An Introduction to Critical Narratology: Who Narrates Whom?
220 pages
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Exploring the intersection of narrative and power, this book serves as both an introduction to discourse research and a critical examination of who holds authority in storytelling. It delves into how narratives shape perceptions and influence social dynamics, providing insights into the mechanisms of power within discourse. The text is designed for those interested in understanding the complexities of narration and its implications for societal structures.
Theoriebegriff und Dialogische Theorie in den Kultur- und Sozialwissenschaften
Was ist Theorie und wie könnte ein kultur- und sozialwissenschaftlicher Theoriebegriff aussehen? Der Band nährt sich dem Theoriebegriff, indem er zunächst klärt, wie sich Theorien in den verschiedenen Wissenschaftsbereichen definieren lassen. Es folgt die Darstellung und kritische Bewertung der wichtigsten Theoriedebatten des 20. Jahrhunderts. Am Schluss des Bandes führt der Autor die unterschiedlichen Ansätze im Konzept einer Dialogischen Theorie zusammen. Ein anschaulicher Überblicksband zum kultur- und sozialwissenschaftlichen Theoriebegriff.
Der Autor rekonstruiert die ästhetischen Grundlagen der modernen Literaturwissenschaft vom russischen Formalismus und vom New Criticism bis zur Dekonstruktion im philosophischen und historischen Kontext. Im Spannungsverhältnis zwischen den Ästhetiken Kants, Hegels, Nietzsches und Croces werden die Schlüsselbegriffe und die Probleme des Faches dialogisch und anhand von Modellen dargestellt. Das Buch ist nicht nur eine Einführung in die Literaturwissenschaft, sondern auch eine Interpretation bestehender Ansätze im philosophischen, semiotischen und ideologischen Zusammenhang.
Literarische Ästhetik ist eine Rekonstruktion der philosophisch- ästhetischen Grundlagen moderner Literaturtheorien. Vom New Criticism bis zur Dekonstruktion werden Theorien der Literatur auf ihre Ursprünge in den Philosophien Kants, Hegels und Nietzsches bezogen und im historischen Kontext anhand von Beispielen und Modellanalysen erläutert. Die Neuausgabe wurde um ein 10. Kapitel erweitert, in dem die Wechselbeziehungen von Ästhetik und Soziologie bei Luhmann und Bourdieu untersucht werden. Die Darstellung der Literaturwissenschaft im philosophischen und gesellschaftlichen Zusammenhang ist nicht nur ein wissenschaftliches Desiderat, sondern erfüllt auch eine didaktische Funktion, weil sie ein besseres Verständnis der Theorien im Verhältnis zur Philosophie und zur sozialen Welt ermöglicht.
Unterschiedlichste kulturelle und soziale Phänomene wurden in den letzten Jahrzehnten immer wieder mit dem Hinweis auf die Krise bzw. den Zerfall des Subjekts in Spätmoderne und Nachmoderne erklärt. In seinem Buch gibt Peter V. Zima einen Überblick über die wichtigsten theoretischen Positionen zum Thema Subjektivität und Identität, die solchen Erklärungen zugrunde liegen. Die interdisziplinär angelegte Studie stellt die Begriffsbildung und den Diskussionsstand in Philosophie, Psychologie, Soziologie und Literaturwissenschaft ausführlich dar. Aus einer kritischen Auseinandersetzung mit der Subjektproblematik in Moderne und Postmoderne (von Descartes und Kant bis Adorno und Lyotard) geht im letzten Kapitel der Entwurf einer dialogischen Subjektivität hervor, die zur Grundlage einer dialogischen Theorie wird. ‚Das Buch ist ein Meilenstein der gegenwärtigen Subjektivitätsdebatte.’ IASL Online
Zima stellt die Theorien von Jacques Derrida, Paul de Man, J. Hillis Miller, Geoffrey Hartman und Harold Bloom in ihrem philosophischen und ästhetischen Kontext dar. Seine Kommentare zu konkreten Textanalysen schlagen eine Brücke von der Theorie zur Praxis der Dekonstruktion. In der Neuauflage wird u. a. die Subjektproblematik bei Derrida und Deleuze ausführlicher kommentiert und der Dialog auf feministische Theorien ausgedehnt, von denen sich einige an der Dekonstruktion orientieren, um den Subjektbegriff in Frage zu stellen, während andere an diesem Begriff festhalten.
