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Ein Nabelschaulauf zu den Textquellen






Ein Nabelschaulauf zu den Textquellen
Slampoetry – Eine Subkultur geht ihren Weg. Pointiert, witzig, komisch, traurig, kritisch und verdammt gut. Mit DOPPELTER TEXTPRESSO folgt nun der zweite Streich, das zweite buch- und abendfüllende Programm des Dreamteams der österreichischen Bühnenpoesie Mieze Medusa und Markus Köhle. Eindrücklich wird bewiesen, wie vielfältig die Literaturform der Slampoetry ist, wie unterhaltsam, raffiniert und sprachverliebt. Die HipHop-Lyrikerin Mieze Medusa und der Autor und Paradeslammer Markus Köhle hosten den regelmäßigen Minoriten-Slam in Graz und den jährlichen Ö-SLAM, die österreichischen Poetry Slam Meisterschaften. Gastspiele in Literaturhäusern, bei Festivals und bei Snowboardevents verkomplettieren die Palette. Endlich wird Klartext gesprochen über Themen wie: Brusthaarfreizügigkeit, Penisgrößeneruierung, Glückvernichtungslogik, Frühstückstischmelancholie und Durststrecken. DOPPELTER TEXTPRESSO ist eine vollmundige Sache. Ihre Augen werden Ohren machen und die Ohren applaudieren!
Seit Jahrhunderten beflügeln Fabelwesen und hybride Geschöpfe unsere Fantasie – von Pegasus bis zum grinsenden Kater. Im 19. Jahrhundert begannen Präparatoren, Tierkörperteile zu kombinieren und als Wolpertinger an Touristen zu verkaufen. Diese Mischwesen sind nicht nur körperlich, sondern auch literarisch kreativ – sie entstehen durch Kofferwörter, die Tiere mit anderen Tieren (z. B. SCHWANZE – Schwan + Wanze) sowie mit Pflanzen und Gegenständen (z. B. PAPAYAGEI – Papaya + Papagei) verbinden. So entstehen kuriose Geschöpfe wie die scharfe Paprikatze, die Gulasch liebt, das flauschige Koalamm, das von einem Leben als Tampon träumt, oder der selbstmordgefährdete Hyändl, der Georg Friedrich Händel verehrt. Die Steckbriefe dieser skurrilen, oft tragischen Wesen stammen von Markus Köhle, während Sabine Freitag die dazugehörigen Phantomzeichnungen anfertigte. Für jede Woche des Jahres gibt es einen Wolpertinger, ergänzt durch ein Wolpertinger-Quartett, eine Baby-Galerie und ein Register aller gesichteten Wolpertinger.
52 Gedichte für die ganze Familie
„Ich will mit Silben pinseln und mit Lauten malen“ heißt es in einem Gedicht von Markus Köhle, das den Titel „Mutig“ trägt. Und genau das tut er dann auch nach Herzenslust: Da taucht ein Schlotterroboter auf, es gibt Reimgeständnisse und auch eine Anleitung „Wie man einen Gelbschnabel klein macht“. Köhle reimt sich respektlos durch einen bunt erweiterten Alltag, nichts ist vor seinem Sprachfuror sicher. Das klingt und singt und rappelt und zappelt und holtert und poltert, dass es eine Freude ist (für Groß und Klein!). Und Robert Göschl liefert ähnlich ausgelassen die passenden Zeichnungen dazu: In Summe ist das „Ganz schön frech“!
Wer einen realistischen Eindruck vom Zustand Österreichs gewinnen möchte, braucht das Land nur mit dem Zug zu durchreisen. Die Gespräche in den Railjets und Speisewägen bieten tiefen Einblick in die Verfasstheit des Landes, das zwischen »Fernsehkaisern und Kurzschlusskanzlern« kaum zu unterscheiden scheint. Markus Köhle unternimmt mit seinem Romandebüt eine solche Tour de force und lässt seinen Protagonisten Lukas auf seinen Zugreisen den großen Themen unserer Zeit begegnen. Deutlich spürbar ist das »Stadt-Land-Kluft-Schlamassel«, die Ignoranz gegenüber notwendiger Veränderung und ein halbes Bewusstsein von Überalterung und Pflegenotstand. Lukas, freiberuflicher Texter, hat ein offenes Ohr für die Problematik und erkennt bald, dass das, was im Argen liegt, auch mit ihm persönlich zu tun hat. Als sich der Bürgermeister seines Tiroler Heimatdorfes meldet, um ihm einen Literaturpreis im Tausch gegen eine Lobeshymne auf sein Fleckchen Muttererde anzubieten, kann Lukas den Auftrag nicht ausschlagen. So mischen sich in den Gesprächen im Zugabteil Erinnerungen an seine Jugend am Land, mit all ihren Höhen und Tiefen, unerfüllter Liebe und Sehnsucht. Doch er setzt sich zur Wehr und reist nicht nur der Preisverleihung entgegen, sondern auch einem literarischen Befreiungsschlag gegen die Zustände. Ob ihm das gelingt?
