zu geben, war stark von Konvertiten geprägt: Im vorliegendem Band sind es Gertrud von le Fort, Werner Bergengruen, Edzard Schaper und Ruth Schaumann, die mit bedeutenden, neu zu entdeckenden Erzählungen vertreten sind. Dazu gesellen sich Ida Friederike Görres und Reinhold Schneider, die sich im hagiographischen Ductus ihrer Darstellungen treffen. Bei jeder der Erzählungen hilft ein begleitendes „Leselicht“ sie zu erschließen. Inhalt: Ruth Schaumann: aus „Amei“ Werner Bergengruen: „Die Verheissung“ Werner Bergengruen: „Die drei Falken“ Gertrud von le Fort: „Die Abberufung der Jungfrau von Barby“ Gertrud von le Fort: „Plus ultra“ Reinhold Schneider: „Der Abschied der Frau von Chantal“ Edzard Schaper: „Stern über der Grenze“ Ida Friederike Görres: „Die Braut des Alexis“
Sind die Geschlechterrollen wirklich nur ein Konstrukt der Gesellschaft? Die Autorin zeichnet fachkundig eine emotional geführte Debatte nach und bezieht klar Position: Nicht nur Unterlegenheitsdenken, sondern auch Gleichmacherei können zur Fessel werden. Die Argumente der Autorin führen zu einer Sicht, in welcher die Frau weder Männin noch neutrale Menschin ist, sondern Frau.
Ausflüge in Landschaften der Schuld und der Vergebung
229 pages
9 hours of reading
Die Moderne hat vielfache Entschuldungen entwickelt: Soziale, psychologische, pathologische, gesellschaftspolitische Schranken engen den Entscheidungsraum und damit die Schuld des Handelnden ein oder verstellen sie sogar gänzlich. Auch unter naturwissenschaftlichen Vorzeichen wird eine Schuldfähigkeit des Menschen bestritten: Handeln, Fühlen, Denken seien neurobiologisch festgelegt. Dem stehen jedoch Argumente einer grundsätzlichen Schuldfähigkeit des Menschen gegenüber – sogar bei verminderter Freiheit. Ist Verminderung von Freiheit vielleicht selbst schon ein Anzeichen von (eigener oder fremder) Schuld? Als denkbare Lösung wird ein Wortspiel ausgeleuchtet: Im Absoluten gibt es Absolution. Vergebung als „reine Gabe“ wurde zu Beginn des neuen Millenniums eingefordert. Was kann das heißen, und wer spricht die Gabe zu? „Gibt es“ die Verzeihung des Unverzeihlichen nicht nur als Spiegelung des (vergeblich) Erhofften? Was ändert Vergebung am Geschehen und für die Opfer, wirklich und wirksam? Und ist Reue eine „Bedingung“ – aber hebt sie die „reine Vergebung“ dann nicht wieder auf? Ein Sturzbach an Fragen also, die in eine nachdenkliche Tiefe verfolgt werden.
In einer scheinbar perfekten Welt bleiben zentrale Fragen des Lebens unbeantwortet. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, eine Schülerin von Romano Guardini, hat viele solcher Fragen aufgegriffen. Sie sucht die Antworten nicht in einer allgemeinen Philosophie, nicht aus dem Zeitgeist heraus, sondern denkt darüber nach auf der Grundlage der christlichen Botschaft. So betrachtet sie das Spannungsfeld zwischen Eros und Christentum, setzt sich mit den ekstatischen Formen des Gottesdienstes auseinander, vertieft den christlichen Zeitbegriff, befasst sich mit dem Glück, der Hoffnung und der Ästhetik, der Weltfrömmigkeit und dem heute so zentralen Thema des Wertekonfliktes bei der vorgeburtlichen Diagnostik. Die Autorin versteht es tiefe Gedanken ansprechend zu vermitteln, weil sie den Reichtum der deutschen Sprache ausschöpft, ja man spürt bei jeder Zeile auch die Freude an der Formulierung. Der Leser erfährt Antworten, die durchdacht und begründet sind, es bereitet Genuss ihre Gedankengänge mit nachzuvollziehen. Vor allem ist es bewegend, dass auch und gerade in unserer Zeit, das Denken auf christlicher Grundlage nach wie vor manches Dunkle erhellt.
Bekannt für ihre gedanklich und sprachlich ausgefeilten Reflexionen zeigt die Autorin keine Scheu, mit provokanten Thesen Stellung zu beziehen zu Fragen der Frau in Kirche und Gesellschaft, zu verschiedenen Formen von Mütterlichkeit, zu Christentum und Armut, zu der neu entdeckten Naturmystik sowie zu einer Reihe weiterer interessanter Reizthemen.