In diesem Buch wird das Schicksal der Kunst zwischen Romantik und Postmoderne untersucht, insbesondere die Rolle des Künstlers in der europäischen Romanliteratur. Die analysierten Romane aus den Epochen der Romantik, Spätmoderne und Postmoderne fungieren als Barometer für gesellschaftliche Entwicklungen von 1800 bis 1990. Es wird deutlich, dass der Künstler als Seher einer besseren Welt an Einfluss verliert und die Kunst als Trägerin sozialer Utopien an Glaubwürdigkeit einbüßt. Die Prozesse der Säkularisierung, sozialen Differenzierung, ideologischen Zersplitterung und Vermarktung führen zu einem Rückzug der Kunst in eine Enklave, die von Soziologen als 'System', 'Subsystem' oder 'Feld' bezeichnet wird. Postmoderne Künstlerromane reagieren auf diese Entwicklungen, indem sie den romantischen und spätmodernen Anspruch parodieren, das kritisch-utopische Gewissen der Gesellschaft zu sein. Sie akzeptieren, dass Kunst nur ein 'Sprachspiel' unter vielen ist und nicht mehr die höchste kritische Instanz oder die weltliche Erbin religiöser Prophetie darstellt. Der Inhalt umfasst soziologische, ästhetische und poetologische Überlegungen sowie Analysen von Novalis, Joyce, Proust, Thomas Mann und postmodernen Autoren wie Butor und Süskind, und schließt mit einem Epilog zur Zukunft von Literatur und Kunst.
Peter v. Zima bietet in seiner überarbeiteten Neuauflage eine umfassende Einführung in die Wissenschaftsgeschichte der literarischen Komparatistik. Er behandelt zentrale Themen wie Vergleichstypen, interkulturelle Rezeption, Übersetzung und Gattungsgeschichte und versucht, das Fach auf soziologischer und semiotischer Basis neu zu begründen.
Eine steigende Anzahl ausländischer Jurastudenten nimmt an den Austauschprogrammen insbesondere der EU teil und entscheidet sich für einen Aufenthalt an einer deutschen Universität. Erfahrungsgemäß treten hierbei jedoch erhebliche sprachliche Probleme auf. Dieses Arbeitsbuch dient der Verbesserung der Ausdrucksfähigkeit ausländischer Juristen in der deutschen Rechtssprache, insbesondere für berufliche Verhandlungen. Durch seinen umfassenden Lösungsteil ist es zum Selbststudium geeignet, kann aber auch als Kursmaterial im Unterricht verwendet werden. Übungstexte decken die wesentlichen Gebiete des deutschen, europäischen und internationalen Rechts ab. Damit wird umfassend die Kenntnis des deutschen Rechts und das Textverständnis geschult.
Die Kritische Theorie der Frankfurter Schule wird in einem analytischen Rahmen präsentiert, der die Gedanken von Walter Benjamin, Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Herbert Marcuse und Jürgen Habermas im Kontext von Moderne und Postmoderne beleuchtet. Zentral ist der Individualismus der liberalen Ära, der von postmodernen Denkern wie Bauman und Baudrillard hinterfragt wird. Trotz ihrer Emanzipationsbestrebungen thematisiert die Kritische Theorie häufig den Verlust von liberalen und individualistischen Werten, was sich in Adornos Aussage widerspiegelt, dass das Maß des neuen Schlechten das Frühere ist.
Das Handbuch bietet eine umfassende Übersicht über die soziologische Theoriebildung von Hegel und Marx bis zur Postmoderne. Es vergleicht verschiedene Theorien und hebt deren Stärken und Schwächen hervor. Ideal für Studierende über die ersten Semester hinaus und als ständiger Studienbegleiter.
Einführung in die herrschaftskritische Erzähltheorie
Das Buch bietet eine Einführung in die Diskursforschung und es geht um die Machtfrage „Wer erzählt wen?“ Es wird eine kritische Übersicht über die wichtigsten Theorien der Diskursforschung gegeben: Foucault, Bourdieu, Fairclough. Darüber hinaus wird die Diskursforschung in der Textsoziologie als Weiterentwicklung der Strukturalen Semiotik nach Greimas angewandt. Schließlich wird die Diskursforschung erweitert und es werden diskursive Machtansprüche im Zusammenhang mit bekannten wissenschaftlichen Debatten, wie dem "Positivismusstreit" oder der Habermas-Luhmann-Debatte, beschrieben.