Ein Barhocker-Oratorium
Ein dichtender Kellner mit Liebeskummer, ein gescheiterter Privatgelehrter, eine Radiomacherin, ein vereinsamter Wirtschaftsnomade und ein ausgemustertes Politikerdouble treffen sich abends an der Bar und versprechen, auf hohem Niveau zu jammern. Markus Köhle folgt seinen Protagonist_innen sprachspielerisch in die Untiefen der Bierpipeline, wo die großen Fragen des Lebens verhandelt werden. Ironie wird lässig, aber auch leicht bitter, während Reflektiertheit souverän, jedoch oft einsam erscheint. „Potenzial“ klingt oft wie ein Synonym für das, was noch vor einem liegt. Wer jammert, hat nicht aufgegeben; man zählt sich nicht zu den Gestalten, die nur ihrem „Prostpflaster“ zusprechen und die Theke mit Biergedichten übersäen. Um nicht auf diese Bahn zu geraten, schließen sich die Jammernden zusammen und entwickeln einen genialen Plan, um den Widernissen des Alltags mit vereinten Kräften zu trotzen. Köhle gelingt es, ein Geflecht aus Monologen zu schaffen, in dem konkrete Poesie, Sozialkritik und dunkelbunter Humor sich gegenseitig befeuern. Das Ergebnis ist ein schonungsloser und unterhaltsamer Blick auf die wahren Verhältnisse des Kulturschaffens: denn „lecker ist der Komparativ von leck“.
Slam Poetry ist der Minnesang von heute. Slam Poetry ist zeitgemäße literarische Unterhaltung auf bestem Niveau.Slam Poetry geht ins Ohr, ins Herz, ins Hirn und lässt kein Auge trocken. Mieze Medusa und Markus Köhle sind das Dreamteam der österreichischen Bühnenpoesie.In Ping Pong Poetry, dem dritten abendfüllenden Slamprogramm des kultigen Autorenpaars Mieze Medusa und Markus Köhle, wird über Utopien und gegenwärtige Verhältnisse gesprochen, über das Reisen und Fernbeziehungen, über die Bedeutung von Eduard Zimmermann und Mamas, über die Liebe und das Gegenteil davon, über Weltuntergänge und schlechtere Zeiten, über Adabeis und Alltagshelden, über neue Revolutionslieder und alte Gefühlshadern, über ein Leben, das im Zug wie im Flug vergeht, und und und ...Ihre Augen werden Ohren machen und die Ohren applaudieren!
Hereinspaziert, hereinspaziert und herzlich willkommen im Raststadel! Machen Sie es sich bequem, genießen Sie den Rustikalschick auf dem Dorf, fühlen Sie sich wie zu Hause zwischen Tourismus und Transit, Bürgermeisterschnapsideen und Rauschkindern. Dorfdefektmutanten* ist ein moderner Heimatroman und knackiger Entwicklungsroman – angesiedelt an den Schauplätzen der Tiroler Provinz und der Großstadt Wien. Ein quietschvergnügter und kluger Roman über die Nöte und die Freuden des Erwachsenseins. Der Held des Romans wohnt im Dorf, lebt im Internet, seine Sozialkompetenz ist hager; gleichermaßen lechzend wie verzweifelt jagt er seinen Erinnerungen hinterher und fördert dabei Mühl- und Edelsteine zutage. Kindheit, Jugend, Freundschaften, erste Verliebtheit – all das, samt Glück und Schmerz, erfährt unser Ich-Erzähler auf dem Dorf. Nach einigen Jahren des Studentenlebens in der Bundeshauptstadt kehrt er in seinen Heimatort zurück, arbeitet fortan als Hausmeister in der Raststätte 'Raststadel' und begegnet natürlich der großen, großen Liebe. In den Tiroler Bergen geht es dauerfröhlich zu, hier wird es zünftig, hier werden Sie sich wohl und wie zu Hause fühlen. Denn: 'Raststadel verpfichtet' und daheim ist es immer am schönsten, wenngleich es dort auch mitunter deftig drunter und drüber geht.
Geschichten aus einem Wiener Stundenhotel
Eine kreative Zusammenstellung von Erlebnissen und Eindrücken aus dem September 2019, die von kulinarischen Genüssen über technische Herausforderungen bis hin zu persönlichen Momenten reicht. Ein bunter Mix, der mit viel Liebe präsentiert wird.
Eine poetische Reise durch den März 2019, die verschiedene Orte und Themen verbindet. Von Nostalgie und Transitverwehungen bis hin zu kulturellen Ereignissen und skurrilen Bildern, wird eine facettenreiche Erzählung präsentiert, die von Traurigkeit bis Fröhlichkeit reicht.
Schön trinken geht weiter! Diesmal befassen wir uns mit einem Thema, das wohl keinen kalt lässt. 23 originelle Geschichten erzählen von kuriosen Erlebnissen auf Hochzeiten, Polterabenden, am Standesamt, beim Brautklau etc. Doch auch Praktisches kommt nicht zu kurz: ein Standesbeamter wird von seiner Arbeit berichten, kuriose Brautmoden, Hochzeitstorten und neueste Wedding-Planner-Trends werden vorgestellt. Wie kleidet sich die türkische Braut? Wie poltern die Serben? Was ging Fürstin Charlène bei ihrer Hochzeit durch den Kopf? Welche sind die 10 besten Hochzeitsfilme und -bücher? Vorsicht: Sie werden gleich heiraten wollen. Beiträge von: Nora Gomringer, Manfred Gram, Tex Rubinowitz, Christian Schachinger, Jan Off, Fritz Ostermayer, Paul Pizzera, Dominika Meindl, Katinka Buddenkotte, Volker Strübing, Mario Tomic, Peter Zimmermann, u. v. m. 23 kurze Geschichten zum ewigen Bund: Von Altar bis Zirrhose, von Polterabend bis Standesamt, von fürstlichen Torten und fürchterlichen Brautkleidern. Pfiffige Geschichten und praktische Tipps – das Geschenkbuch mit allem Drum und Dran, und Fotos! Bis dass der Tod uns scheidet.
Hanno brennt. Aus mehreren Gründen. Er hat auf einer Party eine neue Flamme getroffen und eine geniale Geschäftsidee geboren: Da die Wiener von ihren Haustieren gar nicht genug kriegen können, will Hanno hochbezahlter Auftragsautor von Haustiergeschichten werden. Die dazugehörigen Kunden werden in Aida-Konditoreien gekeilt. Der Weg in die Selbständigkeit ist schwierig, hilfreich zur Seite stehen Mitbewohner Karl (Langzeitstudent, DJ, Internetfreak), die forsche Frau Kommerzialrat Pochsteiner (Josefstädterin, Hundehalterin und Villabesitzerin) und die ominöse Schöne Annabell (Hüterin der Online-Krativtauschbörse Artpool und Kämpferin für das Gute). Kaum kommen die verschiedenen Beziehungen in Fahrt und die Geschäfte ins Rollen, schnappt eine fiese Falle zu: Aufgrund von undurchsichtigen Verstrickungen geraten Annabell, Hanno & Co in die Fänge der Staatsmacht und werden zu Opfern der Terrorismusbekämpfung. Na bumm!
22 Geschichten übers Radfahren, die Sie das Lachen und Fürchten lehren.Mit praktischen Tipps und allem Drum und Dran, und Fotos! Jo, wir san mit'm Radl do!Die Reihe "Schön trinken“ geht weiter! Im Frühling wird der Drahtesel geölt und aufgeputzt, und genau der steht hier im Mittelpunkt.22 originelle Geschichten erzählen von- kuriosen Erlebnissen mit dem Fahrrad- Anekdoten aus der Kindheit- Rauschgeschichten aus der Gegenwart- Jubelgeschichten, geboren aus der puren Lust am Fahrradfahren- Auch Praktisches kommt nicht zu Ein Fahrradkurier berichtet aus dem Berufsalltag, ein Fahrradnerdschwärmt von seiner Fahrradsammlung, ein Leidgeprüfter trauert um 7 gestohlene Fahrräder ...- Dazu noch Tricks zum Reifenwechseln, Reparaturvorschläge und Tipps für den Fahrradkauf- Top-Ten-Listen mit den besten Fahrradfilmen, -büchern und -songsBeiträge Stefan Abermann, Nadja Bucher, Nora Gomringer, Manfred Gram, Tex Rubinowitz, Magnus Klaue,Martin Mandler, Dominika Meindl, Klaus Nüchtern, Andi Plammer, Christoph Simon u. v. m.