Der Band untersucht die Entwicklung individueller Subjektivität in der spät- und postmodernen Literatur. Während in der Spätmoderne das Erhabene die subjektive Autonomie stärkt, führt es in der Postmoderne zur Negation des Subjekts. Zima analysiert, wie das Schreiben bei Autoren wie Proust und Woolf zur ästhetischen Subjektkonstitution beiträgt, während es in nachmodernen Texten zur Subversion individueller Subjektivität wird. Zudem wird Foucaults Werk betrachtet, das die Reduktion des Individuums auf Körperlichkeit und dessen Integration in isolierte Kontexte thematisiert.
Umfassende Darstellung des Verhältnisses von Moderne, Modernismus und Postmoderne auf verschiedenen Ebenen. Der Band bietet Erläuterung und klare Abgrenzung der Begriffe Neuzeit, Moderne, Modernismus, Postmoderne, Posthistorie und nachindustrielle Gesellschaft. Moderne, Modernismus und Postmoderne werden aus soziologischer, philosophischer und literarischer Ebene beleuchtet. Ein Buch, das durch seinen umfassenden Ansatz überzeugt.
Im Unterschied zu anderen Sammelbänden, die sich vorwiegend mit den Hauptströmungen der europäischen Avantgarde auseinandersetzen, will dieses Buch das Augenmerk auf avantgardistische Bewegungen kleinerer und bisher vernachlässigter Kulturbereiche richten. Neben dem italienischen und dem russischen Futurismus werden daher die ästhetischen und politischen Anliegen von Strömungen wie «De Stijl» und «Wiener Gruppe» erörtert. Ausführlich besprochen wird auch die Entwicklung der Avantgarde in Slowenien von 1915 bis 1930. In den meisten Beiträgen kommen auch die sozialen und politischen Probleme der Avantgarde zur Sprache.
Im Anschluss an Adorno, Bachtin und Greimas’ Strukturale Semiotik analysiert Zima die Einwirkung sozialer Entwicklungen und Konfliktlinien auf literarische (und theoretische) Diskurse. Dabei geht es ebenso um Gattungsentwicklungen wie um semantische und syntaktische Strukturen einzelner Texte. Stets wird versucht, Gesellschaft und Literatur über die Sprache miteinander zu vermitteln. Der Band bietet vertiefte Analysen zu Proust, Musil und Kafka. Die Neuauflage enthält neue Kapitel zu den Begriffen der soziolinguistischen Situation, des Soziolekts sowie der Intertextualität und dehnt die Textsoziologie auf die Institutionalisierung literarischer Sprachen aus.
In den Aufsätzen dieses Bandes werden die Methoden insbesondere der empirischen und der traditionalen marxistischen Literatursoziologie kritisiert. Im Gegenzug und in Auseinandersetzung mit diesen Methoden skizziert Zima ein literatursoziologisches Verfahren, das sich, semiotisch gerüstet, auf die Textstruktur einläßt, d. h. literarische Texte angemessen: als literarische, soziologisch zu verstehen sucht. Zima stützt sich dabei auf Konzepte einerseits des Formalismus und des Strukturalismus, andererseits auf die Ästhetik Th. W. Adornos.
Die in dem vorliegenden Band versammelten französischen, italienischen, sowjetischen und tschechischen Studien sollen helfen, den Arbeits- und Wirkungsbereich einer kritischen Semiotik abzustecken, und zwar durch Gegenüberstellung szientistischer und kritischer Ansätze von U. Eco, A. J. Greimas, J. Kristeva, J. Lotman, M. Bachtin, J. Mukařovský u. a. Das den Band und seine Beiträge bestimmende Interesse ist es, Konzepte der Semiotik aufeinander zu beziehen, sie im Sinne der »Kritischen Theorie« zu interpretieren, um Ideologie auf der Ebene der »Textstruktur« erfassen zu können.